Miss Moneypenny: Alle Darstellerinnen der James-Bond-Figur

Miss Moneypenny: Alle Darstellerinnen der James-Bond-Figur MGM / Universal Pictures
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Naomie Harris spielte sie bis 2021, der Reboot unter Denis Villeneuve hat die Rolle nicht besetzt. Alle Darstellerinnen der Bond-Figur von Lois Maxwell bis heute.

Miss Moneypenny, die Sekretärin von MI6-Chef M aus den James-Bond-Filmen, hat seit 2021 keinen neuen Auftritt mehr gehabt. Mit „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben” endete nicht nur die Ära von Daniel Craig, sondern auch die von Naomie Harris als Eve Moneypenny. Wer die Rolle im Reboot unter Regisseur Denis Villeneuve übernimmt, ist offen – nicht einmal der neue Bond ist offiziell besetzt.

Gleichzeitig ist die Figur präsenter denn je: Im Videospiel „007 First Light” vom Mai 2026 ist Moneypenny keine Vorzimmerkraft mehr, sondern Bonds Einsatzleiterin. Diese Seite zeigt, wer die Rolle wann gespielt hat, wie sich die Figur von 1962 bis heute verändert hat und was zum nächsten Auftritt bekannt ist.

Auf einen Blick

Wer ist Miss Moneypenny? Die Sekretärin von M, dem Leiter des britischen Geheimdienstes MI6, und damit die Figur, an der James Bond auf dem Weg ins Chefbüro vorbeimuss.

Wie heißt sie mit Vornamen? In den Filmen seit „James Bond 007 - Skyfall” (2012) heißt sie Eve. In der Romanreihe „The Moneypenny Diaries” von Samantha Weinberg trägt sie den Vornamen Jane.

Wer hat sie gespielt? Vier Schauspielerinnen in den offiziellen Filmen: Lois Maxwell, Caroline Bliss, Samantha Bond und Naomie Harris.

Erster Auftritt: 1962 in „James Bond 007 jagt Dr. No”, gespielt von Lois Maxwell.

Letzter Filmauftritt: 2021 in „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben” mit Naomie Harris.

Nächster Auftritt? Unbestätigt. Für den Neustart der Reihe ist keine Moneypenny besetzt.

Miss Moneypenny nach Daniel Craig

Seit Amazon MGM Studios im Frühjahr 2025 die kreative Kontrolle über die Reihe übernommen hat, wird Bond von Grund auf neu aufgestellt. Denis Villeneuve führt Regie, Steven Knight schreibt das Drehbuch, produziert wird von Amy Pascal und David Heyman. Der Film steckt in der Vorbereitung; der Produktionsstart ist für 2027 angesetzt, der US-Kinostart für November 2028.

Besetzt ist die Hauptrolle offiziell nicht. Gary Oldman erklärte Anfang September 2026 gegenüber Variety, die Entscheidung sei längst gefallen und nur noch nicht verkündet worden – was wir hier eingeordnet haben. Solange der Hauptdarsteller nicht feststeht, ist auch über Moneypenny nichts zu erwarten. Naomie Harris selbst hat sich zwar öffentlich zum Neustart geäußert und davor gewarnt, die Reihe zu stark zu modernisieren, eine Rückkehr in die Rolle ist damit aber nicht verbunden.

Parallel kursiert seit Anfang September 2026 die Meldung, Amazon MGM entwickle mit The Moneypenny Diaries eine eigene Serie um die Figur, für die Florence Pugh im Gespräch sein soll. Bestätigt ist davon nichts – weder die Serie noch die Besetzung. Die Romanvorlage von Samantha Weinberg spielt in den 1950er- und 1960er-Jahren, eine Verfilmung wäre also eher Vorgeschichte als Fortsetzung.

Alle Darstellerinnen der Miss Moneypenny

In den offiziellen Filmen der Produktionsfirma Eon haben vier Schauspielerinnen die Rolle übernommen. Jede steht für eine eigene Bond-Ära – und für ein anderes Verständnis der Figur.

Darstellerin Zeitraum Filme Debütfilm
Lois Maxwell 1962–1985 14 James Bond 007 jagt Dr. No
Caroline Bliss 1987–1989 2 James Bond 007 - Der Hauch des Todes
Samantha Bond 1995–2002 4 James Bond 007 - GoldenEye
Naomie Harris 2012–2021 3 James Bond 007 - Skyfall
  • Lois Maxwell (1962–1985)
    Die erste und mit Abstand am längsten dienende Moneypenny. Ihr Debüt hatte sie in „James Bond 007 jagt Dr. No”, ihren Abschied in „James Bond 007 - Im Angesicht des Todes”. Maxwell ist die einzige Darstellerin, die mit drei Bond-Darstellern vor der Kamera stand: Sean Connery, George Lazenby und Roger Moore. Sie prägte die Figur mit Charme und einer humorvollen, aber durchweg professionellen Dynamik zu Bond.

  • Caroline Bliss (1987–1989)
    Mit Timothy Daltons Amtszeit wurde die Rolle neu besetzt. Caroline Bliss spielte sie in „James Bond 007 - Der Hauch des Todes” und „James Bond 007 - Lizenz zum Töten” – ernster, jünger und deutlich weniger verspielt als zuvor.

