Strange New Worlds Staffel 4, Folge 9: Das Märchenreich ist diesmal echt
In Folge 9 kehrt Strange New Worlds in das Märchenreich aus Staffel 1 zurück — diesmal auf einen echten Planeten, mit Doppelgängern der Crew und Paul Wesleys Kirk. Termin, Besetzung und der Rückblick auf Folge 8.
Die neunte Folge der vierten Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” greift eine Episode auf, die seit vier Jahren als eine der eigenwilligsten der Serie gilt. Once La’an a Time führt zurück in das Märchenreich aus Staffel 1 — diesmal aber nicht als Einbildung an Bord der Enterprise, sondern auf einem echten Planeten. Der Teaser zeigt eine mittelalterliche Welt, in der die Crew ihren eigenen Doppelgängern begegnet, und Paul Wesley ist wieder als James T. Kirk dabei.
Der Titel ist ein Wortspiel auf once upon a time — es war einmal. Genau mit diesem Satz endete 2022 die Folge, auf die sich Folge 9 bezieht: Dr. M’Benga schließt dort das Märchenbuch und sagt, die Geschichte beginne wie alle guten Geschichten. Dass ausgerechnet La’an im Titel steht, ist der zweite Hinweis — in der Vorlage von damals war sie die Prinzessin.
Wann und wo läuft Folge 9?
Once La’an a Time erscheint am Donnerstag, 17. September 2026, bei Paramount+ — in Deutschland zeitgleich mit den USA und in der Regel um 9:00 Uhr MESZ. Einen deutschen Episodentitel gibt es bislang nicht.
Es ist die vorletzte Folge der Staffel. Danach bleibt nur noch das Staffelfinale Tomorrow’s Enterprise am 24. September. Geschrieben hat die Episode Onitra Johnson, Regie führt Sydney Freeland. Paramount+ hat am 14. September sechs Szenenfotos veröffentlicht, dazu einen kurzen Teaser.
Star Trek: Strange New Worlds – offizieller Sneak Peek zu Staffel 4 von Paramount+
Was im Elysian Kingdom 2022 geschah
Die Bezugsfolge ist The Elysian Kingdom, die achte Episode der ersten Staffel, erstmals am 23. Juni 2022 gelaufen. Die Enterprise steckt im Jonisischen Nebel fest, und als Dr. Joseph M’Benga auf die Brücke gerufen wird, findet er die halbe Crew in Renaissance-Kostümen vor. Alle sind zu Figuren aus einem Kinderbuch geworden, das er seiner Tochter Rukiya vorliest: The Kingdom of Elysian, geschrieben von Benny Russell.
Die Rollenverteilung war die halbe Pointe. M’Benga ist König Ridley, Pike sein feiger Kammerherr Sir Amand Rauth, Ortegas die Ritterin Sir Adya, Spock der Zauberer Pollux, Uhura die böse Königin Neve, Una die Jägerin Z’ymira — und La’an die geflüchtete Prinzessin Thalia, samt Schoßhund. Nur M’Benga und der Ingenieur Hemmer wissen, dass etwas nicht stimmt.
Hinter der Inszenierung steckt ein körperloses Bewusstsein aus dem Nebel, das Rukiya im Musterspeicher des Transporters gefunden hat — dort hielt ihr Vater sie am Leben, weil ihre Krankheit sonst weiterlaufen würde. Die Episode endet mit einer Entscheidung, die der Serie bis heute nachhängt: M’Benga lässt seine Tochter gehen. Rukiya verschmilzt mit dem Wesen, das sie nach ihrer Mutter Debra benennt, und kehrt für einen Augenblick als erwachsene Frau zurück, um sich zu verabschieden.
Ein Detail spricht dafür, dass Folge 9 diesen Faden bewusst aufnimmt und nicht nur zitiert: Onitra Johnson hat schon 2022 am Drehbuch zu The Elysian Kingdom mitgeschrieben, damals gemeinsam mit Akela Cooper. Jetzt steht sie allein im Autorenkredit der Fortsetzung.
Was der Teaser zeigt — und was nicht
Die offizielle Inhaltsangabe ist ein einziger Satz: Man kehre ins Elysian Kingdom zurück, diesmal auf einen echten Fantasy-Planeten. Etwas konkreter wird die Kurzbeschreibung in der Filmdatenbank IMDb — La’an gerate in eine echte Märchenwelt, in der das Märchen zu einer persönlichen Prüfung für Mut und Selbstbeherrschung werde. Beides zusammen ergibt die Konstellation, auf die der Titel zielt: Die Figur, die 2022 als Prinzessin verkleidet war, steht diesmal im Zentrum.
