„Blade Runner 2049“: Über 300 Requisiten kommen unter den Hammer

„Blade Runner 2049“: Über 300 Requisiten kommen unter den Hammer Sony Pictures
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Mehr als 300 Requisiten aus „Blade Runner 2049“ kommen bis zum 14. Oktober unter den Hammer: K‘s Mantel, Deckards Blaster und die Erinnerungskugel von Dr. Ana. Fünf Prozent des Erlöses gehen an eine Hilfsorganisation.

Wer schon immer einmal K‘s Mantel tragen oder Rick Deckards Blaster ins Regal stellen wollte, bekommt jetzt die letzte Gelegenheit dazu. Mehr als 300 Requisiten, Kostüme und Ausstattungsstücke aus „Blade Runner 2049” kommen unter den Hammer – in einer Online-Auktion des Memorabilia-Händlers Propstore, gemeinsam mit der Produktionsfirma Alcon Entertainment. Das berichtet der Hollywood Reporter exklusiv.

Die Versteigerung läuft unter dem Titel „Blade Runner 2049: The Final Online Auction” noch bis zum 14. Oktober, die Registrierung ist bereits offen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Am 25. November startet bei Prime Video die Serie „Blade Runner 2099” mit Michelle Yeoh und Hunter Schafer – das Franchise sammelt gerade Aufmerksamkeit ein, und die Auktion fährt im Windschatten mit.

Was zur Versteigerung steht

Das teuerste Los ist die animatronische Erinnerungskugel von Dr. Ana Stelline, gespielt von Carla Juri: Das Gebot startet bei 35.000 Dollar. Direkt dahinter folgt das komplette Kostüm von Officer K – inklusive des markanten Mantels, den Ryan Gosling trägt und der sich bildgenau der Prügelei mit Sapper Morton auf dessen Farm zuordnen lässt. Startgebot: 20.000 Dollar.

Auch Waffen sind dabei. Rick Deckards Stunt-Version des LAPD-2019-Blasters, das ikonische Modell aus Harrison Fords Auftritten, wird bei rund 15.000 Dollar erwartet, der Haupt-Blaster von Luv (Sylvia Hoeks) bei etwa 8.000 Dollar. Deutlich zugänglicher ist der Rollkragenpullover samt durchsichtiger gelber Jacke, die Ana de Armas als Joi trug – geschätzter Wert rund 5.000 Dollar. Wer sich lediglich registriert, nimmt automatisch an einer Verlosung von K‘s schwarzem Produktionspullover teil.

Fünf Prozent der gesamten Zuschlagssumme gehen als Spende an die Hilfsorganisation CORE von Sean Penn und Ann Lee. Propstore-COO Brandon Alinger nennt die Auktion die letzte Gelegenheit für Fans und Sammler, Originalmaterial direkt aus diesem Film zu bekommen.

Ein Film, der erst später gewann

Denis Villeneuves Fortsetzung von Ridley Scotts Klassiker von 1982 kam im Oktober 2017 über Warner Bros. ins Kino und war wirtschaftlich eine Enttäuschung: 259 Millionen Dollar weltweit reichten bei diesem Budget nicht. Kritisch lief es umgekehrt – fünf Oscar-Nominierungen, gewonnen hat der Film die Kategorien Kamera und visuelle Effekte.

Genau diese Diskrepanz erklärt, warum die Requisiten heute gefragt sind: „Blade Runner 2049” ist einer der Filme, deren Ruf nach dem Kinostart gewachsen ist. Neben Gosling, Ford, de Armas und Hoeks standen Robin Wright, Carla Juri, Dave Bautista und Jared Leto vor der Kamera – eine Besetzung, die sich in dieser Form kaum wiederholen lässt.

Wie es mit Blade Runner weitergeht

Das auf Philip K. Dicks Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” zurückgehende Franchise wächst derzeit vor allem im Fernsehen. „Blade Runner 2099” spielt fünfzig Jahre nach den Ereignissen von „Blade Runner 2049” und ist bei Prime Video die erste Live-Action-Serie der Reihe. Ein dritter Kinofilm ist dagegen nach wie vor nicht bestätigt.

Für deutsche Sammler gilt der übliche Vorbehalt: Die Auktion läuft online und in Dollar, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer kommen auf den Zuschlagspreis noch obendrauf. Wer nur schauen will, findet in den Losbeschreibungen trotzdem eine ungewöhnlich detaillierte Dokumentation dessen, was Villeneuve und Szenenbildner Dennis Gassner für dieses Los Angeles 2049 tatsächlich gebaut haben.

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