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Sabra (Ruth Bat-Seraph): Vom Marvel-Comic zur MCU-Heldin

Sabra ist Marvels erste israelische Superheldin – im MCU aber nur Ruth Bat-Seraph, gespielt von Shira Haas. Wer sie in Captain America: Brave New World ist, welche Kräfte sie in den Comics hat und warum Marvel sie umbaute.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·5 Min. Lesezeit
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Sabra (Ruth Bat-Seraph): Vom Marvel-Comic zur MCU-Heldin
Marvel

Sabra ist der Heldenname von Ruth Bat-Seraph, der ersten israelischen Superheldin von Marvel. Wer „Captain America: Brave New World” (2025) gesehen hat, kennt die Figur allerdings unter einem anderen Vorzeichen: Im MCU heißt sie nur Ruth Bat-Seraph, trägt kein Kostüm, hat keine Superkräfte und wird nie Sabra genannt. Gespielt wird sie von der israelischen Schauspielerin Shira Haas.

Hier findest du beides sauber getrennt: wer Ruth Bat-Seraph im Film ist und auf welcher Seite sie steht, wer Sabra in den Comics ist und welche Kräfte sie dort hat – und warum Marvel die Figur vor dem Kinostart so stark umgebaut hat.

Auf einen Blick

Wer ist Sabra? Die Marvel-Heldin Ruth Bat-Seraph, eine israelische Mutantin mit Superkraft, Superschnelligkeit und Selbstheilung. In den Comics arbeitet sie für den Mossad und als Polizistin in Jerusalem.

Erster Auftritt: Kurzauftritt in The Incredible Hulk #250 (August 1980), vollständige Einführung in #256 (Februar 1981). Erfunden von Bill Mantlo und Sal Buscema.

MCU-Debüt: „Captain America: Brave New World”, deutscher Kinostart am 13. Februar 2025, seit 28. Mai 2025 bei Disney+. Darstellerin: Shira Haas.

Rolle im Film: Ehemalige Black Widow aus dem Red Room und Sicherheitsberaterin von Präsident Thaddeus Ross. Keine Mutantin, keine Mossad-Agentin, kein Heldenname.

Kommt sie wieder? Ein weiterer MCU-Auftritt ist bislang nicht angekündigt (Stand September 2026).

Ruth Bat-Seraph im MCU: Wer sie in Brave New World ist

In „Captain America: Brave New World” ist Ruth Bat-Seraph eine Israelin der ersten Generation, die im Red Room zur Attentäterin ausgebildet wurde – dieselbe Kaderschmiede, aus der auch Natasha Romanoff und Yelena Belova stammen. Inzwischen arbeitet sie in Washington als Sicherheitsberaterin des frisch gewählten Präsidenten Thaddeus Ross. Damit steht sie im Film zunächst auf der Seite der Regierung und nicht an der von Sam Wilson.

Eine Schurkin ist Ruth trotzdem nicht. Nach dem Anschlag auf den Präsidenten verfolgt sie zunächst die falsche Spur und stellt sich gegen Sam Wilson und Isaiah Bradley. Als klar wird, dass Samuel Sterns alias The Leader die Attentäter per Gedankenkontrolle steuert, wechselt sie die Seite und kämpft im Finale gemeinsam mit Captain America und dem neuen Falcon Joaquin Torres. Am Ende ist sie eine Verbündete, keine Gegenspielerin.

Die Rolle ist deutlich kleiner als die der Comic-Sabra. Ruth bekommt keine eigene Hintergrundgeschichte auf der Leinwand, keine Kräfte und kein Kostüm; sie kämpft ausschließlich mit ihrer Widow-Ausbildung. Wer nach dem Film nach „Sabra Kräfte” sucht, findet sie deshalb nur in den Comics.

Warum Marvel aus Sabra Ruth Bat-Seraph machte

Marvel hatte die Figur im September 2022 auf der D23 noch als Sabra angekündigt. Die Ankündigung löste heftige Kritik aus: In den Comics der 1980er-Jahre war Sabra als Mossad-Agentin und Hardlinerin angelegt, und viele sahen darin eine einseitige Darstellung des Nahostkonflikts. Marvel Studios erklärte daraufhin, man verfolge einen „neuen Ansatz” für die Figur.

Im fertigen Film fällt der Name Sabra nicht mehr. Aus der Mossad-Agentin wurde eine ehemalige Black Widow, aus der Mutantin eine Frau ohne Kräfte. Israelin blieb sie dennoch – nachdem Berichte über eine komplett gestrichene Herkunft ihrerseits Kritik unter anderem des American Jewish Committee ausgelöst hatten. Bei der Premiere kam es trotzdem zu pro-palästinensischen Protesten. Kaum eine Marvel-Nebenfigur war vor ihrem ersten Auftritt so umstritten.

