„Wir wissen nicht, wie es endet“: Cast von „Starfleet Academy“ über das Serienfinale
„Wirklich kompliziert“: Der Cast von „Star Trek: Starfleet Academy“ weiß selbst nicht genau, wie das Serienfinale endet. Holly Hunter spielt eine Doppelrolle, Robert Picardo nennt die Staffel „spektakulär“. Start: März 2027.
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„Wir wissen nicht, wie es endet”: Die Darsteller von „Star Trek: Starfleet Academy” tappen beim Serienfinale selbst im Dunkeln. Im Interview mit TV Insider nannten Bella Shepard und Sandro Rosta das Ende der zweiten und letzten Staffel „wirklich kompliziert” – mit Cliffhangern, aber auch mit einem Abschluss für manche Geschichten.
Deutlich mehr gesehen hat Robert Picardo: Er kennt die letzte Staffel schon in großen Teilen – und ist begeistert. „Von den Produzenten höre ich, dass Staffel 2 sogar noch besser ist”, sagte der Darsteller des holografischen Doktors im Gespräch mit TrekMovie am Rande der New Yorker Premiere der Jubiläums-Doku „The Sixty-Year Mission”. „Ich habe bei den Synchronaufnahmen schon ziemlich viel davon gesehen, und es sieht spektakulär aus.”
Die zweite und letzte Staffel startet im März 2027 bei Paramount+. Neben dem Lob für die neuen Folgen hat Picardo im selben Gespräch deutliche Worte für das frühe Aus der Serie gefunden.
„Wirklich kompliziert”: Was der Cast über das Serienfinale sagt
Am Rande der New York Comic Con wurden Shepard (Genesis Lythe), Rosta (Caleb Mir) und Karim Diané (Jay-Den Kraag) gefragt, was sie über das Finale verraten können. „Ehrlich gesagt wahrscheinlich gar nichts, weil es wirklich kompliziert ist”, antwortete Shepard. Rosta ergänzte: „Wir wissen nicht, wie es endet.” Shepard legte nach: „Wir hören, glaube ich, irgendwie mit Cliffhangern auf, aber manches wird auch ein bisschen mit einer Schleife abgeschlossen. Wir werden sehen.”
Das passt zur Vorgeschichte der Staffel. Co-Showrunnerin Noga Landau hatte ScreenRant schon im März bestätigt, dass Staffel 2 mit einem Cliffhanger endet – gedreht wurde sie in der Hoffnung auf eine dritte Staffel, bevor Paramount+ die Serie absetzte. Laut ScreenRant könnte das Finale deshalb in der Postproduktion angepasst werden, damit die Kadetten einen Abschluss bekommen; bestätigt hat Paramount das nicht. Rostas Satz spricht jedenfalls dafür, dass die Darsteller die letzte Folge in ihrer endgültigen Fassung selbst noch nicht kennen.
Für eine Überraschung hatte beim NYCC-Panel Holly Hunter gesorgt. Über Bill Nighy sagte sie: „Er spielt meinen Vater, und ich spiele mich und meine Zwillingsschwester.” Kanzlerin Nahla Ake bekommt also eine Schwester, beide gespielt von Hunter. Shepard beschrieb den Dreh so: „Es gab zwei Hollys am Set. Es war verrückt.” Laut ScreenRant lernt Jay-Den außerdem als Medizinstudent beim Doktor (Robert Picardo), und Caleb freundet sich mit dem neuen Kadetten Keats an, weil beide eine ähnliche Herkunft haben.
Picardo: „Staffel 2 sieht spektakulär aus”
Picardo kennt das Material aus eigener Anschauung: Bei den sogenannten ADR-Sessions, in denen Dialoge nachträglich im Studio neu eingesprochen werden, bekommen Darsteller ganze Szenen vorgeführt. Dass er dort „ziemlich viel” gesehen hat, passt zum Produktionsstand – die zweite Staffel war bereits abgedreht, als Paramount+ die Serie im März 2026 absetzte. Bestellt worden war sie schon während der Dreharbeiten zur ersten.
