Herr der Ringe / Dreharbeiten

Drehschluss in Sicht: „The Hunt for Gollum“ ist laut Peter Jackson fast abgedreht

Peter Jackson zufolge fehlen beim Herr-der-Ringe-Film „The Hunt for Gollum“ nur noch rund zwei Drehwochen. Sein nächster eigener Film steht auch fest: „Tim und Struppi 2“. Kinostart bleibt der 16. Dezember 2027.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·Aktualisiert ·5 Min. Lesezeit
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Drehschluss in Sicht: „The Hunt for Gollum“ ist laut Peter Jackson fast abgedreht
New Line Cinema

Die Dreharbeiten zu „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum” sind fast abgeschlossen. Das sagte Peter Jackson am 11. Oktober beim Filmfestival im spanischen Sitges, wo er den Ehrenpreis des Festivals entgegennahm. Nach seinen Worten standen zu diesem Zeitpunkt noch rund zwei Drehwochen aus, wie die katalanische Zeitung Ara berichtet. Damit dürfte die Kamera in Neuseeland Ende Oktober abgeschaltet werden.

Jackson ist bei dem neuen Mittelerde-Film nicht Regisseur, sondern Produzent; inszeniert hat Andy Serkis, der zugleich wieder Gollum spielt. Ein offizielles Drehende hat Warner Bros. bislang nicht gemeldet. Der Kinostart bleibt der 16. Dezember 2027.

Zwei Wochen Restdreh – und dann „Tim und Struppi 2”

In Sitges gab Jackson auch einen Stand zu den übrigen Projekten. Der zweite neue Herr-der-Ringe-Film, „Shadow of the Past”, stecke noch in der Drehbuchphase. Weiter ist dagegen sein eigenes nächstes Projekt: Das Drehbuch zur Fortsetzung von „Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn” sei vor wenigen Tagen fertig geworden, und es werde „der nächste Film, den ich inszeniere”, sagte Jackson laut Ara. Den ersten Teil hatte 2011 Steven Spielberg gedreht, Jackson war Produzent.

Einen Starttermin oder ein Studio für „Tim und Struppi 2” gibt es noch nicht. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Jackson sagte in Sitges auch, dass er das Drehen selbst nicht genieße – Drehbuch und Schnitt liebe er, die Dreharbeiten seien „eine sehr stressige Erfahrung”. Sobald „The Hunt for Gollum” abgedreht ist, wird er trotzdem selbst wieder hinter die Kamera gehen.

Erste offizielle Bilder aus dem Auenland

Einen Einblick in die Produktion hatte Warner Bros. zum Hobbit-Tag am 23. September gegeben: Auf seinem offiziellen TikTok-Kanal veröffentlichte das Studio eine Bilderserie vom Set von „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum”. Es sind die ersten offiziellen Aufnahmen aus der Produktion – und sie führen zurück an den Ort, an dem vor 25 Jahren alles begann: ins Auenland.

Das auffälligste Motiv zeigt eine Gestalt mit Wanderstab vor der runden grünen Tür von Beutelsend. Das Gesicht verrät das Bild nicht, doch alles an der Szene spricht für Frodo – und damit für Elijah Wood, dessen Rückkehr in die Rolle seit Monaten bestätigt ist.

Die übrigen Fotos zeigen das Hobbingen-Set in der Region Waikato auf der Nordinsel Neuseelands, das schon Peter Jackson für seine Filme nutzte: sattes Grün, Hobbithöhlen in den Hügeln, übergroße Kürbisse und eine ganze Reihe kostümierter Hobbits. Unterlegt hat Warner die Serie mit Howard Shores vertrauter Auenland-Musik – ein Gruß, der bei Fans der Trilogie kaum eine Erklärung braucht.

Auch Andy Serkis ist zu sehen, allerdings nicht als Gollum, sondern bei der Arbeit hinter der Kamera. Die Dreharbeiten in Neuseeland laufen seit Juli; zuvor hatte Warner aus der Produktion nur Serkis’ eigenes Set-Video zum Drehstart gezeigt.

Dass die Bilder im Auenland spielen, passt zur Geschichte: Der Film ist zwischen „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere” und „Der Herr der Ringe: Die Gefährten” angesiedelt, also in genau der Zeit, in der Frodo noch unbehelligt in Beutelsend lebt, während draußen die Jagd auf Gollum beginnt.

Ian McKellen in Gandalf-Maske

Einen ersten, inoffiziellen Blick hatte es bereits Mitte September gegeben: Ein kurzes Video zeigte Ian McKellen in vollem Gandalf-Kostüm und mit langem grauem Bart – aufgenommen offenkundig während der laufenden Dreharbeiten. Der Anlass war kurios: In dem Clip richtet sich McKellen an den Sänger und Schauspieler Troye Sivan, für dessen neues Musikvideo „Party” er den einleitenden Erzähltext gesprochen hat. Es war der erste Blick auf McKellen als Zauberer seit „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere” von 2014.

Anders als die offiziellen Fotos war dieser Clip keine Veröffentlichung des Studios; Warner Bros. hat sich zu den Aufnahmen nicht geäußert, und woher er ursprünglich stammt, lässt sich nicht sicher sagen. McKellen schlüpft mit „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum” zum siebten Mal in die Rolle – nach drei „Herr der Ringe”- und drei „Der Hobbit - Eine unerwartete Reise”-Filmen. Aus seinem Alter macht er dabei kein Geheimnis: Er hat mehrfach gesagt, dass dies sein letzter großer Job sein könnte.

Gandalf bleibt diesmal im Hintergrund

Die Rolle fällt kleiner aus als in den bisherigen Mittelerde-Filmen. Bei der titelgebenden Jagd nach Gollum dirigiert Gandalf vor allem Aragorn (Jamie Dornan) aus dem Hintergrund, während dieser mit neuen Weggefährten unterwegs ist: der Elbin Seren (Anya Taylor-Joy) und dem Menschen Halvard (Leo Woodall).

Gollum ist zu diesem Zeitpunkt auf der Flucht, und sein Wissen über das Auenland macht ihn für Sauron so gefährlich – findet der Dunkle Herrscher ihn zuerst, führt die Spur direkt zu Bilbo. Neben Serkis als Gollum, McKellen als Gandalf und Wood als Frodo kehrt auch Lee Pace als Elbenkönig Thranduil zurück; neu dabei ist außerdem Kate Winslet.

Kinostart im Dezember 2027

„The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum” ist für den 16. Dezember 2027 angesetzt – und damit, wie schon die sechs Filme von Peter Jackson, für die Weihnachtszeit. Peter Jackson und Fran Walsh sind als Produzenten an Bord, Philippa Boyens als Beraterin.

Für den zweiten Mittelerde-Film schreibt Stephen Colbert das Drehbuch; laut Jackson ist „Shadow of the Past” noch nicht über die Drehbuchphase hinaus, einen Starttermin gibt es nicht. Welche Filme und Serien in welcher Reihenfolge zusammengehören, steht in unserer Übersicht zu Herr der Ringe und Der Hobbit.

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