Green Lantern gesperrt: Warum DC die Figur für ein Crossover nicht freigab

Green Lantern gesperrt: Warum DC die Figur für ein Crossover nicht freigab Warner Bros.
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DC hat Green Lantern nicht für die Comic-Folge von „Stuart Fails to Save the Universe“ freigegeben – wegen der laufenden Serie Lanterns. Serienschöpfer Zak Penn erzählt, warum stattdessen der Golden-Age-Flash einsprang.

Für die Comic-Folge ihrer HBO-Max-Serie wollten die Macher von „Stuart Fails to Save the Universe” eigentlich Green Lantern. Bekommen haben sie ihn nicht – und der Grund liegt bei „Lanterns”. Das erzählt Serienschöpfer Zak Penn im Gespräch mit Deadline.

„Sie haben uns gesagt, wir könnten ihn nicht haben, wegen Lanterns, und das habe ich verstanden”, sagt Penn. Sein Mitstreiter Chuck Lorre habe „ein bisschen gemurrt”. Für scifiscene-Leser ist das der interessantere Teil der Geschichte: Es ist ein seltener Blick darauf, wie eng DC seine Figuren steuert, während eine Realserie damit läuft.

Eine Figur, die gerade vergeben ist

„Lanterns” ist am 16. August bei HBO und HBO Max gestartet und war der beste DC-Serienstart, den der Streamer bis dahin gesehen hat. Solange die erste Staffel läuft, ist Hal Jordan offenbar nicht für Gastauftritte in anderen Produktionen zu haben – auch nicht in einer Comedy, die ihre DC-Ausflüge ausdrücklich als Spielerei anlegt.

Das ist keine Selbstverständlichkeit. Warner Bros. hat DC-Figuren über Jahre parallel in Zeichentrick, Realfilm und Sitcom-Gastrollen laufen lassen. Dass ausgerechnet Green Lantern jetzt geschützt wird, sagt einiges darüber, welchen Stellenwert die Serie im Aufbau von James Gunns DC Universe hat.

Stattdessen: der Flash aus dem Golden Age

Die Folge schickt Stuart (Kevin Sussman) und seine Freunde in ein Comicheft, in dem Mr. Freeze Gotham City terrorisiert. Um wieder herauszukommen, suchen sie ausgerechnet den Golden-Age-Flash – und damit eine Figur aus der falschen Stadt.

Genau das war der Witz. „Golden Age Flash hat uns sehr gefallen, einfach weil er ein bisschen albern ist”, sagt Penn. Er und Co-Schöpfer Bill Prady hätten viel darüber gelacht, dass Gotham City nicht dort liegt, wo New York liegt – „was überhaupt keinen Sinn ergibt”. Der Bösewicht sei bewusst der falsche für diese Geschichte, und die Figuren sollten das im Text auch anmerken.

DC war eingebunden – mit einer Ausnahme

An den Comic-Fassungen der Figuren hat das Team nach Penns Darstellung eng mit DC-Kreativchef Jim Lee gearbeitet. Lee hatte die Zusammenarbeit im Sommer beim San Diego Comic-Con angekündigt und dem Publikum in der Hall H versichert, die DC-Marken seien bei dem Team in guten Händen.

Penn fasst die Haltung der DC-Seite in einem Satz zusammen: Sie hätten gefragt, wie sie helfen könnten – abgesehen davon, dass sie Green Lantern nicht herausgeben würden. Penn hatte mit Lee bereits an „Ready Player One” zusammengearbeitet.

Und es bleibt nicht dabei

Die Comedy ist bereits um eine zweite Staffel verlängert, noch vor dem Finale der ersten. Penn sagt, er wäre überrascht, wenn die Autoren nicht erneut im DC-Universum wildern würden – der Writers Room nimmt seine Arbeit erst in der kommenden Woche auf.

Ob Green Lantern dann frei ist, hängt nicht an der Comedy. Eine zweite Staffel von „Lanterns” ist bislang nicht bestellt, geschrieben wird an ihr trotzdem. Bis diese Entscheidung fällt, dürfte der Ring weiter gesperrt bleiben.

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