Stargate: Anderson verrät, was aus der gestrichenen Amazon-Serie geworden wäre

Stargate: Anderson verrät, was aus der gestrichenen Amazon-Serie geworden wäre MGM
scifiscene.de bei Google bevorzugen

Richard Dean Anderson hat beim SG-1-Reunion-Panel erzählt, was Amazons gestrichene Stargate-Serie gewesen wäre: kein Reboot, sondern eine Fortsetzung mit Michael Shanks’ Daniel Jackson als Bindeglied.

Drei Monate nach dem Aus für die neue „Stargate”-Serie hat einer der Beteiligten erstmals erzählt, was sie überhaupt hätte sein sollen. Richard Dean Anderson, als Jack O’Neill das Gesicht von Stargate Kommando SG-1, sagte beim SG-1-Reunion-Panel der Rose City Comic Con, dass es kein Reboot war — sondern eine direkte Fortsetzung, die Michael Shanks’ Daniel Jackson als Brücke benutzt hätte.

Amazon MGM hatte die Serie im November 2025 bestellt und im Juni 2026 wieder gestrichen. Showrunner war Martin Gero, ausführender Produzent unter anderem Roland Emmerich, der 1994 beim Kinofilm Regie geführt hatte. Als Grund für die Absetzung wurde damals kolportiert, die Führungsebene fürchte, der Stoff erreiche nur eingefleischte Fans. Anderson widerspricht dieser Lesart.

Was die Serie gewesen wäre

„Es schien technisch weniger ein Reboot zu sein, als dass es Michael Shanks’ Figur Daniel benutzt hätte — noch einmal, als Verbindungsstück, das uns von unserer Serie, von unserem Universum, zur nächsten Generation davon führt”, sagte Anderson auf dem Panel. Damit ist zum ersten Mal von einem Beteiligten bestätigt, dass eine Figur aus dem SG-1-Ensemble fest eingeplant war.

Das rückt auch eine ältere Meldung zurecht. Im Juni hieß es, Anderson selbst werde nicht zurückkehren — daraus wurde vielfach geschlossen, die Serie halte zur alten Besetzung generell Abstand. Tatsächlich war der Anschluss über Shanks geplant, und Shanks selbst hatte die Absetzungsmeldung damals mit einem knappen „Yep. They did that” kommentiert. Was zunächst wie Bedauern eines Franchise-Veteranen aussah, liest sich rückblickend anders.

Andersons Erklärung für das Aus

Den Grund vermutet Anderson nicht beim Publikum, sondern hinter den Kulissen: „Bei den Verhandlungen oder der Entwicklung ist etwas schiefgelaufen, oder bei der Frage, wer sie leiten wird, wer sie kontrollieren wird.” Er schränkt ausdrücklich ein, dass er raten müsse — vieles davon spiele sich ohnehin außerhalb seines Blickfelds ab.

Wie es nun weitergeht, weiß er nach eigener Aussage nicht: „Im Gespräch mit Michael fühlt es sich an, als sei die Sache erledigt. Ich weiß es nicht sicher.” Widerspruch zur offiziellen Begründung kam schon im Juni von Joe Mallozzi, der als beratender Produzent an der Serie beteiligt war und auf X schrieb, man habe sehr wohl eine Serie mit breiter Wirkung entwickelt — einen Einstiegspunkt für neue Zuschauer, der den bestehenden Kanon respektiere.

Die Kampagne läuft weiter

Anderson verwies zugleich auf die Fanaktion, die seit dem Aus läuft: Die Petition „Save Stargate with Martin Gero!” steht inzwischen bei über 123.000 Unterschriften, und das Schlagwort taucht bis heute unter Beiträgen von Prime Video auf, die mit Stargate nichts zu tun haben. „Das ist so ein trauriger Befund”, sagte er über die Lage.

Ob das etwas bewirkt, ist offen. Der ursprüngliche Bericht zur Absetzung hielt fest, dass Amazon grundsätzlich weiter Interesse am Franchise habe — was das nach einer bereits bestellten und wieder gestrichenen Serie bedeuten soll, hat das Studio nicht gesagt. Das Kreativteam wäre jedenfalls beisammen gewesen: Gero, Mallozzi und Brad Wright haben sämtlich an Stargate Kommando SG-1, „Stargate Atlantis” und „Stargate Universe” gearbeitet, Dean Devlin war am Kinofilm von 1994 beteiligt.

Für das Franchise bedeutet das weiterhin Stillstand — seit dem Ende von „Stargate Universe” 2011 ist keine Serie mehr entstanden. Welche Filme und Serien es bislang gibt und in welcher Reihenfolge sie zusammengehören, steht in unserer Übersicht zum Stargate-Franchise.

Bei Google bevorzugen scifiscene.de bei Google bevorzugen Lege uns als bevorzugte Quelle fest – und sieh unsere Sci-Fi-News bei Google-Suchen ganz oben. Jetzt bevorzugen

Darum geht's