Livewire: Leslie Willis, die Elektro-Schurkin von DC

Livewire: Leslie Willis, die Elektro-Schurkin von DC Warner Bros.
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Radiomoderatorin, Vloggerin oder Kleinkriminelle? Livewire hat drei Ursprünge – und in Supergirl die größte Rolle ihrer Laufbahn. Alles zu Leslie Willis, ihren Kräften und ihren Auftritten.

Livewire ist eine der bekanntesten Gegenspielerinnen von Superman – und zugleich eine Figur, deren Herkunft ständig durcheinandergebracht wird. Das liegt daran, dass es sie in drei Fassungen gibt, die sich in einem entscheidenden Punkt unterscheiden: daran, wie Leslie Willis zu ihren Kräften kam.

Gemeinsam ist allen Versionen der Kern: Leslie Willis ist eine Medienfrau aus Metropolis, die sich am Ruhm von Superman abarbeitet – bis ein Stromunfall sie selbst in ein Wesen aus Elektrizität verwandelt. Erfunden wurde sie nicht für die Comics, sondern fürs Fernsehen.

Auf einen Blick

Bürgerlicher Name: Leslie Willis.

Erster Auftritt: erfunden für die Zeichentrickserie „Superman: The Animated Series”; der erste Auftritt in gedruckter Form war Superman Adventures #5 im März 1997.

Erster Auftritt in der Comic-Hauptkontinuität: Action Comics #835 im März 2006, geschrieben von Gail Simone.

Kräfte: Sie erzeugt, absorbiert und lenkt Elektrizität, reist durch Stromleitungen und kann sich in reine Energie verwandeln.

Schwäche: Wasser – und, weniger bekannt, Siliziumstaub.

Im Realfilm gespielt von: Brit Morgan in Supergirl und Anna Mae Routledge in Smallville.

Wer ist Livewire?

Erfunden haben Livewire die Autoren Evan Dorkin und Sarah Dyer zusammen mit Bruce Timm – für die Zeichentrickserie, nicht fürs Heft. Das erklärt, warum sie in den Comics vergleichsweise spät auftaucht: Sie wanderte den umgekehrten Weg, vom Bildschirm ins Heft. Figuren mit dieser Herkunft sind selten; Harley Quinn ist das berühmteste Beispiel, Livewire das zweitbekannteste im Superman-Umfeld.

In allen Fassungen ist sie keine klassische Weltherrscherin, sondern eine Provokateurin mit Publikum. Ihr Konflikt mit Superman beginnt nicht mit einem Verbrechen, sondern mit Spott – sie macht sich in ihrer Sendung über ihn lustig, lange bevor sie ihm gefährlich werden kann.

Drei Ursprünge – und warum sie sich widersprechen

Die Zeichentrickfassung (ab 1997): Leslie Willis ist eine zynische Radiomoderatorin in Metropolis. Zum dritten Jahrestag ihrer Sendung gibt sie trotz aufziehenden Gewitters ein Freiluftkonzert im Centennial Park. Ein Blitz trifft sie – über den Körper von Superman geleitet, der sie retten will. Genau diese Version prägt bis heute das Bild der Figur.

Die Comic-Hauptkontinuität (ab 2006): In Action Comics #835 wird sie in die reguläre DC-Welt eingeführt. Hier verliert sie ihren Job, weil ihr Sender auf Countrymusik umstellt. Aus Wut steigt sie aufs Senderdach, wird vom Blitz getroffen – und nimmt ihre Rache an Superman.

Die New-52-Fassung (ab 2014): Nach dem Neustart des DC-Universums ist Leslie Willis keine Radiofrau mehr, sondern eine Vloggerin, bekannt für Streiche und Schminktutorials. Bei einem Stunt, mit dem sie den gesamten Strom der Stadt umleiten will, setzt sie sich selbst unter Spannung. Diese Version schließt sich später der Secret Society of Super-Villains an.

Die Vloggerin-Variante ist also die jüngste von drei Lesarten, nicht die einzige – und wer nach „Livewire Ursprung” sucht, bekommt je nach Quelle eine andere Antwort, ohne dass eine davon falsch wäre.

Kräfte und Schwächen

Livewire ist im Kern ein Wesen aus Elektrizität. Ihre Reichweite hängt unmittelbar davon ab, wie viel Energie sie gerade gespeichert hat – vollgeladen kann sie selbst Superman ins Wanken bringen, entladen ist sie ein normaler Mensch.