Auf eigene Beobachtung stützt sich Picardo dabei nur zum Teil. Dass Staffel 2 „noch besser” sei, gibt er ausdrücklich als Einschätzung der Produzenten weiter; „spektakulär” ist sein eigener Eindruck aus den Aufnahmesessions. Neues Bildmaterial gibt es außer den Szenenbildern und dem Clip von der Comic Con bislang nicht, einen Trailer hat Paramount noch nicht veröffentlicht.
„In der Wiege getötet”
Für das Ende der Serie wählt Picardo ein drastisches Bild. Jede Star-Trek-Serie sei in ihren ersten zwei, drei Staffeln kritisiert worden und habe oft bis zur dritten gebraucht, um in Fahrt zu kommen. „Auch wenn ich finde, dass die Qualität unserer Serie großartig war – wir wurden sozusagen in der Wiege getötet”, sagte er TrekMovie.
Einen Teil der Schuld sieht er im politischen Klima: Diversität stehe derzeit unter Beschuss, „und deshalb steht Star Trek unter Beschuss, denn genau darum ging es bei Star Trek schon immer”. Ähnlich hatte sich Picardo bereits kurz nach der Absetzung geäußert, als sich mehrere Darsteller gegen das Aus wehrten. Für künftige Star-Trek-Filme und -Serien wünscht er sich, dass die Verantwortlichen sich daran erinnern, „was Star Trek besonders gemacht hat”. Im Moment sei die Stimmung allerdings „ein wenig düster”.
„Top Gun im Weltall”: Die Nova Squadron kehrt zurück
Inhaltlich hatten die Showrunner Alex Kurtzman und Noga Landau beim Star-Trek-Panel der New York Comic Con am 10. Oktober den Rahmen gesteckt. In der neuen Staffel bekommt die Akademie des 32. Jahrhunderts ihre eigene Version der Elite-Pilotenstaffel. Kurtzman beschrieb die Rückkehr der Nova Squadron im Panel als „Top Gun im Weltall”. Landau deutete an, dass Kadett Caleb Mir (Sandro Rosta) gegen die Elitekadetten antreten wird. Mehr verrieten die beiden nicht – wie die neue Staffel aufgestellt ist und wer ihr angehört, ist bislang offen.
Für Trekkies ist der Name vorbelastet. Die Nova Squadron wurde in der fünften Staffel von „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” in der Folge „The First Duty” eingeführt: Wesley Crusher, Nicholas Locarno und ihre Staffelkameraden versuchten dort, den tödlichen Unfall eines Mitkadetten bei einem verbotenen Flugmanöver zu vertuschen. In „Star Trek: Prodigy” tauchte die Staffel unter Locarnos Führung wieder auf, diesmal als Verbündete. In der ersten Staffel von Starfleet Academy spielte stattdessen die Rivalität mit dem War College die Hauptrolle.
Bill Nighy und Rosemarie DeWitt als Gaststars
Außerdem stellten Kurtzman und Landau zwei prominente Gaststars vor: Bill Nighy spielt Nyk Ake, den entfremdeten Vater von Kanzlerin Nahla Ake (Holly Hunter). Rosemarie DeWitt übernimmt die Rolle der Laytha Sadal, First Lady von Betazed und Mutter der Kadettin Tarima, wie Variety meldet.
Nighys Figur gehört zu den Lanthaniten, der langlebigen Spezies, die aus „Star Trek: Strange New Worlds” bereits durch Pelia (Carol Kane) bekannt ist. Neu an Bord ist außerdem der geheimnisvolle Kadett Keats, gespielt von Ruaridh Aldington, den Paramount bereits im Juli auf der San Diego Comic-Con vorgestellt hatte.
