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Aston Martin DB5 bei James Bond: Alle Filme, Gadgets und Szenen

Goldfinger, Skyfall, Keine Zeit zu sterben: Der Aston Martin DB5 fährt in acht Bond-Filmen. Alle Auftritte, Waffen und Gadgets – vom Schleudersitz bis zu den Miniguns in Matera.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 11.10.2026 ·6 Min. Lesezeit
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Aston Martin DB5 bei James Bond: Alle Filme, Gadgets und Szenen
MGM

Kein Auto ist so eng mit James Bond verbunden wie der Aston Martin DB5. Seit „James Bond 007 - Goldfinger” (1964) taucht der silberne Brite in acht Filmen der offiziellen Reihe auf – mal als Waffenarsenal auf Rädern, mal als Bonds Privatwagen, mal nur für eine Szene. Zuletzt jagte Daniel Craig ihn in „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben” (2021) mit ausgefahrenen Miniguns durch die Gassen von Matera.

Hier findest du jeden Auftritt des DB5 in der richtigen Reihenfolge, welche Bewaffnung und welche Gadgets er im jeweiligen Film hat, in welchen Szenen sie zum Einsatz kommen – und was hinter dem echten Auto steckt.

Auf einen Blick

Welches Auto ist der Bond-DB5? Ein Aston Martin DB5, gebaut von 1963 bis 1965 in Newport Pagnell, mit 4,0-Liter-Reihensechszylinder und Karosserie nach dem Superleggera-Prinzip von Touring.

In wie vielen Bond-Filmen fährt er? In acht: Goldfinger, Feuerball, GoldenEye, Der Morgen stirbt nie, Casino Royale, Skyfall, Spectre und Keine Zeit zu sterben.

Welche Gadgets hat er? In Goldfinger unter anderem Maschinengewehre, Schleudersitz, Reifenschlitzer, Ölspur, Nebelwand, kugelsicheren Heckschild und wechselnde Nummernschilder. In Keine Zeit zu sterben kommen Miniguns hinter den Scheinwerfern und Minen dazu.

Welches Kennzeichen hat er? BMT 216A in Goldfinger und Feuerball, BMT 214A in GoldenEye.

Wer gibt Bond den Wagen? Q, der Quartiermeister des MI6. Die Effekte baute Spezialeffekt-Mann John Stears.

Der DB5 in allen Bond-Filmen

Die Tabelle zeigt jeden Auftritt in der offiziellen Eon-Reihe – mit der Rolle, die der Wagen im Film spielt, und den Gadgets, die tatsächlich zum Einsatz kommen.

Jahr Film Rolle des DB5 Gadgets im Einsatz
1964 James Bond 007 - Goldfinger Dienstwagen von Q-Branch Peilsender, Reifenschlitzer, Ölspur, Nebelwand, Heckschild, Maschinengewehre, Schleudersitz
1965 James Bond 007 - Feuerball derselbe Wagen (BMT 216A) Wasserwerfer am Heck, Raketenrucksack im Kofferraum
1995 James Bond 007 - GoldenEye Bonds Privatwagen (BMT 214A) keine Waffen – Champagnerkühler und Faxgerät
1997 James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie kurzer Auftritt keine
2006 James Bond 007 - Casino Royale beim Poker gewonnen keine
2012 James Bond 007 - Skyfall Fluchtwagen nach Schottland Maschinengewehre
2015 James Bond 007 - Spectre von Q wieder aufgebaut keine
2021 James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben Verfolgungsjagd in Matera Miniguns, Nebelwand, Minen, LED-Kennzeichen
Aston Martin DB5 in Keine Zeit zu Sterben
Aston Martin DB5 in Keine Zeit zu Sterben Foto: MGM

Goldfinger (1964): Die Ur-Ausstattung

In Goldfinger bekommt Bond von Q den damals brandneuen DB5 – und Q-Branch hat gründlich nachgerüstet. Die Liste der Umbauten ist lang: zwei Maschinengewehre hinter den vorderen Blinkern, ausfahrbare Stoßstangen-Rammen vorn und hinten, Reifenschlitzer in den Radnaben, ein kugelsicherer Schild, der sich hinter der Heckscheibe hochfährt, Öl- und Nageldüsen in den Rückleuchten, eine Nebelwand, ein Radarschirm im Cockpit, ein Waffenfach unter dem Fahrersitz, ein Funktelefon in der Tür und der Beifahrer-Schleudersitz, für den vorher ein Dachteil abgesprengt wird. Dazu wechseln drehbare Nummernschilder zwischen Großbritannien (BMT 216A), Frankreich und der Schweiz.

