Marvel / VisionQuest

J.A.R.V.I.S. stirbt in „VisionQuest“: Paul Bettany über den Abschied in Folge 2

Spoiler: Am Ende der zweiten Folge von VisionQuest opfert sich J.A.R.V.I.S., damit Vision überlebt. Paul Bettany, der die KI einst selbst sprach, nennt den Abschied zu früh – und sieht trotzdem einen Weg zurück.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 14.10.2026 ·4 Min. Lesezeit
scifiscene bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
J.A.R.V.I.S. stirbt in „VisionQuest“: Paul Bettany über den Abschied in Folge 2
Disney

Spoiler zu Folge 1 und 2 von „VisionQuest”: Die neue Marvel-Serie verliert schon zum Auftakt eine ihrer ältesten Figuren. Am Ende der zweiten Folge opfert sich J.A.R.V.I.S., damit Vision überlebt – jene künstliche Intelligenz, die das MCU seit „Iron Man” aus dem Jahr 2008 begleitet. Disney+ hat die ersten beiden Folgen in der Nacht auf Mittwoch gemeinsam veröffentlicht.

Für Paul Bettany ist der Abschied doppelt persönlich. Er hat J.A.R.V.I.S. einst selbst gesprochen, bevor er als Vision einen eigenen Körper bekam. Im Gespräch mit TheWrap sagt er über die Szene: „Er ist zu früh gegangen.” Ganz abschreiben will er die Figur trotzdem nicht.

Was in Folge 2 passiert

„VisionQuest” setzt rund viereinhalb Jahre nach „WandaVision” ein. Vision lebt zurückgezogen in Schottland und arbeitet als Aushilfe in einem Pub, den er früher mit Wanda besucht hat. Er versucht, die Erinnerungen zu ordnen, die ihm am Ende von „WandaVision” übertragen wurden. Mit der Ruhe ist es vorbei, als ein Kopfgeldjäger namens Paladin auf ihn angesetzt wird, gespielt von Todd Stashwick. Wer ihn beauftragt hat, lässt die Serie vorerst offen.

Paladin weiß, womit man einen Körper aus Vibranium verletzt: Er schießt mit Adamantium-Munition. Das Metall war in „Captain America: Brave New World” in die Welt des MCU gekommen, geborgen aus dem Leichnam des Celestial Tiamut. Der Treffer beschädigt Visions Körper schwer, und mit ihm geraten die künstlichen Intelligenzen ins Wanken, die in seinem Inneren leben: J.A.R.V.I.S., F.R.I.D.A.Y., E.D.I.T.H., die Roboterarme Dum-E und U – und Ultron, gespielt von James Spader.

Die Energie reicht nicht für alle. Ausgerechnet Ultron bringt die Idee eines „edlen Selbstopfers” ins Spiel, meint damit aber erkennbar nicht sich selbst. Es ist J.A.R.V.I.S., in menschlicher Gestalt erneut von James D’Arcy gespielt, der seinen eigenen Code löscht und seine Rechenleistung an die anderen abgibt. Seine letzten Worte an Vision: Familie sei für immer, und für sie lohne sich der Kampf – ein Hinweis auf Visions Verhältnis zu Tommy Maximoff. Vision verabschiedet ihn als „Bruder”, und selbst Ultron räumt ein, J.A.R.V.I.S. sei „ein guter Kerl” gewesen.

Paul Bettany: „Es gibt immer einen Weg zurück”

Die Besetzung der Szene hat für Bettany eine eigene Vorgeschichte. James D’Arcy spielte den menschlichen Edwin Jarvis bereits in „Marvel's Agent Carter” und in „Avengers: Endgame”, gemeinsam vor der Kamera standen die beiden aber zuletzt vor über zwanzig Jahren. „Ich hatte James D’Arcy seit ‚Master and Commander‘ nicht mehr gesehen, das ist Jahre und Jahre her”, sagte Bettany gegenüber TheWrap. „Es war so schön, wieder mit ihm zu arbeiten – und dann war er zu früh weg.”

Endgültig ist der Abschied nach seiner Lesart nicht. „Die gute Nachricht ist: J.A.R.V.I.S.’ DNA ist ein Teil von Vision”, sagt Bettany. „Es gibt also immer einen Weg zurück.” Das passt zur Herkunft der Figur: Vision ist aus J.A.R.V.I.S. hervorgegangen, als Tony Stark und Bruce Banner dessen Programm in „Avengers: Age of Ultron” in den künstlichen Körper luden. Eine Rückkehr in späteren Folgen ist damit nicht angekündigt, aber im Rahmen dessen, was die Serie selbst angelegt hat.

Was der Verlust für die Serie bedeutet

Die erste Folge hatte die Aufgaben der KIs in Visions Kopf ausdrücklich verteilt. J.A.R.V.I.S. war für Sicherheit, Haushalt und Verschlüsselung zuständig – also gerade für die Abwehr digitaler Angriffe. Fällt diese Schutzschicht weg, ist Vision in den verbleibenden sechs Folgen verwundbarer, während Paladin und dessen unbekannter Auftraggeber weiter hinter ihm her sind.

Wie die Kritik den Auftakt aufgenommen hat, steht in unserer Übersicht zu den ersten US-Kritiken. „VisionQuest” läuft bei Disney+, das Finale erscheint nach dem aktuellen Fahrplan am 11. November.

Darum geht's

scifiscene bei Google folgen

Lege scifiscene als bevorzugte Quelle fest. Unsere Artikel erscheinen dann häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und in den Top-Meldungen.

Als bevorzugte Quelle