Herr der Ringe: Dornan wird Aragorn - Fans in Sorge
Viggo Mortensen kehrt nicht als Aragorn zurück! Stattdessen übernimmt Jamie Dornan die Rolle im neuen Kinofilm. Warum dieses Casting die Alarmglocken der Mittelerde-Fans schrillen lässt.
Es ist offiziell und es tut weh: Viggo Mortensen legt sein Schwert endgültig nieder. Für den kommenden Kinofilm „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum” schlüpft ein neues Gesicht in die Rolle des legendären Waldläufers. Jamie Dornan, den Du vermutlich aus Filmen wie „Fifty Shades of Grey” oder der Serie „Der Fall John Doe!” kennst, übernimmt den Part von Streicher.
Die Ironie an der Sache? Regisseur Andy Serkis holt fast die gesamte alte Garde zurück vor die Kamera. Elijah Wood streift sich erneut die Hobbit-Füße als Frodo über und Ian McKellen kehrt als Gandalf zurück. Sogar Lee Pace gibt sich wieder als Elbenkönig Thranduil die Ehre. Dass ausgerechnet der König von Gondor ein neues Gesicht erhält, wirft einen riesigen Schatten auf das Projekt.
Ein schlechtes Omen für das Drehbuch?
Das Problem an der Neubesetzung liegt nicht nur im visuellen Bruch für Dich als Zuschauer, sondern in den Aussagen der Produzentin Philippa Boyens. Noch im Dezember erklärte die treibende Kraft hinter dem Erfolg der Mittelerde-Filme, dass sie sich eigentlich niemand anderen als Mortensen in der Rolle vorstellen könne. Boyens machte seine Rückkehr damals unmissverständlich von der Qualität der Geschichte abhängig:
Ich kann mir niemand anderen als Aragorn vorstellen, aber es wird ganz allein Viggos Entscheidung sein... Ob Viggo es macht oder nicht, wird komplett davon abhängen, wie gut das Skript ist. Wir müssen abwarten, ob wir eine Rolle schreiben, die gut genug ist, sodass er darin eine Performance sieht, die er übernehmen möchte.
Dass Mortensen nun absagt, lässt tief blicken. Auch wenn Terminkonflikte oder der lange Dreh in Neuseeland offizielle Gründe sein könnten, fragst Du Dich als Fan unweigerlich: Hat das Drehbuch einfach nicht abgeliefert? Die Handlung, die auf J.R.R. Tolkiens Notizen basiert und Gandalf sowie Streicher auf die Jagd nach Gollum schickt, droht ohnehin eine Geschichte zu erzwingen, die vielleicht gar nicht erzählt werden muss. Die unnötig aufgeblähten Handlungsstränge machten bereits die The Hobbit (2012)-Trilogie zu einem extrem spaltenden Erlebnis.
Die Mammutaufgabe für Jamie Dornan
Ein älterer Viggo Mortensen, den moderne VFX-Arbeit dezent verjüngt, stellt für das Filmuniversum wohl die elegantere Lösung dar. Das bewies Hollywood bereits mit dem jungen Luke Skywalker im Finale von „The Mandalorian”. Zumal auch McKellen und Wood optisch nicht mehr exakt so aussehen wie in „Der Herr der Ringe - Die Gefährten”. Jetzt sticht Aragorn als einziger neu besetzter Hauptcharakter extrem heraus – besonders dann, wenn er direkt mit McKellens Gandalf interagiert. Die Magie und Chemie des originalen Casts kopierst Du nicht einfach am Reißbrett.
Dabei trifft Jamie Dornan keine Schuld. Der Schauspieler beweist in Produktionen wie The Tourist oder Belfast eine enorme Bandbreite und bringt optisch genau das richtige Alter für diese Aragorn-Version mit. Flankiert von Neuzugängen wie Kate Winslet als Marigol und Leo Woodall als Halvard, steht Dornan dennoch vor der schwersten Aufgabe seiner Karriere. Fans vergleichen jeden seiner Schritte unweigerlich mit Mortensens Meisterleistung. Ein Druck, der wohl noch massiver ausfällt als jener, den Liam Hemsworth beim Start der neuen Folgen von „The Witcher” auf seinen Schultern spürt.
- Start
- 16.12.2027
- Regisseur/in
- Andy Serkis
- Drehbuch
- Fran WalshPhoebe GittinsPhilippa BoyensArty Papageorgiou
- Franchise / Filmreihe(n)