Farscape bei Paramount+: Alle Staffeln ab dem 22. September
Der Termin steht: Ab dem 22. September 2026 laufen alle Staffeln von Farscape bei Paramount+ – inklusive des Finales „The Peacekeeper Wars“.
Es hat lange gedauert, aber jetzt steht der Termin: Ab dem 22. September 2026 ist „Farscape” bei Paramount+ zu sehen – und zwar nicht häppchenweise, sondern als kompletter Block. Aus der offiziellen Programmvorschau des Streamingdienstes für den September geht hervor, dass die Staffeln 1 bis 5 an diesem Tag ins Angebot wandern.
Staffel 5 ist dabei kein nachgereichtes Kapitel, sondern die zweiteilige Miniserie „Farscape: The Peacekeeper Wars”, mit der die Geschichte 2004 nachträglich zu Ende erzählt wurde. Wer die Serie bisher nur vom Hörensagen kennt, bekommt damit erstmals seit Jahren die Möglichkeit, sie hierzulande am Stück zu streamen.
Der Termin steht: 22. September
Paramount+ hat sein Septemberprogramm ungewöhnlich früh veröffentlicht, schon Anfang August. „Farscape” steht dort mit dem 22. September und dem Zusatz „Staffeln 1 bis 5”. Ein gestaffelter Start einzelner Staffeln ist nicht vorgesehen – der komplette Katalog kommt an einem Tag.
Damit reiht sich die Serie in eine ganze Reihe von Klassikern ein, die der Dienst im September nachlädt. Für Paramount+ ist das erkennbar Strategie: Statt allein auf neue Eigenproduktionen zu setzen, füllt der Dienst seit dem Sommer seinen Katalog mit älteren Serien auf, die anderswo aus den Abos verschwunden sind.
Worum es in Farscape geht
Die Serie beginnt mit einem Missgeschick. Der US-Astronaut John Crichton (Ben Browder) testet in der Erdumlaufbahn ein selbst entwickeltes Flugmanöver, gerät in ein Wurmloch und findet sich in einem fernen Teil der Galaxis wieder – mitten in einer Flucht. Aufgenommen wird er von der Besatzung der Moya, eines lebenden Raumschiffs, das gerade entflohene Gefangene der Peacekeeper an Bord hat.
Aus dieser Konstellation macht „Farscape” etwas, das 1999 im Fernsehen selten war: keine Sternenflotte, keine Hierarchie, kein Auftrag. Crichton ist der einzige Mensch weit und breit, seine Popkultur-Anspielungen versteht niemand, und seine Mitreisenden haben eigene Ziele – die Ex-Peacekeeper-Soldatin Aeryn Sun (Claudia Black), der Luxaner Ka D’Argo (Anthony Simcoe), die Priesterin Zhaan (Virginia Hey) und der abgesetzte Hynerianer-Herrscher Rygel. Rygel und der Schiffspilot sind aufwendige Puppen der Jim Henson Company, die die Serie nach einer Idee von Rockne S. O’Bannon gemeinsam mit dem australischen Sender Nine Network produzierte.
Absetzung, Fankampagne und ein nachgereichtes Finale
Nach vier Staffeln und 88 Folgen war 2003 Schluss. Der US-Sender Sci-Fi Channel stoppte die Serie, obwohl eine fünfte Staffel bereits zugesagt war – und obwohl das Finale von Staffel 4 auf einem der brutalsten Cliffhanger endet, die das Genre zu bieten hat.
Was danach passierte, gehört zur Legende der Serie: Die Fangemeinde organisierte eine der ersten großen Online-Kampagnen zur Rettung einer Fernsehserie. Zurück kam die fünfte Staffel nicht, wohl aber 2004 die zweiteilige Miniserie „Farscape: The Peacekeeper Wars”, die die offenen Fäden zusammenführt. Genau dieser Zweiteiler läuft bei Paramount+ als Staffel 5 mit – die Serie kommt also nicht als Torso, sondern mit Schluss.
Nicht nur Farscape: der Genre-September bei Paramount+
„Farscape” ist nicht der einzige Zugang für Genre-Fans. Bereits am 3. September kommen die vier Staffeln von „Wynonna Earp” ins Angebot, jener Mischung aus Western, Dämonenjagd und Familiendrama nach der Comicreihe von Beau Smith. Am 13. September folgt „Scream 7” als bislang jüngster Teil der Horrorreihe.
Dazu kommen Titel jenseits des Genres: die zweite Staffel des Gangsterdramas MobLand ab dem 18. September, die 29. Staffel von South Park im Zwei-Wochen-Takt und alle sechs Staffeln der Westernserie Justified ab dem 15. September. Der September ist bei Paramount+ damit weniger ein Monat der Premieren als einer der Nachzügler.
Einordnung
Für dich als Genre-Zuschauer ist das eine gute Nachricht mit einem Beigeschmack. Gut, weil „Farscape” in Deutschland jahrelang schwer zu bekommen war und Streamingrechte an älteren Serien selten lange an einer Stelle bleiben. Der Beigeschmack: Katalogware ist für Streamingdienste die günstige Variante, ein Programm zu füllen – ein Signal für neue Science-Fiction-Eigenproduktionen ist dieser Zulauf nicht.
Wer die Serie noch nie gesehen hat, sollte trotzdem zugreifen. „Farscape” gilt als eine der eigenwilligsten Science-Fiction-Serien ihrer Zeit: erst sperrig, dann kaum noch abzuschalten. Ab dem 22. September hast du 88 Folgen plus das nachgereichte Finale an einem Ort – und musst dafür nicht mehr auf gebrauchte DVD-Boxen ausweichen.
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