  • Samantha Bond (1995–2002)
    An der Seite von Pierce Brosnan brachte Samantha Bond eine modernere, selbstbewusstere Note in die Figur, ohne auf den Flirt zu verzichten. Ihre Auftritte reichen von „James Bond 007 - GoldenEye” bis „James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag”.

  • Naomie Harris (2012–2021)
    Nach zwei Filmen ganz ohne die Figur – „James Bond 007 - Casino Royale” und „James Bond 007 - Ein Quantum Trost” kamen ohne Moneypenny aus – kehrte sie in „James Bond 007 - Skyfall” zurück, und zwar als Feldagentin. Erst am Ende des Films nimmt Eve Moneypenny den Schreibtischjob an. Harris spielte die Rolle außerdem in „James Bond 007 - Spectre” und „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben”.

Miss Moneypenny (Naomie Harris), M (Ralph Fiennes) und Bill Tanner (Rory Kinnear) MGM / Universal Pictures
Miss Moneypenny (Naomie Harris), M (Ralph Fiennes) und Bill Tanner (Rory Kinnear)

Vom Vorzimmer zur Feldagentin

Miss Moneypenny stammt aus Ian Flemings Romanen und war dort wie im Film jahrzehntelang vor allem eines: die Frau im Vorzimmer. Ihr Markenzeichen ist die verborgene Schwäche für den Doppel-Null-Agenten. Dass die beiden flirten, sobald Bond zu einem neuen Auftrag aufbricht, ist einer der ältesten Running Gags der Reihe – und bleibt konsequent platonisch.

Einen Vornamen bekam sie lange nicht. Erst die offiziell autorisierte Romanreihe The Moneypenny Diaries von Samantha Weinberg, veröffentlicht unter dem Pseudonym Kate Westbrook, gab ihr den Namen Jane Moneypenny und eine eigene Biografie. In den Filmen dauerte es bis 2012: In „James Bond 007 - Skyfall” heißt sie Eve Moneypenny.

Dieser Film ist auch der eigentliche Bruch mit der alten Rolle. Moneypenny wird als aktive Agentin eingeführt, sie sitzt im Einsatz hinter dem Steuer und hinter dem Gewehr – und trifft dabei versehentlich Bond. Dass sie sich danach für den Schreibtisch entscheidet, ist keine Degradierung, sondern eine Entscheidung. Seitdem ist sie in der Handlung eine Verbündete auf Augenhöhe, vergleichbar mit dem Quartiermeister Q.

Miss Moneypenny in 007 First Light

Am 27. Mai 2026 erschien mit 007 First Light von IO Interactive das erste große eigenständige Bond-Spiel seit vierzehn Jahren – und es geht mit der Figur weiter als jeder Film. Moneypenny ist dort keine Sekretärin, sondern Spezialistin für Cybersicherheit und Terrorabwehr und arbeitet als Bonds Einsatzleiterin: Sie führt ihn per Funk durch die Missionen, liefert Aufklärung und betreibt ein eigenes Datenzentrum.

Das Spiel erzählt einen jungen Bond vor seiner Doppel-Null-Zeit und steht damit außerhalb der Filmkontinuität. Für die Figur ist es trotzdem der bislang deutlichste Schritt weg vom Vorzimmer – und ein Hinweis darauf, welche Rolle ihr die Rechteinhaber inzwischen zutrauen.

Inoffizielle Auftritte

Zwei der drei Filme außerhalb der offiziellen Eon-Reihe haben ebenfalls eine Moneypenny:

Wie sich die offiziellen Filme zeitlich einordnen und welche Titel überhaupt dazugehören, steht in unserer Übersicht zu den James-Bond-Filmen in der richtigen Reihenfolge.

Zuletzt Naomie Harris, von 2012 bis 2021 in „James Bond 007 - Skyfall“, „James Bond 007 - Spectre“ und „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben“. Vor ihr spielten Lois Maxwell, Caroline Bliss und Samantha Bond die Rolle. Für den Neustart der Reihe ist die Figur nicht besetzt.

In den Filmen heißt sie seit „James Bond 007 - Skyfall“ (2012) Eve Moneypenny. In der autorisierten Romanreihe „The Moneypenny Diaries“ von Samantha Weinberg trägt sie dagegen den Vornamen Jane.

In 23 der 25 offiziellen Filme. Nur „James Bond 007 - Casino Royale“ (2006) und „James Bond 007 - Ein Quantum Trost“ (2008) kommen ohne die Figur aus. Allein Lois Maxwell war in 14 Filmen dabei.

Nein. Der Flirt zwischen beiden zieht sich durch die gesamte Reihe, bleibt aber immer platonisch. In „James Bond 007 - Skyfall“ deutet eine Szene mehr an, ohne dass daraus etwas wird.

Das ist offen. Der von Denis Villeneuve inszenierte Neustart soll 2027 gedreht werden und im November 2028 in den USA starten. Bislang ist nicht einmal der Hauptdarsteller offiziell verkündet, eine Moneypenny-Besetzung erst recht nicht.

Bestätigt ist keine. Seit September 2026 kursieren Berichte, Amazon MGM entwickle unter dem Titel The Moneypenny Diaries eine Serie für Prime Video, für die Florence Pugh im Gespräch sei. Weder das Projekt noch die Besetzung sind offiziell.

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