Lex Luthor: Supermans Erzfeind, seine Fähigkeiten und der Stand im DCU

Lex Luthor: Supermans Erzfeind, seine Fähigkeiten und der Stand im DCU Warner Bros.
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Lex Luthor hat keine Superkräfte – und ist trotzdem der gefährlichste Gegner des DC-Universums. Herkunft, Fähigkeiten, alle Kinoauftritte und der aktuelle Stand im DCU mit Nicholas Hoult.

Kein Superkraft-Gen, kein Alien-Erbe, kein Hammer aus Uru: Lex Luthor ist der mächtigste Gegenspieler des DC-Universums, weil er der klügste Mensch im Raum ist – und weil er weiß, dass er das ist. Seit 1940 begleitet der Mann aus Metropolis den Stählernen als Wissenschaftler, Konzernchef, Präsident und Gefangener. Aktuell spielt ihn Nicholas Hoult im DC Universe von James Gunn.

Diese Seite ordnet die Figur ein: Woher sie kommt, was sie ohne Superkräfte so gefährlich macht, wo sie im DCU gerade steht und wer sie in über 70 Jahren Film- und Seriengeschichte verkörpert hat. Eine ausführliche Galerie aller Darsteller findest du in unserer Übersicht aller Lex-Luthor-Schauspieler.

Auf einen Blick

Wer ist Lex Luthor? Der Erzfeind von Superman: Unternehmer, Wissenschaftler und Chef des Konzerns LexCorp in Metropolis.

Erster Comic-Auftritt? Action Comics #23 im April 1940, geschaffen von Jerry Siegel und Joe Shuster.

Welche Kräfte hat er? Keine übermenschlichen. Seine Waffen sind Intelligenz, Geld, Kryptonit und ein gepanzerter Kampfanzug.

Wer spielt ihn aktuell? Nicholas Hoult, seit „Superman” im DC Universe.

Nächster Auftritt? „Man of Tomorrow”, deutscher Kinostart am 8. Juli 2027.

Wer ist Lex Luthor?

Alexander Joseph „Lex” Luthor ist Unternehmer, Erfinder und der reichste Mann von Metropolis. Sein Konzern LexCorp beherrscht die Stadt wirtschaftlich, sein Ruf als Wohltäter und Innovator ist sorgfältig gepflegt – und genau das ist der Punkt. Luthor ist kein Schurke, der sich versteckt. Er ist einer, der auf Gala-Abenden Reden hält, während im Keller seines Unternehmens an der nächsten Waffe gegen den Mann aus Stahl gearbeitet wird.

Sein Hass auf Superman ist dabei weniger persönlich als ideologisch. Luthor sieht in dem Kryptonier keinen Retter, sondern eine Kränkung: Solange ein Außerirdischer die Menschheit beschützt, wird die Menschheit nie lernen, sich selbst zu retten. Dass ausgerechnet Luthor sich für den Beweis dieser These hält, macht die Figur so haltbar. Er ist überzeugt, der Held der Geschichte zu sein – und erzählt sie sich entsprechend.

Aus dieser Selbstgewissheit speist sich auch seine gefährlichste Eigenschaft: Luthor verliert nie endgültig. Gefängnisstrafen, Firmenpleiten, Enttarnungen – all das behandelt er als Zwischenstand. Kaum ein anderer DC-Gegenspieler ist so oft gestürzt und so verlässlich zurückgekehrt.

Kräfte und Fähigkeiten

Lex Luthor hat keine übermenschlichen Fähigkeiten – und das ist der ganze Witz der Figur. Was er stattdessen mitbringt, ist ein Intellekt auf Genie-Niveau, der ihn in Physik, Robotik, Genetik und Xenobiologie gleichermaßen zu Hause sein lässt. Viele seiner gefährlichsten Erfindungen entstehen nicht in einem Labor voller Mitarbeiter, sondern an seinem eigenen Schreibtisch.

