James Spader
Ultron in „VisionQuest"
- Geboren
- 07.02.1960 · 66 Jahre
- Geburtsort
- Boston, Massachusetts, USA
- Nationalität
- Amerikanisch
- Bekannt aus
- VisionQuest, Avengers: Age of Ultron, Stargate
- Aktiv seit
- 1994
Biografie
James Spader ist seit Oktober 2026 wieder Ultron. In „VisionQuest” spielt und spricht er die künstliche Intelligenz, die Marvel-Fans aus „Avengers: Age of Ultron” kennen, zum ersten Mal seit 2015 wieder – diesmal nicht als Roboter, sondern als bärtige menschliche Gestalt in Visions Gedankenwelt. Für Spader ist es die erste Serienrolle seit dem Ende von The Blacklist, in der er zehn Staffeln lang den Gangster Raymond Reddington gab.
Dass ein Schauspieler mit drei Emmys und einem Darstellerpreis aus Cannes ausgerechnet in einer Marvel-Serie zurückkehrt, passt zu seiner Laufbahn. Spader hat sich nie auf ein Fach festlegen lassen: Er war der arrogante Schnösel der Achtzigerjahre, der Sprachforscher im ersten „Stargate”, der Anwalt Alan Shore und der Konzernchef in The Office. Gemeinsam ist den Rollen ein Typ, den er wie kaum ein anderer beherrscht – klug, redegewandt und moralisch schwer zu fassen.
Auf einen Blick
Wen spielt James Spader in VisionQuest? Ultron, die KI aus „Avengers: Age of Ultron”, die in Visions Programmierung überlebt hat. Er spielt und spricht die Figur in allen acht Folgen.
Wofür ist er bekannt? Für Raymond Reddington in The Blacklist (2013 bis 2023), Alan Shore in The Practice und Boston Legal sowie Dr. Daniel Jackson in „Stargate”.
Welche Preise hat er gewonnen? Drei Emmys als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie (2004, 2005, 2007) und 1989 den Darstellerpreis in Cannes für „Sex, Lügen und Video”.
Wie alt ist James Spader? 66 Jahre, er wurde am 7. Februar 1960 geboren.
Ultron, zweimal: von der Stimme zur Gestalt
2015 war Ultron für Spader zunächst eine Sprach- und Motion-Capture-Rolle. In „Avengers: Age of Ultron” erschaffen Tony Stark und Bruce Banner die KI, die sich gegen die Menschheit wendet und am Ende von Vision ausgeschaltet wird. Spaders Ultron war von Anfang an anders als die kalten Maschinen früherer Filme: sarkastisch, gekränkt und auf eine unheimliche Weise menschlich. „Es fing eigentlich mit einer Sprachaufnahme an”, erinnerte sich Spader in einem Trailer zur neuen Serie, „zehn Jahre später bin ich wieder hier.”
In „VisionQuest” steht er nun erstmals selbst als Ultron vor der Kamera, mit langem Haar, Bart und Trenchcoat. Showrunner Terry Matalas hat dafür das Ende von „Avengers: Age of Ultron” neu gedeutet: Vision hat Ultron damals nicht ausgelöscht, sondern eine Sicherung in sich bewahrt. Die Figur habe sich verändert, sagte Spader gegenüber Deadline: Ultron sei „fasziniert von der Menschheit, nicht von KI”. Die US-Kritiken zur Serie fielen gemischt aus, bei Paul Bettany und Spader waren sie sich aber weitgehend einig: TheWrap nannte Spaders Ultron „fast zu gut”. Wie Ultron in Folge 4 die Kontrolle über Visions Körper an sich reißt und was hinter der Figur steckt, fasst unsere Seite zu Ultron zusammen.
Von Pretty in Pink nach Abydos
Bekannt wurde Spader Mitte der Achtzigerjahre mit Nebenrollen als reicher, überheblicher Jugendlicher, etwa als Steff in „Pretty in Pink” (1986) und als Dealer Rip in „Unter Null” (1987). Den Durchbruch als ernsthafter Darsteller brachte 1989 Steven Soderberghs „Sex, Lügen und Video”: Für die Rolle des verschlossenen Graham Dalton erhielt er in Cannes den Preis als bester Darsteller.
Für Genre-Fans ist ein anderer Film wichtiger. In Roland Emmerichs „Stargate” spielte Spader den Ägyptologen Dr. Daniel Jackson, der die Symbole des Sternentors entschlüsselt und mit Kurt Russells Colonel O’Neil auf den Wüstenplaneten Abydos reist. Der Film spielte weltweit rund 197 Millionen Dollar ein und begründete eines der langlebigsten Science-Fiction-Franchises im Fernsehen. Als die Geschichte 1997 als Serie Stargate – Kommando SG-1 weitererzählt wurde, übernahm Michael Shanks die Rolle des Daniel Jackson; Spader kehrte nicht zurück. Alle Filme und Serien der Reihe stehen in unserem Stargate-Überblick. Es folgten eigenwillige Rollen in David Cronenbergs „Crash” (1996) und „Secretary” (2002).
Alan Shore und Raymond Reddington: der Serienstar
Im Fernsehen fand Spader ab 2003 die Rollen, die ihn einem großen Publikum bekannt machten. Als Anwalt Alan Shore stieß er zur letzten Staffel von The Practice und gewann dafür 2004 den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie. Die Figur bekam mit Boston Legal eine eigene Serie, die bis 2008 lief und ihm zwei weitere Emmys einbrachte, 2005 und 2007. Danach übernahm er in der achten Staffel von The Office den Firmenchef Robert California.
2013 begann die Rolle, die ihn ein Jahrzehnt lang band: Raymond „Red” Reddington in The Blacklist, ein gesuchter Verbrecher, der sich dem FBI stellt und dafür Jagd auf andere Kriminelle macht. Die NBC-Serie lief vom 23. September 2013 bis zum 13. Juli 2023, zehn Staffeln und 218 Folgen lang. Spader trug sie fast allein, mit Monologen, Hut und einer Ruhe, die in jeder Szene etwas Bedrohliches behielt.
Wie es weitergeht
„VisionQuest” läuft seit dem 14. Oktober 2026 bei Disney+ und umfasst acht Folgen, Folge 7 und das Finale erscheinen im November. Die Serie ist die letzte Marvel-Veröffentlichung vor „Avengers: Doomsday”, der am 16. Dezember 2026 in die deutschen Kinos kommt. Ob Ultron danach im MCU eine Rolle spielt, hat Marvel nicht verraten, und Matalas hat die Serie ausdrücklich nicht als Abschluss einer Trilogie verstanden wissen wollen.
Ein weiteres Projekt hat Spader bislang nicht angekündigt. Zwischen dem Ende von The Blacklist und dem Dreh von „VisionQuest” in der ersten Hälfte 2025 stand er für keine neue Serie vor der Kamera.
James Spader. Er hat Ultron bereits 2015 in „Avengers: Age of Ultron” gesprochen und per Motion Capture gespielt und steht in VisionQuest erstmals auch selbst in menschlicher Gestalt vor der Kamera.
Im Kinofilm „Stargate” von 1994 spielte er den Ägyptologen Dr. Daniel Jackson. In der Serie Stargate – Kommando SG-1 übernahm Michael Shanks die Rolle.
Zehn. Die Serie mit James Spader als Raymond Reddington lief von 2013 bis 2023 und umfasst 218 Folgen.
Drei, alle für die Rolle des Anwalts Alan Shore: 2004 für The Practice sowie 2005 und 2007 für Boston Legal.
James Spader wurde am 7. Februar 1960 geboren und ist damit 66 Jahre alt.







