Thaddeus Ross (Red Hulk): Vom General zum Präsidenten und Red Hulk im MCU
Thaddeus Ross jagte als General den Hulk, legte als Außenminister das Sokovia-Abkommen vor und wurde als US-Präsident selbst zum Red Hulk. Alle Filme, beide Darsteller und wie es weitergeht.
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Thaddeus Ross ist die Figur, die das MCU am längsten begleitet, ohne je zu den Helden zu gehören. Als General jagt er Bruce Banner in „Der unglaubliche Hulk” (2008), als US-Außenminister legt er in „The First Avenger: Civil War” (2016) das Sokovia-Abkommen vor, und als Präsident der Vereinigten Staaten verwandelt er sich in „Captain America: Brave New World” (2025) selbst in den Red Hulk. Gespielt wurde Ross zuerst von William Hurt, nach dessen Tod im März 2022 von Harrison Ford.
Eine Klarstellung vorweg, weil sie sich hartnäckig hält: In „Thunderbolts*” tritt Ross nicht auf. Der Filmtitel und sein Spitzname Thunderbolt teilen nur zufällig denselben Namen; im Film verweist Valentina Allegra de Fontaine lediglich auf seinen Amoklauf als Red Hulk. Seit dem Ende von „Captain America: Brave New World” sitzt Thaddeus Ross im Hochsicherheitsgefängnis Raft – und eine Rückkehr ist nicht angekündigt.
Auf einen Blick
Wer ist Thaddeus Ross? Im MCU ein US-General, später Außenminister und Präsident der USA – und Vater von Betty Ross.
Darsteller: William Hurt (2008 bis 2021), Harrison Ford (2025).
Erster MCU-Auftritt: „Der unglaubliche Hulk” (2008).
Als Red Hulk: in „Captain America: Brave New World”, deutscher Kinostart am 13. Februar 2025, seit dem 28. Mai 2025 bei Disney+.
Red Hulk in den Comics: erstmals in Hulk #1 (2008), erfunden von Jeph Loeb und Ed McGuinness.
Aktueller Stand: im Raft inhaftiert, kein angekündigter nächster Auftritt.
Thaddeus Ross im MCU: alle Filme
Sechs Kinofilme, zwei Darsteller: So verteilt sich die Rolle über fast zwei Jahrzehnte MCU.
| Jahr | Film | Darsteller | Rolle von Ross |
|---|---|---|---|
| 2008 | Der unglaubliche Hulk | William Hurt | General, jagt Bruce Banner und lässt Emil Blonsky zur Abomination werden |
| 2016 | The First Avenger: Civil War | William Hurt | Außenminister, legt den Avengers das Sokovia-Abkommen vor |
| 2018 | Avengers: Infinity War | William Hurt | will die geflohenen Avengers festnehmen lassen |
| 2019 | Avengers: Endgame | William Hurt | Trauergast bei Tony Starks Beerdigung |
| 2021 | Black Widow | William Hurt | jagt Natasha Romanoff wegen Verstoßes gegen das Abkommen |
| 2025 | Captain America: Brave New World | Harrison Ford | US-Präsident, verwandelt sich in den Red Hulk |
William Hurt spielte Ross in fünf Filmen, dazu kommt ein Archivauftritt im Kurzfilm The Consultant (2011). Hurt starb am 13. März 2022. Laut Produzent Nate Moore war die Verwandlung in den Red Hulk schon mit ihm geplant und Hurt davon begeistert. Nach seinem Tod suchte Marvel nach einem neuen Weg für die Figur, bis sich Harrison Ford selbst bei Kevin Feige meldete. Im Oktober 2022 wurde Ford als neuer Ross bestätigt.
Hurts Ross verändert sich über die Jahre stärker, als es die kurzen Auftritte vermuten lassen: vom besessenen Hulk-Jäger, der Banners Kräfte als Waffe will, zum Politiker, der die Avengers an die Leine legen möchte. In Civil War zieht er dafür eine Bilanz aus New York, Washington und Sokovia – und trifft damit einen Nerv, der das Team spaltet. Wie das Abkommen die Avengers auseinanderreißt, steht auf unserer Seite zu Sokovia.
Wie Ross im MCU zum Red Hulk wird
In „Captain America: Brave New World” ist Thaddeus Ross zum Präsidenten der USA gewählt worden. Er will einen internationalen Vertrag über das neu entdeckte Adamantium durchsetzen und sich zugleich mit seiner Tochter Betty versöhnen, die seit Jahren nicht mit ihm spricht. Hinter den Kulissen zieht Samuel Sterns die Fäden, den Ross nach „Der unglaubliche Hulk” jahrelang festhalten ließ. Sterns hat Ross über dessen Medikamente mit Gammastrahlung versetzt.
Unter Stress verwandelt sich Ross vor dem Weißen Haus in den Red Hulk, richtet schwere Schäden an und kämpft gegen Sam Wilson, den neuen Captain America. Gestoppt wird er nicht mit Gewalt: Wilson redet auf ihn ein, und die Erinnerung an Betty – die Kirschblüten am Tidal Basin, zu denen er mit ihr als Kind ging – holt Ross zurück. Er tritt als Präsident zurück und lässt sich in den Raft bringen, das Gefängnis, in das er in Civil War selbst Captain Americas Verbündete sperren ließ. Am Ende besucht ihn Betty dort.
