Hayden Panettiere ist tot: Heroes- und Scream-Star stirbt mit 36 Jahren
Hayden Panettiere ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Als Claire Bennet prägte sie vier Staffeln lang die NBC-Serie Heroes, als Kirby Reed gehörte sie über drei Jahrzehnte zur Scream-Reihe.
Hayden Panettiere ist tot. Die US-Schauspielerin, die einer ganzen Serien-Generation als unverwundbare Cheerleaderin Claire Bennet in „Heroes” im Gedächtnis blieb, starb im Alter von 36 Jahren. Ihre Agentur bestätigte den Tod gegenüber Deadline, unabhängig davon berichteten auch Variety und TheWrap.
Zur Todesursache gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Laut Deadline starb Panettiere in South Carolina, die Ermittlungen dauern an. In der Mitteilung ihrer Vertretung heißt es, man teile den Tod mit tiefer Trauer mit; sie sei ein unglaubliches Licht gewesen, das Millionen Zuschauern Freude gebracht habe.
Claire Bennet: die Rolle, die eine ganze Serie trug
2006 startete „Heroes” bei NBC – eine Serie über gewöhnliche Menschen, die plötzlich Superkräfte an sich entdecken, und das Jahre bevor Superhelden das Fernsehen dominierten. Panettiere spielte die Highschool-Cheerleaderin Claire Bennet, deren Körper sich von jeder Verletzung selbst heilt. Der Satz Save the cheerleader, save the world wurde zum Werbeversprechen der ersten Staffel und ist bis heute das, was vom Serienstart hängengeblieben ist.
Ursprünglich war „Heroes” als Anthologie geplant: jede Staffel neue Figuren, neue Geschichte. Dass es anders kam, lag maßgeblich an Panettiere und Milo Ventimiglia. Das Publikum hing so sehr an ihren Figuren, dass der Originalcast über alle vier Staffeln blieb – ein Kurswechsel, den NBC damals offen mit der Beliebtheit der beiden begründete. 2015 versuchte der Sender mit „Heroes Reborn” einen Neustart, der ohne Panettiere auskommen musste und nach einer Staffel wieder endete.
Kirby Reed und das Erbe im Horror
Ihre zweite Genre-Heimat war der Horror. In „Scream 4” spielte Panettiere 2011 die filmversessene Kirby Reed, beste Freundin von Jill Roberts und damit direkt im Zentrum der Ghostface-Mythologie rund um Sidney Prescott. Kirby überlebte den Film – ein Status als Final Girl, den die Fangemeinde jahrelang als Argument dafür führte, dass die Figur zurückkommen müsse.
Genau das geschah: In Scream (2022) hatte sie einen kurzen Auftritt, in Scream VI (2023) kehrte Kirby als FBI-Agentin und vollwertige Hauptfigur zurück. Damit gehört Panettiere zu den wenigen Darstellerinnen, die die Reihe über drei Jahrzehnte hinweg begleitet haben. Wo ihre Filme im Gesamtbild stehen, zeigt unsere Übersicht zur Scream-Reihenfolge.
Vom Kinderstar zur Hauptrolle
Panettiere stand praktisch ihr ganzes Leben vor der Kamera. Nach Werbespots und mehrjährigen Rollen in den US-Daily-Soaps One Life to Live und Guiding Light gab sie mit neun Jahren ihr Kinodebut als Sprecherin in „Das grosse Krabbeln”. Im Jahr 2000 folgte das Sportdrama Gegen jede Regel an der Seite von Denzel Washington, 2009 dann der Comic-Sci-Fi-Thriller „Push” mit Chris Evans und Dakota Fanning.
Ab 2012 spielte sie sechs Staffeln lang die Countrysängerin Juliette Barnes in der ABC-Serie Nashville – ihre größte Rolle außerhalb des Genres. Über ihre gesundheitlichen Krisen sprach Panettiere in späteren Jahren öffentlich, unter anderem über Depressionen und eine Suchterkrankung. Sie tat das zu einem Zeitpunkt, als solche Offenheit in Hollywood noch die Ausnahme war, und wurde dafür von vielen Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich gelobt.
Für ein Publikum, das mit „Heroes” groß geworden ist, verschwindet mit ihr ein Stück Fernsehgeschichte. Claire Bennet war die Figur, an der die Serie ihre Grundfrage aufhängte: was ein Mensch mit einer Gabe anfängt, die er sich nicht ausgesucht hat. Panettiere hat sie vier Staffeln lang getragen – und sie danach nie ganz losgelassen.
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