Im Film kommt fast alles davon zum Einsatz. Mit dem Peilsender folgt Bond Goldfingers Rolls-Royce, die Reifenschlitzer zerlegen den Ford Mustang von Tilly Masterson. Auf dem Gelände von Goldfingers Fabrik schüttelt Bond seine Verfolger mit Nebelwand und Ölspur ab, fährt den Heckschild hoch und feuert die Maschinengewehre ab – und befördert einen Wachmann per Schleudersitz durchs Dach. Nur die drehbaren Nummernschilder führt Q bloß vor, im Einsatz sind sie nicht.

Für den Film entstanden vier Wagen: zwei Fahrzeuge für die Dreharbeiten, von denen eines die Gadgets trug, und zwei Promotion-Autos für die Weltausstellung 1964 in New York. Der Effektwagen mit der Fahrgestellnummer DP/216/1 wurde 1997 in Florida gestohlen und ist bis heute verschwunden.

Feuerball (1965): Wasserwerfer und Raketenrucksack

Ein Jahr später ist derselbe Wagen mit dem Kennzeichen BMT 216A wieder dabei – und bekommt zwei neue Extras: Am Heck sitzen nun Wasserwerfer, im Kofferraum ist ein Raketenrucksack verstaut. In der Szene vor dem Vorspann entkommt Bond mit dem Jetpack, steigt in den DB5 und hält seine Verfolger mit den Wasserwerfern auf Abstand.

GoldenEye und Der Morgen stirbt nie: Bonds Privatwagen

Für Pierce Brosnans ersten Einsatz kehrte der DB5 nach 30 Jahren zurück, diesmal mit dem Kennzeichen BMT 214A. In „James Bond 007 - GoldenEye” ist er Bonds privates Auto und hat keine Waffen – nur einen Champagnerkühler in der Armlehne und ein Faxgerät. Berühmt ist die Szene trotzdem: Bond liefert sich in den Hügeln über Monaco ein Rennen mit Xenia Onatopp in ihrem Ferrari F355. Zwei Jahre später hat der Wagen in „James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie” einen kurzen Auftritt.

Casino Royale (2006): Beim Poker gewonnen

Im Neustart mit Daniel Craig gehört der DB5 zunächst gar nicht Bond. Er gehört dem Schurken Alex Dimitrios, und Bond gewinnt ihn auf den Bahamas beim Pokern. Der Wagen ist ein Linkslenker mit bahamaischem Kennzeichen und hat keinerlei Gadgets – passend zu einem Film, der ohne Q auskommt.

Aston Martin DB5 in Casino Royale
Aston Martin DB5 in Casino Royale Foto: MGM

Skyfall und Spectre: Zerstört und wieder aufgebaut

In „James Bond 007 - Skyfall” (2012) holt Bond den DB5 aus einer Garage und bringt M damit zu seinem Elternhaus Skyfall in den schottischen Highlands. Der Wagen ist wieder voll bewaffnet: Vor der Skyfall Lodge kommen die ausfahrbaren Maschinengewehre gegen Silvas Männer zum Einsatz, bevor der DB5 im Kugelhagel zerstört wird. Für die Explosion entstanden beim bayerischen 3D-Druck-Spezialisten Voxeljet drei detailgetreue Modelle im Maßstab 1:3 – die echten Autos blieben heil.

In „James Bond 007 - Spectre” (2015) steht der DB5 dann in Qs Werkstatt, mitten im Wiederaufbau. Am Ende des Films ist er wieder aufgebaut, Bond holt ihn bei Q ab und fährt mit Madeleine Swann davon – ein Abschied, der sechs Jahre später nahtlos weitergeht.