Was das Star-Trek-Panel gezeigt hat
Auf der Empire Stage standen Holly Hunter, Sandro Rosta, Bella Shepard, Karim Diané und Robert Picardo mit Kurtzman und Landau. Für das Publikum im Saal gab es einen ersten Clip aus der neuen Staffel, der bislang nicht online veröffentlicht ist. Paramount+ hat parallel erste Szenenbilder freigegeben, darunter Nighy an der Seite von Picardos Doktor und DeWitt mit Zoë Steiner als Tarima.
Die neuen Folgen begleiten die Kadetten laut offizieller Inhaltsangabe in ihr zweites Jahr an Bord der USS Athena. Dort geht es um Führung, Freundschaft, Liebe und Moral, um Rivalitäten, heikle diplomatische Verhandlungen und ein hart umkämpftes Turnier der gesamten Akademie. Dazu kommt ein geheimnisvoller neuer Kadett, dessen bloße Existenz Fragen aufwirft – mit Folgen, die weit über den Unterricht hinausreichen sollen.
Shatner zum 60. Geburtstag von Star Trek
Im zweiten Teil des Panels sprach Ben Stiller mit William Shatner, der Captain James T. Kirk drei Staffeln lang in „Raumschiff Enterprise” und in sechs Kinofilmen mit der Originalbesetzung spielte. Der Auftritt fällt in das Jahr, in dem „Star Trek” 60 Jahre alt wird. Stiller ist bekennender Fan der Originalserie und hat mit Shatner schon mehrfach zusammengearbeitet, unter anderem in „Voll auf die Nüsse”.
Der 95-Jährige ist in diesem Herbst ohnehin präsent: Er steht im Mittelpunkt der Jubiläums-Dokumentation, zu der wir den Trailer bereits vorgestellt haben, und ist dort auch als Executive Producer beteiligt.
Und danach?
Mit Staffel 2 endet „Star Trek: Starfleet Academy”, wie Variety bereits im März berichtet hatte. Die erste Staffel ist in Deutschland bei Paramount+ zu sehen; ob die zweite hierzulande zeitgleich startet, hat Paramount noch nicht gesagt.
Nach der Kadetten-Serie steht nur noch die fünfte und ebenfalls letzte Staffel von „Star Trek: Strange New Worlds” fest; neue Serien sind bislang nicht angekündigt. Auch das lange geplante Kirk-Spin-off ist inzwischen vom Tisch.
Die Hoffnung vieler Fans richtet sich deshalb auf die Kinoleinwand: Jonathan Goldstein und John Francis Daley entwickeln für Paramount einen neuen Star-Trek-Kinofilm mit komplett neuen Figuren. Welche Serien und Filme in welcher Reihenfolge zusammengehören, steht in unserer Übersicht zu Star Trek. Was sonst auf der Messe angekündigt wurde, findest du in unserer Übersicht über alle Ankündigungen der NYCC 2026.
Im März 2027 bei Paramount+. Einen genauen Tag hat Paramount noch nicht genannt.
Picardo hat bei Synchronaufnahmen bereits viel von der Staffel gesehen und nennt sie „spektakulär”. Von den Produzenten habe er gehört, dass sie noch besser sei als die erste.
Bill Nighy spielt Nyk Ake, den entfremdeten Vater von Kanzlerin Nahla Ake (Holly Hunter). Rosemarie DeWitt ist als Laytha Sadal, First Lady von Betazed, zu sehen.
Ja. Paramount+ hat die Serie im März 2026 abgesetzt, die bereits abgedrehte zweite Staffel ist die letzte.
Eine Elite-Pilotenstaffel der Sternenflottenakademie, eingeführt in der „Next Generation”-Folge „The First Duty” mit Wesley Crusher. In der zweiten Staffel von Starfleet Academy kehrt sie in einer Version des 32. Jahrhunderts zurück.
Das ist noch offen. Laut Darstellerin Bella Shepard endet die Serie mit Cliffhangern, schließt aber auch einige Geschichten ab. Die Darsteller kennen das endgültige Ende nach eigener Aussage selbst nicht.
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