Dark Universe: Universals gescheitertes Monster-Filmuniversum

Dark Universe: Universals gescheitertes Monster-Filmuniversum Universal Pictures
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„Dark Universe” sollte Universals Monster wie im MCU zu einem Filmuniversum verbinden. Was aus der Reihe wurde – und welche Filme stattdessen kamen.

Das Dark Universe sollte ein von Universal Studios geschaffenes Filmuniversum mit Göttern und Monstern sein und Neuverfilmungen klassischer Monsterfilme bündeln. Basierend auf Klassikern wie „Die Mumie” oder „Frankensteins Braut” aus den 1930ern gaben die Universal Studios im Mai 2017 bekannt, unter Leitung von Alex Kurtzman und Chris Morgan dieses Universum aufbauen zu wollen. Heute gilt es als eines der prägnantesten Beispiele für ein gescheitertes Shared-Universe.

Auf einen Blick

Was ist das Dark Universe? Universals gescheiterter Versuch, seine klassischen Monster (Dracula, Frankenstein, Mumie & Co.) wie im MCU zu einem zusammenhängenden Filmuniversum zu verbinden.

Auftakt: „Die Mumie~2017” mit Tom Cruise (2017).

Status: Nach dem Kinoflop der „Mumie” eingestellt – Universal setzt seither auf einzelne, voneinander unabhängige Monsterfilme.

Der Name lebt weiter: als Themenwelt „Dark Universe” im Freizeitpark Universal Epic Universe (eröffnet Mai 2025).

Die Idee hinter dem Dark Universe

Die Mumie” aus dem Jahr 2017 bildete den Auftakt des neuen Filmuniversums, dessen Name inoffiziell zunächst noch „Monsterverse” lautete. Am 22. Mai 2017 veröffentlichte Universal Pictures einen Trailer mit dem Namen „Dark Universe – Monsters Legacy” und gab damit einen Überblick, welche klassischen Kreaturen für die kommenden Filme geplant waren.

Neben der Mumie sollten Dracula, Frankenstein, der Unsichtbare (The Invisible Man), Frankensteins Braut, der Wolfsmensch (The Wolf Man), das Phantom der Oper, das Wesen aus der schwarzen Lagune (Creature from the Black Lagoon) und Van Helsing im Universum auftauchen.

Geplant war, ab 2017 jedes Jahr einen Monsterfilm in die Kinos zu bringen – alle sollten wie im Marvel Cinematic Universe miteinander verbunden sein und auf gemeinsame Figuren wie Russell Crowes Dr. Henry Jekyll zurückgreifen.

Warum das Dark Universe scheiterte

Der Erfolg von „Die Mumie” mit Tom Cruise blieb jedoch weit hinter den Erwartungen zurück und wurde trotz Starbesetzung zum Verlustgeschäft. Kurz darauf verließen Alex Kurtzman und Chris Morgan das Projekt, der geplante nächste Film „Frankensteins Braut” wurde auf Eis gelegt. Universal Pictures gab schließlich bekannt, das Konzept zwingend verbundener Filme nicht weiter vorschreiben zu wollen – das faktische Ende des Dark Universe.

Universals Monster heute: einzelne Filme statt Universum

Den Kurswechsel leitete ausgerechnet der erste „richtige” Nachfolger ein: Regisseur Leigh Whannell inszenierte „Der Unsichtbare” als eigenständigen, günstig produzierten Horrorthriller mit Elisabeth Moss. Der Film wurde im Februar 2020 zum überraschenden Kritiker- und Kassenerfolg – und zur Blaupause für Universals neue Strategie: keine verknüpften Blockbuster mehr, sondern einzelne, regie-getriebene Monsterfilme unter dem Label „Universal Monsters”.

Es folgten mehrere lose Dracula-Variationen: „Renfield” (2023) mit Nicholas Hoult und Nicolas Cage als Dracula, „The Last Voyage of the Demeter” (2023) nach einem Kapitel aus Bram Stokers Roman sowie der Vampirfilm „Abigail” (2024) vom „Scream”-Regie-Duo Radio Silence. Kommerziell blieben alle drei hinter den Erwartungen, wobei „Abigail” am besten abschnitt.

2025 kehrte Leigh Whannell mit „Wolf Man” (Kinostart Januar 2025, mit Christopher Abbott und Julia Garner) zu den Monstern zurück – diesmal aber ohne durchschlagenden Erfolg. Die lange geplante „Braut des Frankenstein” kam bei Universal nie zustande; stattdessen brachte Warner Bros. 2026 mit Maggie Gyllenhaals „The Bride!” (mit Christian Bale und Jessie Buckley) eine eigene, vom Dark Universe unabhängige Frankenstein-Braut-Verfilmung ins Kino.

Den Namen „Dark Universe” verwendet Universal heute an anderer Stelle: Am 22. Mai 2025 eröffnete im Orlando-Freizeitpark Universal Epic Universe eine gleichnamige Themenwelt, in der Dracula, Frankenstein, der Wolfsmensch und die Mumie erstmals ein dauerhaftes Zuhause im Park bekommen. Als Filmuniversum bleibt das Dark Universe Geschichte – als Marke lebt es weiter.

Das Dark Universe war Universals Plan, seine klassischen Monster – Dracula, Frankenstein, die Mumie und andere – wie im Marvel Cinematic Universe zu einem gemeinsamen Filmuniversum zu verbinden. Auftakt war „Die Mumie” (2017).

Der Auftaktfilm „Die Mumie” (2017) mit Tom Cruise floppte an den Kinokassen. Daraufhin verließen die verantwortlichen Produzenten das Projekt, Folgefilme wurden gestoppt und Universal gab das Konzept verbundener Filme auf.

Offiziell startete nur „Die Mumie” (2017) als Teil des Dark Universe. Spätere Universal-Monsterfilme wie „Der Unsichtbare” (2020), „Renfield” (2023) oder „Wolf Man” (2025) sind eigenständige Filme und nicht mehr Teil eines gemeinsamen Universums.

Als Filmreihe nicht mehr. Universal produziert seit 2020 nur noch einzelne, voneinander unabhängige Monsterfilme. Den Namen „Dark Universe” trägt heute eine Themenwelt im Freizeitpark Universal Epic Universe (eröffnet Mai 2025).

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