Lars Eidinger über den Man-of-Tomorrow-Dreh: „Die kochen mit Pepsi“
Lars Eidinger hat „Man of Tomorrow“ abgedreht und schwärmt vom Hollywood-Set: So viel Teamgeist habe er in Europa nie erlebt. Was der Brainiac-Darsteller über die Arbeit an James Gunns Superman-Fortsetzung erzählt.
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Die Dreharbeiten sind vorbei, der Abschied fiel ihm schwer: Lars Eidinger hat nach seinem Einsatz als Brainiac in „Man of Tomorrow” Bilanz gezogen – und sie fällt überschwänglich aus. „Ich habe nie an einem Set im deutschsprachigen Raum oder im europäischen Raum derartigen Teamspirit erfahren wie dort”, sagte der Berliner der Deutschen Presse-Agentur über die Arbeit an James Gunns Superman-Fortsetzung.
„Eine ganz andere Art von Filmemachen”
Gefragt, was sich in Hollywood von deutschen Drehs unterscheide, antwortete Eidinger knapp: „Alles.” Und legte nach: „Man könnte ja gemeinhin behaupten, die kochen auch nur mit Wasser. Aber das stimmt nicht. Die kochen mit Pepsi.” Das eine habe mit dem anderen „wirklich rein gar nichts zu tun. Das ist eine ganz andere Art von Filmemachen.”
Auch mit einem verbreiteten Vorurteil räumt Eidinger auf. Seine amerikanischen Kolleginnen und Kollegen habe er nicht als oberflächlich erlebt, sondern als zugewandt und ehrlich an ihrem Gegenüber interessiert. Der Dreh sei „eine ausschließlich positive Erfahrung” gewesen. „Ich habe mich schwergetan, als es irgendwann zu Ende war und ich wieder nach Hause fahren musste”, sagte er.
„Man of Tomorrow” ist seit August abgedreht und steckt inzwischen im Schnitt. Gunn arbeitet parallel bereits am Drehbuch für sein nächstes Projekt. Eidinger spielt den Gegenspieler, gegen den sich Superman (David Corenswet) mit seinem Erzfeind Lex Luthor (Nicholas Hoult) verbünden muss.
Von der Theaterbühne ins Superhelden-Universum
Eidinger glänzt normalerweise in schweren Dramen oder auf der Theaterbühne. Dennoch fühlte sich der Sprung ins bombastische Superhelden-Genre für ihn von Anfang an richtig an. Schon im Frühjahr betonte er im Gespräch mit dem Hollywood Reporter, dass er Leinwand-Epen wie „Man of Tomorrow” nicht als Fremdkörper betrachtet. Trotz der bildgewaltigen Action trage die Geschichte des Mannes aus Stahl viel Drama in sich.
Die meisten Geschichten über Superman beinhalten eine natürliche, tiefe psychologische Dimension.
Eidinger zieht zudem Parallelen zwischen dem finsteren Androiden und den Werken von William Shakespeare. Der DC-Schurke teilt laut dem Schauspieler zeitlose Motive wie Korruption, Macht und Moral – klassische Kernthemen des Theaters. Seine jahrelange Bühnenerfahrung bereitete ihn daher unbeabsichtigt auf diesen Part vor. Von einem DCU-Auftritt hat er nach eigener Aussage nie aktiv geträumt.
Wer ist Brainiac?
Das Comic-Debüt des Bösewichts liegt lange zurück: Die Schöpfer Otto Binder und Al Plastino stellten ihn 1958 in Action Comics #242 vor. Brainiac durchkämmt die Galaxie und schrumpft ganze Metropolen, um sie in Flaschen abzufüllen. So stahl er einst auch Kandor, die ehemalige Hauptstadt von Krypton.
In den USA startet „Man of Tomorrow” am 9. Juli 2027 in den Kinos, ein deutscher Termin steht noch aus. Alle Daten zum DC-Universum findest du in unserem DCU-Kalender.
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