Lanterns-Finale erklärt: Wer Hal Jordan getötet hat und wie John Stewart Green Lantern wird
Spoiler: Das Lanterns-Finale löst den Mord an Hal Jordan auf, enttarnt den zweiten Manhunter und macht John Stewart zum Green Lantern der Erde – mit eigenem Eid. Was die Macher dazu sagen und wie es weitergeht.
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Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler zum Finale der ersten Staffel von „Lanterns”. Die Frage, mit der die Serie im August begonnen hat, ist beantwortet: Sheriff Kerry Kane hat Hal Jordan erschossen. Dazu enthüllt Folge 8 „Dirt and Stars” ihren Sohn Noah als zweiten Manhunter, und John Stewart wird am Ende Green Lantern der Erde – mit einem Eid, den es so in den Comics nicht gibt.
In den USA lief Folge 8 am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, bei HBO und HBO Max, in Deutschland ist sie seit Montag, dem 5. Oktober, bei HBO Max abrufbar. Damit sind alle acht Folgen der ersten Staffel verfügbar. Geschrieben haben das Finale Showrunner Chris Mundy, Damon Lindelof und Tom King.
Wer hat Hal Jordan getötet?
Das Finale beginnt mit einem Rückblick. Nach zehn Jahren Haft holt Kerry Kane (Kelly Macdonald) Hal Jordan (Kyle Chandler) vor dem Gefängnis ab, die beiden kommen sich näher. Rushville empfängt Hal dagegen feindselig, schließlich brennt sein Haus. Hal überlebt nur, weil Kerrys Sohn Noah (Shea Pritchard) seine verbrannte Haut mit derselben Manhunter-Technik ersetzt, die Jahre zuvor John Stewart gerettet hatte.
Noah selbst behauptet später gegenüber John, er habe Hal getötet. Die Wahrheit zeigt ein zweiter Rückblick: Hal hatte herausgefunden, was Noah ist, und wollte mit Kerry und ihrem Sohn fliehen. Kerry weigerte sich – und schoss in ihrer Angst auf Hal, während er ihr sagte, dass er sie liebt. John stellt Kerry beim Footballspiel ihres Sohnes zur Rede. Er lässt Mutter und Sohn gehen, statt sie auszuliefern.
Noah Macon ist der zweite Manhunter
Über den zweiten Manhunter wurde seit der Mitte der Staffel spekuliert, nun ist er enttarnt. Noah ist der Enkel von Zoe Macon (Poorna Jagannathan), deren Manhunter-Identität die Serie in der ersten Hälfte aufgedeckt hatte. Er weiß um seine Natur und versucht nach eigener Aussage, gegen seine gewalttätige Programmierung anzukämpfen.
Noah war es auch, der Sinestro (Ulrich Thomsen) aus seinem Gefängnis befreit hat. Auf Antaans zerstörtem Heimatplaneten hat Sinestro aus dem Angst erzeugenden Gas des Planeten eine gelbe Laterne geschmiedet – für Noah. Wer die Comics kennt, sieht darin den Ursprung des Sinestro Corps, dessen Ringe ihre Kraft aus Angst ziehen. John und das Halogram, die holografische Kopie des jungen Hal, lassen Sinestro auf dem Planeten zurück.
John Stewarts neuer Eid
In der Schlussszene ruft John Stewart (Aaron Pierre) Guy Gardner (Nathan Fillion) nach Rushville. Mit Hals Ring und Laterne, die das Corps nie für ihn vorgesehen hat, erklärt er sich zum Green Lantern der Erde. Guy soll sich um die Sterne kümmern, John schützt den Planeten. Danach spricht er den berühmten Eid – in einer eigenen Fassung: „In brightest day, in darkest night, I embrace my fear, I’ll do what’s right. I choose this ring, I choose this fight, in service to this lantern’s light.” Sinngemäß: Er nimmt seine Angst an, statt sie zu verleugnen.
„Am Ende sehen wir, dass John nicht mehr zu 100 Prozent ein Green Lantern ist”, sagte Co-Schöpfer Tom King laut TheWrap bei einer Pressekonferenz zum Finale. „Er hat eine Laterne mit ein bisschen Gelb darin, ein bisschen Angst. Er spricht nicht denselben Eid wie jeder andere Green Lantern, weil er nicht wie jeder andere Green Lantern ist.” Showrunner Chris Mundy beschreibt die Änderung gegenüber Deadline als Remix, nicht als Neufassung: Johns Weg sei nicht der übliche gewesen, der Ring habe ihn nicht ausgewählt, er habe sich selbst dafür entscheiden müssen.
Warum das Finale auf eine große Schlacht verzichtet
Wer ein Effektgewitter erwartet hat, wird enttäuscht – mit Absicht. „Es gab nie eine Fassung des Finales, die actionlastiger war”, sagte Mundy laut The Hollywood Reporter. Wenn die Beziehung zwischen Hal und John emotional trage, hätten die Autoren ihren Job gemacht; Action um ihrer selbst willen wäre nur Ablenkung gewesen.
