Good Luck, Have Fun, Don't Die: Gore Verbinskis irre KI-Apokalypse
Vergiss generische KI-Panik: Gore Verbinski meldet sich mit einem blutigen Sci-Fi-Trip zurück, der dir bissig und extrem witzig den Spiegel der Social-Media-Sucht vorhält.
Künstliche Intelligenz mutiert zum Schreckgespenst der Filmindustrie. Viele Filmemacher greifen das Thema auf, verfehlen aber oft eine kreative Umsetzung. Aktuelle Kritiken zu Scream 7 (TBA) zeigen genau das: Studios verheizen die KI dort oft lediglich als billiges Handlungselement. Doch Regie-Legende Gore Verbinski beendet nun seine Schaffenspause und demonstriert mit „Good Luck, Have Fun, Don't Die” (2026) meisterhaft, wie du diese brisanten Ängste packend auf die Leinwand bringst. Mit diesem durchdachten Ansatz bricht Verbinski sogar seinen persönlichen Rotten-Tomatoes-Rekord!
Eine Nacht, ein Diner und das Ende der Welt
Das Studio fasst den Beginn der wilden Handlung wie folgt zusammen:
Eine bizarre Science-Fiction-Komödie entfaltet sich, als ein ungepflegter Fremder, der behauptet aus der Zukunft zu stammen, in ein nächtliches Diner in Los Angeles stürmt und darauf besteht, dass eine außer Kontrolle geratene KI bald die Welt vernichten wird. Er rekrutiert eine Gruppe zielloser Fremder für einen chaotischen Plan, um die Apokalypse aufzuhalten.
Sam Rockwell glänzt in der Rolle dieses namenlosen Mannes aus der Zukunft. Er will die Technologie nicht völlig vernichten, sondern rettende Sicherheitsprotokolle installieren. Er nimmt die Mission extrem persönlich, da eine KI-Drohne in der Zukunft seine eigene Mutter tötete. Um die Katastrophe in der Gegenwart abzuwenden, versammelt er eine fantastische Besetzung um sich.
Black Mirror auf Steroiden
Die Hintergrundgeschichten der Figuren wirken wie extreme, absurdistische Episoden aus „Black Mirror”. Du triffst auf Haley Lu Richardson, die unter einer massiven WLAN- und Handy-Allergie leidet. Zazie Beetz und Michael Peña spielen Lehrkräfte, die wegen Social Media schleichend ihre Jobs verlieren. Peña verliert sogar komplett den Bezug zur Realität, als das endlose Scrollen auf dem Smartphone eines Schülers ihn regelrecht hypnotisiert. Den finstersten Twist liefert Juno Temple: Sie verkörpert eine Mutter, die ihren Sohn bei einem Schulmassaker verlor und sich nun an einen KI-gesteuerten Klon des Jungen klammert.
Menschenfressende Kätzchen und blutige Action
Autor Matthew Robinson liefert das Drehbuch für das 134-minütige Abenteuer, das trotz der schweren KI-Kritik niemals in zynischer Dunkelheit versinkt. Verbinski jagt die Truppe im Verlauf einer einzigen Nacht durch wenige Straßenblöcke – und inszeniert dabei grausame Tode. Der Regisseur tobt sich visuell absolut hemmungslos aus: Mach dich auf einen Macheten-Mörder auf einem Dach und eine gigantische, menschenfressende Kreuzung aus Pferd und Kätzchen gefasst! Der staubtrockene Humor und die verrückten Eigenarten der Figuren treiben die Handlung voran und verleihen dem Ganzen eine herrliche Satire-Ebene.
Letztendlich bewahrt „Good Luck, Have Fun, Don't Die” (2026) einen großen Funken Hoffnung. Sam Rockwell bestätigte bereits in Interviews, dass der Twist am Ende eine optimistische Botschaft trägt. Die Menschheit besitzt die Fähigkeit, ihre Fehler zu korrigieren, anstatt sich der Technik wehrlos zu ergeben.
- Start
- 12.03.2026
- Regisseur/in
- Gore Verbinski
- Drehbuch
- Matthew Robinson