Ab heute bei Netflix: „Bass X Machina“ macht Revolverheld Bass Reeves zum Steampunk-Cyborg
Netflix hat die Animationsserie „Bass X Machina“ veröffentlicht: Brian Tyree Henry spricht einen Bass Reeves mit Roboterarm, Studio Mir liefert die Bilder. Alle sechs Folgen sind ab sofort abrufbar.
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Netflix hat am heutigen Dienstag, dem 3. November 2026, die animierte Serie „Bass X Machina” veröffentlicht. Alle sechs Folgen stehen ab sofort zum Abruf bereit, auch in Deutschland. Die Serie verlegt die Geschichte des realen US-Marshals Bass Reeves in einen Steampunk-Wilden-Westen, in dem Revolverhelden auf Kriegsmaschinen, mechanische Rüstungen und übernatürliche Kräfte treffen.
Hinter dem Projekt steht Showrunner LeSean Thomas, der für Netflix bereits die Samurai-Animeserie „Yasuke” entwickelt hat. Animiert hat das südkoreanische Studio Mir, bekannt durch „Die Legende von Korra” und die Animationsfilme zu „The Witcher”. Bass Reeves spricht Brian Tyree Henry, der die Serie zugleich als ausführender Produzent begleitet.
Darum geht es in „Bass X Machina”
Der historische Bass Reeves war ein entflohener Sklave, der zu einem der ersten schwarzen Deputy U.S. Marshals westlich des Mississippi wurde. Von seiner Biografie übernimmt die Serie im Kern nur den Mann selbst und den gerade beendeten Bürgerkrieg, wie Variety in seiner Kritik festhält. Alles andere ist Erfindung, angefangen bei seinem Roboterarm: Den hat Bass im Krieg bei einem grausamen Experiment des Konföderierten-Generals Rivenbark (Currie Graham) bekommen, der noch immer auf freiem Fuß ist.
Zu Beginn arbeitet Bass als Kopfgeldjäger, ist verheiratet und erwartet sein drittes Kind. Für einen letzten Auftrag soll er einen verschwundenen Wissenschaftler zurückbringen, als Lohn winkt ihm der Posten des ersten schwarzen U.S. Marshals. Widerwillig nimmt er dessen Nichte Dana Starr (Tati Gabrielle) mit, eine angehende Ingenieurin, die ihren Onkel sucht. Auf dem Weg durch die Badlands begegnen die beiden unter anderem Bass’ Choctaw-Freund Lighthorse (Chaske Spencer), der Erfinderin Etta (Starletta DuPois) und der Blitze schleudernden Ahni (Cree Summer), die eine geheimnisvolle Verbindung zu Bass’ Vergangenheit hat.
Janelle Monáe spricht Bass’ Ehefrau Glory und singt auch den Titelsong. Die Musik stammt von Roman GianArthur und Nate Wonder aus Monáes Künstlerkollektiv Wondaland, Mitautor und ausführender Produzent ist Chad Handley.
Erste Kritiken: Western, Anime und viel Steampunk
Variety nennt die Serie eine „knisternde Mischung aus Fantasy und Wirklichkeit” und vergleicht sie mit „Blue Eye Samurai”, einer weiteren Netflix-Animationsserie, die eine mythisch verklärte Epoche mit einem heutigen Blick auf Herkunft und Ausgrenzung erzählt. Gelobt werden vor allem die Schauwerte: stierförmige Kampfanzüge, ein Gebäude, das auf Beinen davonläuft, und eine Hochbahn, in der die Waggons noch immer nach Hautfarbe getrennt sind.
Auch ScreenRant lobt Animation und Sprecherbesetzung, bemängelt aber laut seiner Kritik, dass der zweiten Hälfte der Staffel ein, zwei Folgen mehr gutgetan hätten. Das Ende lasse eine Fortsetzung offen. Ob Netflix eine zweite Staffel bestellt, ist bislang nicht bekannt.
So siehst du die Serie
„Bass X Machina” läuft exklusiv bei Netflix. Alle sechs Folgen sind seit heute verfügbar, es gibt also keinen wöchentlichen Rhythmus, sondern die ganze Staffel am Stück.
Wer nach der Sichtung mehr über die historische Vorlage wissen will: Das Leben von Bass Reeves hat zuletzt auch Taylor Sheridans Realserie „Lawmen: Bass Reeves” erzählt, und in HBOs „Watchmen - Die Wächter” spielt ein Stummfilm über Reeves eine zentrale Rolle.
Darum geht's
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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