Dazu kommt die zweite Machtquelle: Kapital. LexCorp gibt ihm Zugriff auf Forschung, Politik, Medien und Anwälte. Luthor kauft Loyalität, wo er sie nicht erpressen kann, und er nutzt Prozesse und Öffentlichkeitsarbeit als Waffen, lange bevor er zu einer echten greift. Wer ihn nur über seine Gadgets beschreibt, hat die Figur nicht verstanden.

Wenn er doch kämpft, tut er es aus einem gepanzerten Kampfanzug heraus – dem Warsuit, meist grün-violett, mit Flugantrieb, Energiewaffen und einem Kryptonit-Kern. Kryptonit selbst ist ohnehin sein liebstes Werkzeug: das einzige Material, das Supermans Körper zuverlässig schwächt. In mehreren Comic-Phasen trug Luthor es als Ring – und zahlte dafür mit einer Krebserkrankung an der Hand.

Lex Luthor im DCU

Im DC Universe von James Gunn spielt Nicholas Hoult die Rolle. Sein Einstieg war „Superman”, der am 10. Juli 2025 in den deutschen Kinos startete und den Grundstein für das erste Kapitel des neuen Universums legte. Hoults Luthor ist dort kein alter Industrieller, sondern ein Tech-Unternehmer mit Militärverträgen, Social-Media-Armee und einer Obsession, die er als Patriotismus verkauft. Am Ende des Films landet er hinter Gittern.

Dort blieb die Figur nicht lange unbeobachtet. In der sechsten Folge der zweiten Staffel von „Peacemaker” taucht Hoult erneut als Luthor auf: Er sitzt eine Strafe von 265 Jahren im Belle Reve ab, als Rick Flag Sr. ihm einen Deal anbietet – Hilfe bei der Jagd auf Peacemaker gegen eine Verlegung. Es war die erste Rückkehr einer Hauptfigur aus dem Superman-Film und band die Serie direkt an den Kino-Strang des DCU.

Der nächste große Auftritt ist bereits terminiert: „Man of Tomorrow” kommt am 8. Juli 2027 in die deutschen Kinos, erneut mit James Gunn als Regisseur und Autor. Die Prämisse dreht die Figur um – Superman und Luthor müssen sich verbünden, um es mit Brainiac aufzunehmen, den der deutsche Schauspieler Lars Eidinger verkörpert. Wie belastbar dieses Bündnis ist, dürfte die eigentliche Frage des Films werden.

Wie sich der Film in das übrige Kapitel einordnet, zeigt unsere Übersicht zur Reihenfolge der DCU-Filme.

Lex Luthor in den Comics

Die Figur debütierte im April 1940 in Action Comics #23, erdacht von Jerry Siegel und gezeichnet von Joe Shuster. Der erste Luthor war ein rothaariger, wissenschaftlich hochbegabter Kriminalmastermind – die charakteristische Glatze setzte sich erst ab 1941 durch und blieb dann über acht Jahrzehnte das Erkennungszeichen der Figur.

Den entscheidenden Umbau erlebte Luthor 1986, als John Byrne im Zuge des Post-Crisis-Neustarts den verrückten Wissenschaftler durch einen Konzernchef ersetzte. Aus dem Erfinder im Kellerlabor wurde der mächtigste Geschäftsmann von Metropolis – eine Interpretation, die bis heute die Grundlage nahezu jeder Verfilmung bildet.

Spätere Storylines trieben die Idee auf die Spitze: Luthor wurde zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, führte zeitweise die Justice League an und trug in „Forever Evil” und „The Darkseid War” sogar Heldenrollen. Genau dieses Pendeln zwischen Schurke und Retter ist der Kern der Figur – und der Grund, warum das DCU sie als Partner Supermans neu denken kann.

Lex Luthor auf der Kinoleinwand

Neun Kinoauftritte in 75 Jahren, sechs Darsteller: Die Tabelle listet die Live-Action-Filme, in denen Lex Luthor eine tragende Rolle spielt – vom Kino-Serial der Nachkriegszeit bis zum kommenden DCU-Sequel.

