Klingonen-Hochzeiten & Jean Grey Vibes: Wie „Starfleet Academy” den Canon von TNG & DS9 ehrt

Klingonen-Hochzeiten & Jean Grey Vibes: Wie „Starfleet Academy” den Canon von TNG & DS9 ehrt Paramount

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26.02.2026 08:15 Uhr

Das 32. Jahrhundert ist wild, aber manche Dinge ändern sich nie: „Star Trek: Starfleet Academy“ beweist mit tiefen Griffen in die Lore-Kiste, dass Klingonen und Betazoiden ihre Wurzeln nicht vergessen haben.

Wir schreiben das späte 32. Jahrhundert. Die Föderation baut sich neu auf, und die Sternenflotten-Akademie öffnet ihre Pforten. Doch während wir uns auf neue Spezies wie die Khionianer oder photonische Lebensformen freuen, schlägt das Herz vieler Trekkies vor allem für die Rückkehr alter Bekannter: Klingonen und Betazoiden.

Und genau hier beweist das Autorenteam von „Star Trek: Starfleet Academy” ein unfassbares Gespür für Details. Es wird nicht einfach nur eine Maske aufgesetzt; hier wird tiefes „Lore-Mining” betrieben, das bis in die goldenen Zeiten von TNG, Deep Space Nine und Voyager zurückreicht.

Klingonische Romantik: Schmerz ist Liebe

Nehmen wir Jay-Den Kraag (Karim Diané). Er ist der erste offen schwule Klingone im Franchise, aber in seinen Adern fließt das gleiche traditionsbewusste Blut wie bei Worf. In Episode 7, „Ko'Zeine”, referenziert er in seiner Rede als Trauzeuge einen uralten Brauch: Dass sich Braut und Bräutigam gegenseitig die Schlüsselbeine brechen. Ein wunderbares Easter Egg für Voyager-Fans, die sich erinnern, wie B'Elanna Torres genau diese schmerzhafte Tradition erwähnte.

Das wirft natürlich die spannende Frage auf: Haben Worf und Jadzia Dax auf DS9 ihre Hochzeitsnacht eigentlich knochenbruchfrei überstanden? Die Serie lässt es offen, aber der Canon-Bezug sitzt perfekt.

Kein Bock auf Strand und Kälte

Auch abseits der Romantik bleibt der Klingone sich treu: Er hasst Kälte und Strandurlaub. Jay-Den beschwert sich über die Eiseskälte auf dem Mond von Khionia – ein direkter Rückgriff auf B'Elanna Torres' Abneigung gegen kühle Temperaturen in Voyager. Und noch besser: Jay-Dens Unlust auf einen Ibiza-Trip mit seinem Freund Kyle erinnert uns herrlich an Worf, der auf Risa in Badehose so ziemlich den unglücklichsten Eindruck der Galaxis machte. Selbst im 32. Jahrhundert gilt also: Ein echter Krieger bräunt sich nicht.

Betazoiden im „Dark Phoenix”-Modus

Doch nicht nur die Kriegerkaste wird geehrt, auch die Telepathen bekommen ein massives Upgrade. Tarima Sadal (Zoë Steiner) zeigt uns eine Seite der Betazoiden, die wir so noch nicht kannten, die aber dennoch logisch erscheint. Ihre psychischen Kräfte sind derart stark und instabil, dass sie an eine andere ikonische Figur aus der Popkultur erinnern: Jean Grey aus den X-Men.

Ähnlich wie die Marvel-Mutantin muss Tarima einen neuralen Inhibitor tragen, um ihre Umgebung nicht versehentlich durch pure Gedankenkraft zu zerstören. In Episode 6, „Komm fort”, sehen wir sogar, wie sie ihre Kräfte bewusst überlädt, um ihre Freunde zu retten – eine Szene, die visuell und thematisch stark an die Phoenix-Saga erinnert, aber fest im Trek-Canon verankert bleibt.

Der Clou dabei: Die Serie erklärt dies mit dem chemischen Botenstoff Psilosynin – ein Begriff, der erstmals in The Next Generation fiel. Das zeigt: Starfleet Academy ist mehr als nur Teen-Drama im Weltraum; es ist eine Liebeserklärung an das Erbe von Gene Roddenberry, Rick Berman und Co.