Pluribus holt sechs Emmys – Vince Gilligan hat Staffel 2 bereits durchgeplant

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Sechs Emmys für Pluribus: Vince Gilligans Science-Fiction-Serie räumt bei Apple TV ab. Backstage verriet der Breaking-Bad-Schöpfer, dass die Handlung der zweiten Staffel komplett steht und die ersten beiden Drehbücher geschrieben sind.

Vince Gilligans Science-Fiction-Serie „Pluribus” gehört zu den großen Gewinnern der diesjährigen Emmy-Verleihung: Sechs Preise gingen an die Apple-TV-Produktion. Und hinter der Bühne verriet Gilligan, wie weit die Arbeit an der zweiten Staffel inzwischen ist.

Sechs Preise, darunter zwei der schwersten

Rhea Seehorn gewann als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie, Gilligan selbst für das beste Drehbuch einer Dramaserie. Dazu kamen Auszeichnungen für die Titelmusik von Dave Porter und für den Bildschnitt von Skip Macdonald. Zwei weitere Preise – für das Szenenbild und den Tonmix – waren bereits am Wochenende zuvor im Rahmen der Creative Arts Emmys vergeben worden.

Für Gilligan ist es der fünfte Emmy seiner Laufbahn. Der Abend gehörte insgesamt Apple: Der Streamer sammelte 28 Preise ein, den größten Einzelblock davon die Comedyserie Widow's Bay. Dass ausgerechnet eine Science-Fiction-Serie in der Dramasparte die Schauspiel- und die Drehbuchkategorie holt, ist dabei das eigentlich Bemerkenswerte – das Genre wird bei den Emmys traditionell eher in den Handwerkskategorien bedacht.

Staffel 2: Die Handlung steht, zwei Bücher sind fertig

Backstage sprach Gilligan gegenüber Deadline über den Stand der zweiten Staffel. „Es hat eine Weile gedauert, wir haben es rausbekommen, aber Staffel 2 ist technisch gesehen noch nicht komplett geschrieben”, sagte er. „Wir haben sie aufgebrochen, und das ist der schwere Teil. Mit anderen Worten: Die Handlung aller Folgen steht. Die erste und die zweite sind geschrieben.”

Die übrigen Drehbücher befinden sich demnach in unterschiedlichen Stadien. Seehorn selbst kennt sie noch nicht – sie hatte den Reportern zuvor gesagt, sie habe nichts in der Hand. Gilligan kündigte an, das bald nachzuholen, merkte aber an, dass nicht jeder im Ensemble vorab wissen wolle, wohin die Reise geht: Manche wollten lieber überrascht werden. Einen Starttermin für die zweite Staffel gibt es bislang weder für die USA noch für Deutschland.

Worum es in Pluribus geht

Im Zentrum steht Carol, gespielt von Seehorn: Sie überlebt eine außerirdische Invasion als eine von ganz wenigen Menschen unverändert. Der Rest der Menschheit existiert danach als eine ausgesucht freundliche Schwarmintelligenz, die Carol jeden Wunsch erfüllt – und genau darin liegt der Druck, unter dem die Serie steht. Das Finale der ersten Staffel endet damit, dass Carol dem Kollektiv ein Druckmittel abringt, das sie gegen eine erzwungene Eingliederung absichern soll.

Gilligan selbst hält sich mit Deutungen zurück. Dass Fans die Serie als Kommentar zur Pandemie oder zur künstlichen Intelligenz lesen, höre er gern, sagte er – die Grundidee sei allerdings älter als beides. Eine Lesart hat es ihm besonders angetan: „Jemand sagte, es ist eine Art Betrachtung über Verlust. Ich glaube, all diese Dinge sind wahr.”

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