Jahr Film Darsteller
1950 Atom Man vs. Superman Lyle Talbot
1978 Superman Gene Hackman
1980 Superman II - Allein gegen alle Gene Hackman
1987 Superman IV - Die Welt am Abgrund Gene Hackman
2006 Superman Returns Kevin Spacey
2016 Batman v Superman: Dawn of Justice Jesse Eisenberg
2017 Justice League Jesse Eisenberg
2025 Superman Nicholas Hoult
2027 Man of Tomorrow Nicholas Hoult

Im Fernsehen ist die Bilanz noch länger. Michael Rosenbaum prägte die Figur von 2001 bis 2011 in „Smallville” als tragischen Jugendfreund Clark Kents, John Shea gab sie in den Neunzigern in „Superman - Die Abenteuer von Lois und Clark”, Jon Cryer spielte sie ab 2019 im Arrowverse und Michael Cudlitz seit 2023 in „Superman und Lois”. Alle Darstellerinnen und Darsteller im Detail findest du in der Schauspieler-Übersicht.

Verwandte Figuren

Luthor funktioniert nur im Verhältnis zu anderen. An erster Stelle steht Superman selbst, an zweiter Lois Lane – die Reporterin, die ihn in mehreren Kontinuitäten überhaupt erst hinter Gitter gebracht hat und die er in der Serie „Superman - Die Abenteuer von Lois und Clark” sogar heiraten wollte.

Auch Supergirl gehört in diesen Kreis: In der gleichnamigen Serie war Luthor über seine Schwester Lena mit Kara Zor-El verbunden und wurde zum zentralen Gegenspieler der späten Staffeln. Im DCU trafen die beiden Figuren bislang nicht aufeinander – ein Zusammentreffen wäre nach „Man of Tomorrow” aber die naheliegendste Fortsetzung.

Lex Luthor ist der Erzfeind von Superman: Unternehmer, Wissenschaftler und Chef des Konzerns LexCorp in Metropolis. Er hat keine Superkräfte, sondern nutzt Intelligenz, Vermögen und Technologie gegen den Mann aus Stahl. Erstmals erschien die Figur im April 1940 in Action Comics #23.

Keine übermenschlichen. Luthors Stärke ist ein Intellekt auf Genie-Niveau, dazu kommen das Kapital von LexCorp, Kryptonit als Waffe gegen Superman und ein gepanzerter Kampfanzug – der sogenannte Warsuit – mit Flugantrieb und Energiewaffen.

Nicholas Hoult. Er übernahm die Rolle in „Superman“ (2025), war in der zweiten Staffel von „Peacemaker“ erneut zu sehen und kehrt in „Man of Tomorrow“ zurück, der am 8. Juli 2027 in die deutschen Kinos kommt.

Weil er in ihm eine Kränkung sieht. Luthor hält sich für den Höhepunkt menschlicher Leistungsfähigkeit und ist überzeugt, dass die Menschheit sich niemals selbst weiterentwickelt, solange ein Außerirdischer sie beschützt. Sein Hass ist damit weniger persönlich als ideologisch begründet.

In seinem ersten Auftritt 1940 hatte Luthor noch rote Haare. Die Glatze setzte sich ab 1941 durch und wurde zum festen Erkennungszeichen. Spätere Comics und Serien lieferten unterschiedliche Erklärungen nach – häufig einen Laborunfall in Luthors Jugend.

In mehreren Fassungen ja. In den Comics tritt Lena über Jahrzehnte als seine Schwester auf, in der Serie „Supergirl“ ist sie seine Halbschwester und wird von Katie McGrath gespielt. Im DC Universe von James Gunn ist die Figur bislang nicht aufgetaucht.

Am 8. Juli 2027. Dann startet „Man of Tomorrow“ in den deutschen Kinos, in dem sich Superman und Lex Luthor gegen den Superschurken Brainiac verbünden müssen. Regie und Drehbuch übernimmt erneut James Gunn.

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