Tribute von Panem 6: Erste Bilder enthüllen eine Katniss-Vorläuferin
Erste exklusive Bilder zu „Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping“: Regisseur Francis Lawrence verrät, warum eine junge Mittributin Haymitchs Katniss vorwegnimmt. Kinostart in Deutschland ist der 19. November 2026.
In knapp drei Monaten kehrt die Sci-Fi-Dystopie in die Arena zurück: „Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping” erzählt die Hungerspiele des jungen Haymitch Abernathy, 24 Jahre vor Katniss Everdeen. Zum Auftakt der Werbephase haben Regisseur Francis Lawrence und der Cast in exklusiven Aufnahmen und Interviews für Entertainment Weekly verraten, wie der sechste Film der Reihe an das Bekannte andockt – und dabei eine Figur ins Zentrum rückt, die vielen Fans wie ein Vorbote von Katniss vorkommen dürfte.
Eine Katniss, bevor es Katniss gab
Katniss Everdeen ist zur Zeit der 50. Hungerspiele noch nicht geboren – spürbar ist sie trotzdem. Verantwortlich dafür ist Louella, eine junge Mittributin aus Distrikt 12, gespielt von Molly McCann. „Die kleine Louella ist ein Liebling von Haymitch”, sagt Francis Lawrence gegenüber Entertainment Weekly. Es ist Louella, die von Haymitch als Erste „Schätzchen” genannt wird – jener Spitzname, den Jennifer Lawrences Katniss Jahrzehnte später von ihrem Mentor immer wieder zu hören bekommt.
Dass die Ähnlichkeit kein Zufall ist, bestätigt der Regisseur unumwunden: „Wir haben Louella tatsächlich so besetzt, dass sie Katniss ein wenig ähnlich sieht.” Für die Dramaturgie ist das ein cleverer Kniff, denn es erklärt rückwirkend, warum Haymitch der späteren Tributin aus seinem eigenen Distrikt so reserviert und zugleich so schützend begegnet. Ob darüber hinaus noch ein Auftritt der Originalstars folgt, hält Lionsgate bislang unter Verschluss.
Das zweite Jubel-Jubiläum: 48 Tribute statt 24
Der Film spielt zur Zeit der 50. Hungerspiele – dem zweiten sogenannten Jubel-Jubiläum. Das Kapitol unter Präsident Snow feiert den Jahrestag, indem es die doppelte Zahl an Kindern in die Arena schickt: 48 statt der üblichen 24 Tribute aus den zwölf Distrikten. Einer von ihnen ist der 16-jährige Haymitch Abernathy, gespielt von Joseph Zada – jene Figur, die man später als von Alkohol und Schuld gezeichneten Mentor kennt.
Genau dieser Bruch ist der Kern des Films. Zada sollte als jüngere Ausgabe von Woody Harrelsons Figur „emotional transparent und zugänglich genug sein, sodass man wirklich dabei zusehen konnte, wie die Ereignisse dieser Spiele ihn radikalisieren”, erklärt Produzentin Nina Jacobson gegenüber Entertainment Weekly. Der Film erzählt damit weniger einen Sieg als eine Zerstörung – und liefert die Vorgeschichte zu einer der wenigen Figuren, die die Reihe von Anfang bis Ende begleitet.
Bekannte Rollen, neue Gesichter
Prominentester Rollenwechsel ist Coriolanus Snow: Nach Donald Sutherland in der Originalreihe und Tom Blyth in „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” übernimmt Ralph Fiennes den Kapitol-Herrscher, der sich seinen „Weg zu diesem Job mit Gift geebnet hat” und auch in Friedenszeiten kein Aufbegehren duldet. Über seine Besetzung haben wir bereits im September 2025 berichtet. Ebenfalls verjüngt wird Showmoderator Caesar Flickerman, den Kieran Culkin irgendwo zwischen Wettermann und Amateur-Magier anlegt – also zwischen den Interpretationen von Jason Schwartzman und Stanley Tucci.
Elle Fanning spielt die junge Effie Trinket und verdankt die Rolle nach eigener Aussage dem Publikum: „Die Fans haben mir geholfen, die Rolle zu bekommen. Sie haben sich sehr dafür eingesetzt und das Studio hat viele Posts gesehen.” Neu dabei ist außerdem Mckenna Grace als Distrikt-12-Tributin Maysilee Donner, die ihre Wut aus Peetas Leitsatz zieht, das Kapitol dürfe sie nicht besitzen. Glenn Close gibt als Drusilla Sickle die geliftete Vorgängerin von Effie und erfand für die Figur ein eigenes, horizontal verzogenes Lächeln – ein nach oben gezogener Mundwinkel, so Close, „das war der Joker”. Jesse Plemons komplettiert das Ensemble als Plutarch Heavensbee in der Nachfolge von Philip Seymour Hoffman.
Wann startet Sunrise on the Reaping im Kino?
Der Kinostart in Deutschland ist der 19. November 2026, in den USA läuft der Film einen Tag später an. Regie führt erneut Francis Lawrence, der seit dem zweiten Teil jeden Film der Reihe inszeniert hat. Die Vorlage stammt wie bei allen Teilen von Suzanne Collins: Ihr Roman erschien auf Deutsch als „Die Tribute von Panem L – Der Tag bricht an”.
Für Lionsgate ist es der zweite Anlauf, das Franchise über Prequels weiterzuführen. „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes” blieb 2023 wirtschaftlich deutlich hinter den Höhepunkten der Originalreihe zurück. Mit Haymitch greift das Studio diesmal nach einer Figur, die Fans der Filme unmittelbar kennen, statt nach einer historischen Randnotiz – das dürfte der entscheidende Unterschied sein.
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