„Drei weitere Star Wars“: Warum George Lucas sie nie gedreht hat

„Drei weitere Star Wars“: Warum George Lucas sie nie gedreht hat Disney
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George Lucas hatte nach „Die Rache der Sith“ noch drei Star-Wars-Filme im Kopf. In einem CBS-Interview sagt er jetzt, warum er keinen davon gedreht hat – und was ihm am Ende wichtiger war als die Saga.

George Lucas hat nach „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith” nie wieder Regie geführt – und das war kein Zufall, sondern eine Entscheidung. In einem Interview für die CBS-Sendung Sunday Morning sagt der 82-Jährige jetzt, dass damals noch drei weitere Star-Wars-Filme in seinem Kopf existierten. Gedreht hat er keinen davon.

„Ich hatte noch drei Star Wars zu machen”

Lucas sprach mit Norah O’Donnell über seine Laufbahn und über das Lucas Museum of Narrative Art in Los Angeles, das seit Dienstag für Publikum geöffnet ist. Seine Frau und Geschäftspartnerin Mellody Hobson hatte im selben Gespräch beschrieben, wie tief er sich in jedes Detail des Baus hineingearbeitet habe – so tief, dass es ihn „fast umgebracht” habe. Lucas nahm den Faden auf: Er sei 82, da gebe es eine Grenze.

„Als ich das hier angefangen habe, habe ich beschlossen, keine Filme mehr zu machen, und das war eine große Sache, weil ich noch drei weitere Star Wars zu machen hatte”, sagte er. „Aber mir wurde klar, dass mir die Zeit davonlief, und ich wollte dieses Museum bauen, und ich hatte viel Zeit darauf verwendet, digitale Technik für das Filmgeschäft zu entwickeln.” Was genau diese drei Filme erzählt hätten, ließ er offen.

Vier Filme als Regisseur – und dann Schluss

Lucas hat in seiner Laufbahn genau vier Star-Wars-Filme selbst inszeniert: 1977 „Krieg der Sterne” und danach die komplette Prequel-Trilogie aus „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung”, „Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger” und „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith”. Bei „Das Imperium schlägt zurück” und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter” übergab er die Regie an Irvin Kershner und Richard Marquand, blieb aber als Autor und ausführender Produzent an Bord.

Seit 2005 ist dieser Teil seiner Arbeit beendet. Geschrieben hat er danach noch – etwa die Geschichte zu „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” –, hinter der Kamera stand er nicht mehr. Wer die Reihenfolge der Filme im Überblick sucht, findet sie in unserer Übersicht aller Star-Wars-Filme.

Warum die drei Filme ohnehin kaum eine Chance hatten

2012 verkaufte Lucas Lucasfilm für vier Milliarden Dollar an Disney. An der Sequel-Trilogie um „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers” war er nicht beteiligt; seine eigenen Ideen für eine Fortsetzung landeten in der Schublade. Ein Lucas, der nach 2005 noch drei Filme gedreht hätte, hätte also entweder vor dem Verkauf arbeiten müssen – oder es hätte den Verkauf nie gegeben.

Das Franchise läuft seitdem ohne ihn weiter, und zwar in hohem Tempo: In diesem Sommer kam mit „Star Wars: The Mandalorian and Grogu” der erste Kinofilm seit 2019, im kommenden Jahr folgt „Star Wars: Starfighter” mit Ryan Gosling. Die Aussage bleibt damit vor allem eines: die nüchterne Auskunft eines Regisseurs, der seine Rechnung mit der verbleibenden Zeit selbst aufgemacht hat.

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