The Batman: Part II – Sebastian Stans Harvey-Dent-Zitat war ein Fehlzitat
Sebastian Stan hat seine Rolle in The Batman: Part II nicht bestätigt. Ein französisches Interview zitierte ihn falsch, die Zeitung hat korrigiert – Harvey Dent bleibt ein Gerücht ohne offizielle Bestätigung.
Am Dienstag ging eine Meldung um die Welt, die es so nie gegeben hat: Sebastian Stan habe erstmals bestätigt, dass er in „The Batman: Part II” Harvey Dent spielt. Forbes, ScreenRant, ComicBook.com und der AV Club zogen mit, in den sozialen Netzwerken lief die Nachricht den halben Tag. Sie stimmt nicht.
TheWrap hat den Fall am frühen Mittwochmorgen aufgeklärt: Die französische Sonntagszeitung Le Journal du Dimanche hatte Stan falsch zitiert. Nach Angaben von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen ist die Passage nie so gefallen; die Zeitung hat ihre Onlinefassung inzwischen korrigiert.
Was Stan tatsächlich gesagt hat
In der korrigierten Fassung geht es um „Avengers: Doomsday”, und Stan erklärt, er wisse selbst nicht viel: Ein vollständiges Drehbuch habe es nicht gegeben, gedreht worden seien einzelne Szenen, die Produzenten hätten den Darstellern das Skript bewusst vorenthalten. Danach folgt der Satz, um den es geht.
Stan sagt dort sinngemäß, er könne auch zu Matt Reeves' „The Batman: Part II” nichts sagen – und schwenkt anschließend zu Christopher Nolans „Die Odyssee”, auf die er sich als Zuschauer freue. Aus einem „Ich darf nichts sagen” wurde in der ersten Fassung ein „Ich spiele Harvey Dent”. Das ist der ganze Vorgang.
Warum sich das Gerücht so hartnäckig hält
Dass die Falschmeldung überhaupt so schnell durchlief, liegt daran, dass sie zum Bild passt. Stans Verpflichtung für das Sequel ist seit Mai 2026 durch Deadline und den Hollywood Reporter belegt – seine Rolle allerdings nie. Warner Bros. hat sie nie genannt, Reeves ebenso wenig. Dasselbe gilt für Scarlett Johansson, die im selben Zug besetzt wurde.
Dazu kommt, dass die Dent-Spur inhaltlich naheliegt. Colin Farrell erklärte im Juni gegenüber Screen Rant, sein Pinguin habe im zweiten Teil nur noch zwei Szenen, weil der Film eine andere tragische Figur ins Zentrum rücke. Wer die Comic-Vorlage kennt, kommt bei einem Bezirksstaatsanwalt heraus, der zu Two-Face wird. Belegt ist damit trotzdem nichts.
Ein Warnsignal für den Rest des Jahres
Der Fall zeigt, wie eine einzige Übersetzung eine Rollenbesetzung erfinden kann. Die französische Zeitung führte ein Interview, das anschließend maschinell weiterverarbeitet wurde; Onlineredaktionen übernahmen den Satz ohne Rückfrage beim Studio. Bis zur Korrektur vergingen rund 24 Stunden – lange genug, dass die Falschmeldung heute in Dutzenden Artikeln steht.
Für dich heißt das: Bis Warner Bros. oder Reeves selbst etwas sagen, bleibt Stans Rolle offen. Die Studios halten Besetzungen bei diesem Film erkennbar bewusst zurück – ein Muster, das Reeves schon beim ersten Teil durchgezogen hat, als der Riddler-Darsteller bis kurz vor Start unter Verschluss stand.
Der Stand beim Film
Gedreht wird seit dem Frühsommer. Neben Robert Pattinson stehen die Rückkehrer Andy Serkis als Alfred und Colin Farrell als Pinguin vor der Kamera, dazu die Neuzugänge Johansson, Stan, Charles Dance, Brian Tyree Henry und Sebastian Koch. Der US-Kinostart liegt nach der vierten Verschiebung auf dem 18. Februar 2028; einen deutschen Termin hat Warner bislang nicht genannt.
Reeves' Gotham läuft weiterhin als eigenständige Elseworlds-Schiene neben dem DC Universe von James Gunn und Peter Safran und teilt mit ihm weder Besetzung noch Kontinuität. Wie sich das Sequel in die übrige Reihe einordnet, liest du in unserer Übersicht zur Reihenfolge aller Batman-Filme.
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