Daredevil: Born Again – Vincent D’Onofrio bestätigt das Ende nach Staffel 3

Daredevil: Born Again – Vincent D’Onofrio bestätigt das Ende nach Staffel 3 Disney
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Kingpin-Darsteller Vincent D’Onofrio bestätigt auf X: Staffel 3 von Daredevil: Born Again ist die finale und kommt nächstes Jahr. Marvel schweigt weiter, der Showrunner ist bereits raus.

Jetzt ist es auch aus dem Ensemble bestätigt: Vincent D’Onofrio, der in „Daredevil: Born Again” den Kingpin Wilson Fisk spielt, hat sich als erstes Mitglied der Besetzung zum Serienende geäußert. Auf X schreibt er von der „finalen Staffel” – Staffel 3 komme im nächsten Jahr, „mit einigen sehr coolen Sachen”.

Damit ist öffentlich ausgesprochen, was The Hollywood Reporter zwei Tage zuvor unter Berufung auf Insider gemeldet hatte: Die dritte Staffel der Disney+-Serie wird die letzte sein. Marvel selbst hat sich bis heute nicht offiziell geäußert – anders als bei „Wonder Man”, dessen Absetzung im August öffentlich gemacht wurde.

Vincent D’Onofrio verabschiedet sich von Fisk

D’Onofrios Post vom 23. September ist ein Dank an das Publikum: Man habe es sehr genossen, die Serie zu den Fans zu bringen. „Ihr seid bei uns geblieben, und ich glaube gern, dass wir auch bei euch geblieben sind”, schreibt er. Dann folgt der Satz, der das Ende bestätigt – die finale Staffel, Staffel 3, sei auf dem Weg. Zum Schluss wird er persönlich: Er liebe die Figur Fisk, „immer”.

Für D’Onofrio ist es der Abschied von einer Rolle, die er seit 2015 spielt. Nach drei Staffeln der Netflix-Serie „Marvel’s Daredevil” holte ihn Marvel für „Hawkeye” ins MCU, danach trug er als Bürgermeister Fisk zwei Staffeln Born Again. Ob der Kingpin nach der Serie noch einmal im MCU auftaucht, lässt sein Post offen – er deutet nur an, dass er sich anderen Projekten zuwendet, und schließt mit dem Ausruf, Staffel 3 komme.

Bemerkenswert ist, was im Post fehlt: kein Wort zum Showrunner-Wechsel und keines dazu, warum die Serie endet. D’Onofrio bestätigt das Ende, begründet es aber nicht. Die Begründung bleibt damit bei Marvel – und dort weiter aus.

Der Showrunner geht mitten in der Postproduktion

Fast zeitgleich mit der Entscheidung hat sich Marvel von Showrunner Dario Scardapane getrennt. Sein Vertrag lief aus und wurde nicht verlängert. Bemerkenswert daran ist der Zeitpunkt: Scardapane verlässt die Serie, während Staffel 3 noch in der Postproduktion steckt. Wer die Arbeiten zu Ende führt, ist offen; nach Informationen von The Hollywood Reporter befindet sich die Nachbearbeitung in der Schlussphase.

Scardapane war 2023 an Bord gekommen, nachdem Marvel die Serie einem kompletten kreativen Neustart unterzogen hatte. Ursprünglich hatten Matt Corman und Chris Ord die Serie als lockerer verbundene Episodenfolge mit hellerem Ton angelegt. Als die Streiks von WGA und SAG-AFTRA die Produktion wenige Wochen nach Drehbeginn stoppten, nutzte Marvel die Pause zur Kehrtwende: Corman und Ord mussten gehen, Scardapane – zuvor Autor und Executive Producer der Netflix-Serie The Punisher – übernahm, und Justin Benson und Aaron Moorhead kamen als Regisseure und Executive Producer dazu.

Aus der ursprünglich bestellten Staffel mit 18 Folgen wurden dabei zwei Staffeln mit zusammen 17 Episoden – neun in der ersten, acht in der zweiten. Der Kurswechsel hat der Serie sichtbar geholfen: Die zweite Staffel, im Frühjahr dieses Jahres gelaufen, galt als deutlich stärker als die erste.

Staffel 3 muss ein großes Finale auflösen

Die Ausgangslage für die letzte Staffel ist heikel. Staffel 2 endete damit, dass Matt Murdock (Charlie Cox) seine Identität öffentlich machte und im Gefängnis landete – ein Cliffhanger, der eigentlich auf mehrere Staffeln Nachspiel angelegt wirkte. Jetzt muss alles in acht bis neun Folgen aufgelöst werden.

Der Erzählstrang der Serie hing bislang an Wilson Fisk: Der Verbrecherboss wurde Bürgermeister von New York und ging von dort aus gegen Daredevil und andere Selbstjustizler vor. Wie dieser Konflikt endet, entscheidet sich nun endgültig in Staffel 3. Wer Fisks Weg durch das MCU nachlesen will, findet ihn in unserem Porträt zu Kingpin.

Set-Aufnahmen aus dem Sommer hatten bereits gezeigt, dass Elektra und Lady Muse eine größere Rolle spielen werden. Ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest; die Staffel ist für 2027 angekündigt.

Marvel fährt sein Serienprogramm zurück

Das Aus reiht sich in einen erkennbaren Trend ein. Marvel Television senkt die Zahl seiner Disney+-Produktionen seit Monaten spürbar. „Wonder Man” verlor seine bereits zugesagte zweite Staffel wieder. Mit „VisionQuest”, das am 14. Oktober startet, und der dritten Daredevil-Staffel im kommenden Jahr ist der Kalender danach leer – angekündigt ist bislang nichts mehr.

Ganz ohne Nachschub bleibt es aber nicht: Marvel Television hält laut The Hollywood Reporter durchgehend drei bis fünf Live-Action-Serien in Entwicklung und hat soeben einen Spionage-Thriller freigegeben, der unter dem Arbeitstitel Zodiac läuft. Worauf sich der Titel bezieht, ist offen. In den Comics ist Zodiac eine Verbrecherorganisation unter dem Schurken Scorpio, deren Mitglieder nach Sternzeichen benannt sind – und die sich traditionell mit S.H.I.E.L.D. anlegt.

Für das Street-Level-MCU ist der Abgang trotzdem ein Einschnitt. Nach dem Kino-Debüt von The Hand in Spider-Man: Brand New Day lag der nächste Anschluss ausgerechnet bei dieser Serie – was das bedeutet, haben wir in unserer Einordnung zum Street-Level-MCU beschrieben. Wie sich der Rest des Fahrplans sortiert, steht in unserer Übersicht zu MCU Phase 7.

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