  • Energie-Manipulation: Sie kontrolliert, absorbiert und speichert elektrische Energie aus fremden Quellen.
  • Elektrische Angriffe: Blitzstöße verschiedener Stärke, in der Spitze stark genug, um Superman zu schwächen.
  • Fortbewegung: Sie reist durch Stromleitungen und kann sich in reine Energie auflösen – das macht sie schwer zu fassen.
  • Technik-Kontrolle: Elektronische Geräte lassen sich von ihr direkt ansteuern.
  • Wasser: Ihre klassische Schwäche. Ist sie nicht vollgeladen, bringt schon wenig Wasser ihre gespeicherte Energie durcheinander; vollständig durchnässt verliert sie ihre Kräfte.
  • Siliziumstaub: Der elektrische Widerstand des Materials setzt sie ebenfalls außer Gefecht – ein Detail, das gern übersehen wird.
  • Entladung: Ohne Energiequelle fällt sie in ihre feste Form zurück.

Livewire in Serien und Filmen

Supergirl: die größte Rolle im Realfilm

Die ausführlichste Live-Action-Fassung spielt Brit Morgan in „Supergirl”. Eingeführt wird sie in der vierten Folge der ersten Staffel: Leslie Willis ist Moderatorin bei CatCo und wird von ihrer Chefin Cat Grant zum Außendienst in den Hubschrauber geschickt. Als Supergirl die Maschine im Sturm rettet, springt ein Blitz von ihr auf Leslie über.

Anders als in den meisten Adaptionen bleibt es nicht bei einem Auftritt. Livewire kehrt mehrfach zurück, schließt in der zweiten Staffel sogar einen Waffenstillstand mit Supergirl – und stirbt in der dritten Staffel, als sie Supergirl das Leben rettet. Das ist die weitestgehende Entwicklung, die die Figur in irgendeinem Medium bekommen hat.

Smallville: der kurze Auftritt

Schon 2009 tauchte Livewire in „Smallville” auf, dargestellt von Anna Mae Routledge – ungenannt im Abspann. Diese Leslie Willis ist eine Kleinkriminelle, die im Gefängnis landet und von Tess Mercer für ein Schurkenteam rekrutiert wird. Sie stirbt am Ende derselben Folge durch einen Sprengsatz, der ihr implantiert wurde.

Von der Medienfigur ist hier nichts übrig: Weder der Radio- noch der Vlogger-Hintergrund kommen vor, nur der Name und die elektrischen Fähigkeiten. Wer die Figur über Smallville kennengelernt hat, kennt sie deshalb praktisch gar nicht.

In den Animationsserien – bis heute

Im Zeichentrick ist Livewire durchgehend präsent geblieben. Lori Petty sprach sie zuerst in „Superman: The Animated Series” und in „The New Batman Adventures”, Maria Canals-Barrera in „Justice League”. Später folgten Auftritte in „Young Justice”, „DC Super Hero Girls” und „Harley Quinn”, wo sie zur Legion of Doom gehört.

Die aktuellste Fassung läuft in „My Adventures with Superman”, gesprochen von Zehra Fazal. Dort ist Leslie Willis zunächst eine Diebin, deren Kräfte aus einem Geschirr mit einem außerirdischen Kristall stammen – erst später entwickelt sie die Fähigkeit selbst. Die dritte Staffel der Serie ist seit dem 14. Juni 2026 zu sehen.

Titel Medium Jahr Livewire gespielt oder gesprochen von
Superman: The Animated Series Zeichentrick 1997–2000 Lori Petty
The New Batman Adventures Zeichentrick 1998 Lori Petty
Justice League Zeichentrick 2003 Maria Canals-Barrera
Smallville Realserie 2009 Anna Mae Routledge
Supergirl Realserie 2015–2018 Brit Morgan
Young Justice Zeichentrick 2019 Britt Baron
Harley Quinn Zeichentrick seit 2019 Aline Elasmar
My Adventures with Superman Zeichentrick seit 2023 Zehra Fazal

Livewire ist Leslie Willis, eine Medienfrau aus Metropolis, die durch einen Stromunfall zur Elektro-Schurkin und Gegenspielerin von Superman wird.

Die Figur wurde für „Superman: The Animated Series“ erfunden. Gedruckt erschien sie erstmals im März 1997 in Superman Adventures #5, in der Comic-Hauptkontinuität erst 2006 in Action Comics #835.

Sie erzeugt und absorbiert Elektrizität, verschießt Blitzstöße, reist durch Stromleitungen und kann sich in reine Energie verwandeln. Vollgeladen ist sie stark genug, um Superman zu schwächen.

Wasser. Ist sie nicht vollständig aufgeladen, bringt schon wenig davon ihre Energie durcheinander. Auch Siliziumstaub setzt sie außer Gefecht.

Brit Morgan. Sie tritt ab der vierten Folge der ersten Staffel auf und stirbt in der dritten Staffel, als sie Supergirl rettet.

Überwiegend eine Schurkin. In einzelnen Handlungsbögen – etwa in den Comics als Mitglied der Supermen of America und in Supergirl – wechselt sie zeitweise die Seite.

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