Der Teaser zeigt eine mittelalterliche Welt und mehrere Doppelgänger der Enterprise-Crew, dazu die Enterprise selbst unter dem Namen Iron Dragon. Das erinnert an den Spiegeluniversum-Stoff des Franchise, ist aber ausdrücklich keiner: Vom Terranischen Imperium ist nirgends die Rede. Paul Wesleys Kirk taucht in den Aufnahmen ebenfalls auf.
Ein Vorbehalt gehört dazu, und er ist diesmal größer als sonst: Die veröffentlichten Fotos zeigen vor allem Una, dazu Pike, Spock und Ortegas — ausgerechnet La’an und M’Benga, also die beiden Figuren mit der engsten Bindung an diese Geschichte, kommen darin nicht vor. Ob das Absicht ist oder Zufall der Bildauswahl, sagt niemand. Zur Stammbesetzung der Staffel gehören Anson Mount, Rebecca Romijn, Ethan Peck, Jess Bush, Christina Chong, Celia Rose Gooding, Melissa Navia, Babs Olusanmokun und Martin Quinn, als Gaststars geführt werden Carol Kane und Paul Wesley.
Rückblick: Was in Folge 8 geschah
Achtung, ab hier Spoiler zu Folge 8. Orders of Magnitude lief am 10. September und war die Badmiral-Folge, die wir in der Vorschau vermutet hatten — Drehbuchautor Alan B. McElroy hat inzwischen erzählt, dass der Arbeitstitel der Episode wörtlich Bad Admiral lautete. Joe Mortons Admiral Simon Reeger übernimmt das Kommando über die Enterprise, während Pike und ein Großteil der Stabsoffiziere auf einem Außeneinsatz sind, und jagt ein unsichtbares Schiff.
Kirk ist an Bord, weil er auf dem Weg zurück zur Farragut einen Zwischenstopp für eine Untersuchung bei M’Benga einlegt — und weil ihn noch etwas anderes an dieses Schiff zieht. Er stellt sich Reeger entgegen, wird für kommandountauglich erklärt und muss sich aus der Krankenstation heraus an die Phaserkopplung beamen lassen, um den Angriff zu verhindern. Reegers Motiv liegt Jahre zurück: Bei einem Massaker auf Vaarda hat er seine Frau und seine drei Töchter verloren.
Die Folge lässt offen, wer in dem unsichtbaren Schiff sitzt, legt es über Kurs und Antriebsspuren aber deutlich auf die Romulaner an — und Reegers Schlusssatz, das Blut und der Schrecken kommen auf Kirks Haupt, verweist auf die Folge der Originalserie, in der genau dieser Gegner Jahre später zurückkehrt. Daneben führt die Episode die Kirk-Brüder zusammen und rückt das Bild ihres Vaters George zurecht, und Uhura wird zum Lieutenant Junior Grade befördert.
Wie es mit der Serie weitergeht
Nach dem Finale am 24. September bleibt noch eine Staffel. Paramount+ hat eine fünfte und zugleich letzte bestellt, die nur sechs Folgen umfasst; abgedreht ist sie seit Dezember 2025, ein Starttermin steht nicht fest, erwartet wird sie 2027. Dass es diese Staffel überhaupt gibt, war länger unsicher, als es von außen aussah — Mitschöpfer Akiva Goldsman hat inzwischen erzählt, dass Paramount die Serie nach Staffel 4 beenden wollte.
Für die laufende Staffel heißt das: Folge 9 ist die letzte Gelegenheit, vor dem Finale noch einmal etwas Eigenes zu erzählen. Nach Urzeit-Abenteuer, Film noir in Schwarz-Weiß, Puppenspiel, Echtzeit-Katastrophe, Seifenoper und Badmiral-Thriller wäre ein Märchen die siebte Genre-Anleihe dieser zehn Folgen — nur diesmal mit einer Vorgeschichte, die der Serie wirklich etwas bedeutet. Wo alle Serien und Filme des Franchise zeitlich zueinander stehen, zeigt unsere Übersicht zur Star-Trek-Chronologie.
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