Aston Martin DB5 in Keine Zeit zu Sterben
Aston Martin DB5 in Keine Zeit zu Sterben Foto: MGM

Keine Zeit zu sterben (2021): Miniguns in Matera

„Keine Zeit zu sterben” beginnt genau dort: Bond und Madeleine sind mit dem DB5 in Matera in Süditalien unterwegs. Nach der Explosion an Vespers Grab geraten die beiden in einen Hinterhalt von SPECTRE, im Wagen eingekesselt, während die Scheiben unter Dauerbeschuss stehen. Dann fährt Bond auf, was Q-Branch eingebaut hat.

Laut Spezialeffekt-Chef Chris Corbould hat der DB5 hier rotierende M134-Miniguns hinter den absenkbaren Scheinwerfern, die klassische Nebelwand, Minen, die unter der hinteren Stoßstange herausfallen, und ein LED-Kennzeichen als moderne Version der drehbaren Nummernschilder aus Goldfinger. Mit den Miniguns dreht Bond Donuts auf der Piazza San Giovanni Battista und räumt den Platz frei. Aston Martin baute für die Sequenz acht eigene DB5 samt umfangreichem Ersatzteilpaket. Einer der Stuntwagen wurde 2022 bei einer Wohltätigkeitsauktion für 2,92 Millionen Pfund versteigert.

Das echte Auto: Baujahr, Motor, Stückzahl

Der Aston Martin DB5 wurde von 1963 bis 1965 im englischen Newport Pagnell gebaut, insgesamt 1.059 Exemplare. Die Form stammt von der italienischen Karosseriebaufirma Touring Superleggera. Unter der Haube arbeitet ein 4,0-Liter-Reihensechszylinder mit 282 bis 325 bhp (je nach Version), der Wagen schafft rund 233 km/h.

Die Bond-Filme haben den DB5 zum Sammlerstück gemacht. Der Straßenwagen aus Goldfinger und Feuerball wurde 2010 für 4,6 Millionen US-Dollar versteigert. 2020 legte Aston Martin selbst 25 neue DB5 im Goldfinger-Look auf, gebaut im Werk Newport Pagnell und mit funktionierenden Gadgets wie Nebelwand, simulierter Ölspur, drehbaren Nummernschildern und Heckschild – für rund 2,75 Millionen Pfund pro Stück.

Mehr zur Reihe: alle James-Bond-Filme in der richtigen Reihenfolge, die Übersicht über alle James-Bond-Darsteller und die Seite zu Q, der Bond den Wagen übergibt.

Das bekannteste Bond-Auto ist der Aston Martin DB5, den Bond erstmals 1964 in Goldfinger fährt. Er kehrt in insgesamt acht Filmen zurück, zuletzt 2021 in Keine Zeit zu sterben.

In Goldfinger (1964), Feuerball (1965), GoldenEye (1995), Der Morgen stirbt nie (1997), Casino Royale (2006), Skyfall (2012), Spectre (2015) und Keine Zeit zu sterben (2021).

In Goldfinger hat er Maschinengewehre, einen Schleudersitz, Reifenschlitzer, Ölspur, Nebelwand, einen kugelsicheren Heckschild, einen Peilsender und drehbare Nummernschilder. Feuerball ergänzt Wasserwerfer, Keine Zeit zu sterben Miniguns hinter den Scheinwerfern und Minen.

In Goldfinger und Feuerball trägt der DB5 das Kennzeichen BMT 216A. Bonds privater DB5 in GoldenEye fährt mit BMT 214A, der Wagen aus Casino Royale mit einem Kennzeichen der Bahamas.

Von 1963 bis 1965 entstanden 1.059 Exemplare. 2020 baute Aston Martin zusätzlich 25 neue Goldfinger-DB5 mit funktionierenden Gadgets.

Der Straßenwagen aus Goldfinger und Feuerball wurde 2010 für 4,6 Millionen US-Dollar versteigert, ein Stuntwagen aus Keine Zeit zu sterben 2022 für 2,92 Millionen Pfund. Die 25 Neuauflagen von 2020 kosteten rund 2,75 Millionen Pfund pro Stück.

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