Sabra in den Comics: Ursprung und Geschichte

Sabra wurde von Autor Bill Mantlo und Zeichner Sal Buscema erschaffen. Nach einem kurzen Auftritt in The Incredible Hulk #250 (1980) wurde sie in #256 (1981) richtig eingeführt – und zwar im Kampf gegen den Hulk, den sie für einen Verbündeten von Terroristen hält. Der Konflikt klärt sich am Ende der Geschichte auf. Ihr Heldenname ist das hebräische Wort für in Israel geborene Juden (צבר), abgeleitet von der Kaktusfeige: außen stachelig, innen weich.

Ruth Bat-Seraph wächst nahe Jerusalem in einem Kibbuz auf. Als ihre Mutantenkräfte erwachen, wird sie in ein Supersoldaten-Programm der israelischen Regierung geholt und zur ersten übermenschlichen Agentin des Mossad; parallel arbeitet sie als Polizistin. Ein prägender Teil ihrer Geschichte ist der Tod ihres Sohnes Jacob bei einem Terroranschlag.

Später rückt Sabra näher an die X-Men heran: Nach Operation: Zero Tolerance (1997) wird sie eine Verbündete, schließt sich der Pariser Zweigstelle der X-Corporation an und tritt zunehmend als Aktivistin für Mutantenrechte auf. Im Civil War steht sie auf der Seite der Registrierungsbefürworter, außerdem taucht sie in Secret Invasion und Secret Empire auf. 2009 bekam sie mit Astonishing Tales: Sabra einen eigenen One-Shot.

Sabras Kräfte und Fähigkeiten

In den Comics ist Sabra eine Mutantin mit übermenschlicher Stärke, Schnelligkeit, Ausdauer und Reflexen sowie einem regenerativen Heilungsfaktor. Eine seltene Fähigkeit macht sie besonders: Sie kann ihre Lebensenergie und ihre Kräfte auf andere übertragen – etwa um Verletzte zu heilen.

Dazu kommt ihre Ausrüstung: Armreifen, die betäubende Energiestacheln verschießen, und ein Umhang, mit dem sie gleiten und fliegen kann. Als Mossad-Agentin ist sie außerdem im Nahkampf und in Krav Maga ausgebildet. Im MCU bleibt davon nur die Kampfausbildung übrig, hier kommt sie aus dem Red Room.

Sabras Zukunft im MCU

Nach „Captain America: Brave New World” ist Ruth Bat-Seraph offiziell nicht wieder eingeplant. Offen ist ihr Weg dennoch: Als ehemalige Black Widow und Vertraute von Sam Wilson hätte sie sowohl im Umfeld der Thunderbolts als auch in einem weiteren Captain-America-Projekt Platz. Solange Marvel nichts ankündigt, bleibt das Spekulation – und die Kontroverse um die Figur macht eine größere Rolle eher unwahrscheinlich.

Ruth Bat-Seraph wird in „Captain America: Brave New World“ (2025) von der israelischen Schauspielerin Shira Haas gespielt. Den Namen Sabra trägt sie im Film allerdings nicht.

Nein. Marvel hat die Figur vor dem Kinostart umgebaut: Im Film ist Ruth Bat-Seraph eine ehemalige Black Widow und Sicherheitsberaterin des Präsidenten. Der Heldenname Sabra, das Kostüm und die Mutantenkräfte stammen nur aus den Comics.

Nein. Sie steht zunächst auf der Seite der Regierung und damit gegen Sam Wilson, wechselt aber die Seite, als sich The Leader als Drahtzieher herausstellt, und kämpft im Finale an der Seite von Captain America.

In den Comics besitzt Sabra übermenschliche Stärke, Schnelligkeit und Ausdauer, einen Heilungsfaktor und die Fähigkeit, ihre Lebensenergie auf andere zu übertragen. Mit ihren Armreifen verschießt sie Energiestacheln, ihr Umhang lässt sie fliegen. Im MCU hat Ruth Bat-Seraph keine Superkräfte.

Sabra erschien erstmals kurz in The Incredible Hulk #250 im August 1980 und wurde in The Incredible Hulk #256 im Februar 1981 vollständig eingeführt. Erfunden wurde sie von Bill Mantlo und Sal Buscema.

Ein weiterer Auftritt von Ruth Bat-Seraph ist bislang nicht angekündigt (Stand September 2026). „Captain America: Brave New World“ ist ihr einziger MCU-Auftritt und seit dem 28. Mai 2025 bei Disney+ abrufbar.

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