Co-Schöpfer Damon Lindelof sieht die große Schlacht der Staffel in Folge 5, dem Kampf um Rushville. Ein Kinofilm hätte danach nur ein paar Minuten Abspann gehabt, die Serie konnte diese Ausklänge über die letzten drei Folgen erzählen. Tom King ergänzt, man habe Klischees von Anfang an gemieden „wie die Pest”, weil sie die Superhelden-Müdigkeit erzeugten, über die so viel geschrieben werde.
Kein Comeback für Hal Jordan
Bis zuletzt hatten Fans auf eine Rückkehr Hals gehofft, zumal Sinestro angeblich einen Weg kennt, ihn wiederzubeleben. Die Serie bleibt hart: Hal ist am Ende der Staffel tot, nur das Halogram verabschiedet sich von John, bevor es verblasst. „Wir wussten, dass es kein Täuschungsmanöver werden sollte”, sagte Lindelof. Damit sich die emotionale Entwicklung echt und verdient anfühle, habe man an Hals Tod festgehalten.
Gegen die Kritik an diesem Tod hatte sich schon James Gunn nach Folge 6 gestellt, wie wir in unserem Artikel zu Gunns Verteidigung beschrieben haben. Kyle Chandler nahm den Abschied mit Humor: Die Szene mit Aaron Pierre sei leicht gewesen, „obwohl ich ihn nicht besonders mag – ich wusste ja, dass ich bezahlt werde”.
Wie gut läuft Lanterns?
Die Zahlen sprechen für die Serie. Folge 7 erreichte in den USA in den ersten drei Tagen 7 Millionen Zuschauer, wie Variety berichtet; gezählt sind die Ausstrahlung beim Kabelsender HBO und die Abrufe bei HBO Max. Über alle Folgen gerechnet kommt Lanterns in den USA auf mehr als 12 Millionen Zuschauer pro Episode, international auf knapp 19 Millionen.
Zum Vergleich: „Es: Welcome to Derry”, die HBO-Serie, die Lanterns am ähnlichsten ist, kam mit ihrer stärksten Folge auf 6,5 Millionen US-Zuschauer in drei Tagen. Die Messlatte der letzten DC-Serie bei HBO liegt allerdings höher: „The Penguin” beendete seine Staffel 2024 mit mehr als 27 Millionen Zuschauern im Schnitt pro Folge. Für Lanterns spricht der Nachzieheffekt – allein in der Woche vor dem Finale haben 1,5 Millionen Zuschauer neu mit der Pilotfolge angefangen.
Kommt eine zweite Staffel von Lanterns?
Offiziell bestellt hat HBO eine zweite Staffel auch nach dem Finale nicht. Vorbereitet wird sie trotzdem: Laut Damon Lindelof hat Chris Mundy bereits einen neuen Writers’ Room eröffnet. Ob Noah, Kerry und Sinestro zurückkehren, bleibt damit offen – Fäden dafür hat das Finale mit der gelben Laterne und dem freigelassenen Manhunter genug liegen lassen.
Sicher ist Johns nächster Auftritt: Aaron Pierre spielt ihn auch in „Man of Tomorrow”, der am 8. Juli 2027 in den deutschen Kinos startet. Dort trifft er erneut auf Guy Gardner – und das Finale hat gerade geklärt, wie sich die beiden Green Lanterns der Erde ihre Aufgaben teilen. James Gunn und Peter Safran bleiben unter dem neuen Konzerndach Skydance an der Spitze von DC Studios.
Lanterns bei HBO Max streamen
„Lanterns” läuft in Deutschland exklusiv bei HBO Max, alle acht Folgen der ersten Staffel sind dort abrufbar. Über den folgenden Button kommst du direkt zum Streamingdienst:
Sheriff Kerry Kane hat Hal Jordan erschossen. Das enthüllt das Staffelfinale „Dirt and Stars” in einem Rückblick.
Der zweite Manhunter ist Noah Macon, Kerry Kanes Sohn und Enkel von Zoe Macon.
Nein. Hal Jordan bleibt am Ende der ersten Staffel tot, die Macher haben eine Wiederbelebung bewusst ausgeschlossen.
Folge 8 „Dirt and Stars” lief in den USA am 4. Oktober 2026 und ist in Deutschland seit dem 5. Oktober 2026 bei HBO Max abrufbar.
Die erste Staffel von Lanterns hat acht Folgen. Sie lief vom 16. August bis zum 4. Oktober 2026 im Wochentakt.
Bislang nicht. HBO hat Lanterns auch nach dem Finale noch nicht verlängert, ein Writers’ Room arbeitet laut Damon Lindelof aber bereits an Ideen. John Stewart kehrt am 8. Juli 2027 in „Man of Tomorrow” zurück.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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