Dass Ross überlebt, war nicht selbstverständlich. Setfotos aus dem Jahr 2023 zeigten Betty bei einer Beerdigung. Regisseur Julius Onah hat aber erklärt, man habe nie eine Fassung gedreht, in der Ross ausdrücklich stirbt – sein Schicksal sei zunächst offen geblieben. Die fertige Fassung lässt ihn leben, und damit bleibt eine Tür offen.
Red Hulk in den Comics: Herkunft und Kräfte
Der Red Hulk erscheint erstmals in Hulk #1 (2008), geschrieben von Jeph Loeb und gezeichnet von Ed McGuinness. Wer unter der roten Haut steckt, bleibt rund zwei Jahre lang ein Rätsel; erst 2010 wird General Thaddeus Ross als Red Hulk enttarnt. Verwandelt wurde er mit Hilfe der Intelligencia, einer Gruppe von Superschurken um MODOK und den Leader.
Anders als der grüne Hulk wird der Red Hulk mit wachsender Wut nicht nur stärker, sondern auch heißer: Sein Körper erzeugt so viel Hitze, dass er Metall zum Schmelzen bringen kann. Außerdem kann er Energie aufnehmen und wieder abgeben. Dazu kommt, was Ross als General mitbringt: taktisches Denken und Erfahrung im Kommandieren von Truppen.
In den Comics wechselt der Red Hulk mehrfach die Seiten. Er kämpft gegen den Hulk, Thor und Iron Man, wird später Mitglied der Avengers und führt ab Ende 2012 eine eigene Thunderbolts-Truppe mit Punisher, Elektra, Deadpool und Venom. Seine Tochter Betty wird als Red She-Hulk ebenfalls zur Gamma-Mutantin; mehr dazu auf unserer Seite zu Betty Ross.
MCU und Comics: die wichtigsten Unterschiede
| Aspekt | Comics | MCU |
|---|---|---|
| Verwandlung | durch die Intelligencia um MODOK | durch Gamma in Ross' Medikamenten, verabreicht von Samuel Sterns |
| Geheime Identität | rund zwei Jahre unbekannt | von Anfang an bekannt |
| Hitze | zentrale Kraft, schmilzt Metall | nur angedeutet durch Glut und verkohlte Umgebung |
| Energie aufnehmen | ja | nicht gezeigt |
| Verhältnis zu Helden | später Avenger und Thunderbolts-Anführer | Gegner von Captain America, danach im Gefängnis |
Kommt Red Hulk zurück?
Stand September 2026 gibt es keinen angekündigten Auftritt. Harrison Ford gehört nicht zur bisher bekannten Besetzung von „Avengers: Doomsday”, der am 16. Dezember 2026 in die deutschen Kinos kommt. Ford selbst klang zuletzt wenig begeistert: Auf die Frage, ob Kevin Feige ihn zu einer Rückkehr überredet habe, antwortete er im Sommer 2025 im Interview mit Variety mit einem einzigen Wort: Nope. Kurz nach dem Kinostart hatte er noch gehofft, Ross könne sich zu etwas anderem entwickeln als nur zum Red Hulk.
Erzählerisch ist die Figur dagegen nicht abgeschlossen: Ross lebt, sitzt im Raft, und Betty hat den Kontakt wieder aufgenommen. Ob Marvel Ford noch einmal gewinnt, die Rolle ein drittes Mal besetzt oder Ross ruhen lässt, ist offen. Bestätigt ist nichts davon.
Verwandte Figuren
Ross' Geschichte hängt an den Figuren, die er gejagt, verfolgt oder verloren hat: Hulk und seine Tochter Betty Ross, She-Hulk aus derselben Gamma-Familie, Captain America und Black Widow, die sich dem Abkommen widersetzten, sowie Bucky Barnes, den Ross in Civil War jagen lässt.
William Hurt spielte Thaddeus Ross von „Der unglaubliche Hulk” (2008) bis „Black Widow” (2021). Nach Hurts Tod im März 2022 übernahm Harrison Ford die Rolle in „Captain America: Brave New World” (2025).
In sechs MCU-Filmen: „Der unglaubliche Hulk” (2008), „The First Avenger: Civil War” (2016), „Avengers: Infinity War” (2018), „Avengers: Endgame” (2019), „Black Widow” (2021) und „Captain America: Brave New World” (2025).
Nein. Harrison Ford spielt Thaddeus Ross nur in „Captain America: Brave New World”. In „Thunderbolts*” wird Ross lediglich erwähnt; der Filmtitel hat mit seinem Spitznamen Thunderbolt nichts zu tun.
Im MCU versetzt Samuel Sterns die Medikamente von Präsident Ross heimlich mit Gammastrahlung. Unter Stress verwandelt sich Ross in „Captain America: Brave New World” in den Red Hulk. In den Comics entsteht der Red Hulk dagegen mit Hilfe der Intelligencia um MODOK.
Nicht eindeutig. Im MCU ist Ross als Red Hulk eine Gefahr, lässt sich aber von Sam Wilson beruhigen und stellt sich danach selbst. In den Comics beginnt der Red Hulk als Gegenspieler des Hulk, wird später aber Avenger und Anführer der Thunderbolts.
Bislang nicht. Harrison Ford gehört nicht zur bekannten Besetzung von „Avengers: Doomsday”, der am 16. Dezember 2026 in die deutschen Kinos kommt. Auf die Frage nach einer Rückkehr antwortete Ford 2025 knapp mit Nein.
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