„Star Wars: Starfighter“ kostet bis Drehschluss 226,5 Millionen Dollar – mehr als Episode VII
Bis kurz nach Drehschluss hat Disney 226,5 Millionen Dollar in „Star Wars: Starfighter“ gesteckt – mehr als in „Das Erwachen der Macht“ in derselben Phase. Ein Rekord ist das aber nicht.
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„Star Wars: Starfighter” hat schon vor dem Ende der Postproduktion mehr Geld verschlungen als „Star Wars: Das Erwachen der Macht” in derselben Phase. Bis zum 31. Januar 2026 hat Disney 226,5 Millionen Dollar (164,9 Millionen Pfund) in den Film von Shawn Levy gesteckt. Das geht aus den ersten Geschäftsberichten der britischen Produktionsfirma Blue Mist Productions hervor, die Forbes ausgewertet hat.
Der Stichtag liegt gut einen Monat nach dem Drehschluss in den Pinewood Studios bei London. Die Kosten für Schnitt, Effekte und Musik kommen also noch dazu. Im Mai 2027 soll der Film mit Ryan Gosling in der Hauptrolle das Kino-Comeback von Star Wars werden – in Deutschland startet er am 26. Mai 2027.
Teurer als zwei Teile der Sequel-Trilogie – aber kein Rekord
Forbes vergleicht die Zahl mit den britischen Produktionsfirmen der Sequel-Trilogie, und zwar jeweils über einen ähnlichen Zeitraum: von der Gründung bis kurz nach Drehschluss. „Das Erwachen der Macht” kam in dieser Phase auf 147,6 Millionen Pfund, „Star Wars: Die letzten Jedi” auf 162,3 Millionen Pfund. Beide liegen damit unter „Starfighter”, die Episode VIII allerdings nur knapp.
Die Lesart, „Starfighter” sei damit der teuerste Star-Wars-Film aller Zeiten, geben die Zahlen nicht her. „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers” hatte bis einen Monat nach Drehschluss 281,6 Millionen Pfund ausgegeben – deutlich mehr als „Starfighter” im selben Abschnitt. Und die Endabrechnungen der großen Episoden liegen ohnehin weit über diesen Zwischenständen, weil die Postproduktion bei Effektfilmen erst richtig ins Geld geht.
Was die Rechnung abfedert
Ganz so viel zahlt Disney am Ende nicht selbst. Über die britische Steuergutschrift für audiovisuelle Produktionen flossen bislang 51,5 Millionen Dollar zurück, rund 22,7 Prozent der Kosten. Netto lag „Starfighter” zum Stichtag damit bei etwa 175 Millionen Dollar. Gedreht wurde außerdem auf Sardinien, wo Italien ebenfalls einen Teil der Ausgaben erstattet; Effektarbeiten in Großbritannien werden zu noch höheren Sätzen gefördert.
Der größte Einzelposten in den Unterlagen sind die Personalkosten: 17,6 Millionen Dollar für im Schnitt 239 Beschäftigte pro Monat. Mit der Postproduktion werden bis zum Kinostart sowohl weitere Kosten als auch weitere Erstattungen hinzukommen. Die endgültige Rechnung wird erst ein späterer Bericht zeigen.
Warum die Zahl gerade jetzt Gewicht hat
„Starfighter” muss für Lucasfilm viel richtig machen. „Star Wars: The Mandalorian and Grogu” spielte im Mai bis heute weltweit rund 346 Millionen Dollar ein – so wenig wie kein anderer Star-Wars-Kinofilm seit der Übernahme von Lucasfilm durch Disney. Nach Forbes-Schätzung war schon die Sequel-Trilogie für Disney immer weniger einträglich: Vom Gewinn von rund 500 Millionen Dollar bei Episode VII blieben bei Episode IX weniger als 50 Millionen übrig.
Die Geschichte von „Starfighter” spielt etwa fünf Jahre nach „Der Aufstieg Skywalkers”. Neben Gosling spielen Flynn Gray, Amy Adams, Matt Smith und Mia Goth. Ein so hoher Einsatz schon vor der Postproduktion zeigt, wie viel Disney sich von dem Film zum 50. Jubiläum von „Krieg der Sterne” verspricht. Alle kommenden Filme und Serien findest du in unserer Übersicht der Star-Wars-Starttermine.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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