Das MCU wird dunkler. So bringt die neue Wonder Man-Serie die Darkforce zurück.
Eine kosmische Kraft verknüpft die Magie des Darkhold, die Dimension von Dormammu und den Ursprung von Knull. Wir erklären das fehlende Puzzleteil im MCU.
Die Darkforce stellt eine der komplexesten und beständigsten Konstanten innerhalb des Marvel-Multiversums dar. Sie fungiert nicht nur als vielseitiges Handlungselement für Autoren, sondern auch als fundamentales kosmisches Prinzip, das die Grenzen zwischen theoretischer Physik, okkulten Mysterien und interdimensionalem Horror verwischt. Im Gegensatz zu konventionellen Energiequellen zeichnet sich die Darkforce durch ihre inhärente Dualität aus: Sie ist sowohl eine manipulierbare Energieform als auch eine eigenständige, oft als „hungrig” beschriebene Dimension, die nach Licht und Leben giert. Dieser Bericht untersucht die Evolution der Darkforce von ihren Comic-Wurzeln bis hin zur vielschichtigen Manifestation im Marvel Cinematic Universe (MCU), analysiert die Mechanismen ihrer Nutzung durch verschiedene Entitäten und bietet eine strategische Einordnung für die Aufbereitung dieses Themas im Kontext moderner Suchmaschinen- und KI-Landschaften.
Quick Answer: Was ist die Darkforce?
Die Darkforce ist eine instabile, außerdimensionale Energieform, die aus der sogenannten Darkforce-Dimension stammt. In der physikalischen Welt manifestiert sie sich oft als schwarze, zähflüssige Substanz oder gasförmiger Schatten, der Licht absorbiert und extreme Kälte ausstrahlt. Während sie in den Comics primär als Energiequelle für Helden wie Cloak oder Schurken wie Blackout dient, wird sie im MCU unter Begriffen wie „Zero Matter” oder „Dark Matter” geführt und eng mit der Dark Dimension von Dormammu verknüpft. Sie besitzt eine korruptive Wirkung auf ihre Nutzer und fungiert oft als Brücke zu eldritischen Mächten des Multiversums.
Die Darkforce-Dimension: Eine Kosmologie des ewigen Hungers
Die Darkforce-Dimension ist ein extra-dimensionaler Raum, der außerhalb des regulären Universums existiert und oft als Spiegelbild der Lightforce-Dimension betrachtet wird. Ihre herausragendste Eigenschaft ist ihr unstillbarer Hunger nach Licht und Leben. Da es dieser Dimension an beidem mangelt, versucht sie permanent, diese Essenzen aus anderen Universen und von Lebewesen zu stehlen, um ihre eigene Existenz zu nähren.
Die Mechanik der Dimension
In der Darkforce-Dimension existieren verschiedene Arten von Kreaturen, die sich in Größe und Stärke unterscheiden, aber alle das gemeinsame Ziel verfolgen, Licht zu verzehren. Diese Bewohner besitzen oft die Fähigkeit, Wesen in der irdischen Ebene heimzusuchen oder von ihnen Besitz zu ergreifen, um eine Verbindung zu dieser Ebene aufrechtzuerhalten. Die Dimension benötigt einen sogenannten „Host” (Wirt) als Anker, um die Lebenskraft, das Licht und die Seelen lebender Wesen effektiv absorbieren zu können.
| Eigenschaft | Beschreibung | Narrative Konsequenz |
|---|---|---|
| Temperatur | Absoluter Nullpunkt. Entzieht der Umgebung Wärme. | Nutzer leiden oft unter chronischer Unterkühlung oder benötigen Lichtquellen. |
| Konsistenz | Kann gasförmig, flüssig oder fest als Konstrukte sein. | Vielseitigkeit in der Anwendung wie Schilder, Fesseln oder Portale. |
| Psychoaktive Wirkung | Induziert Visionen von Albträumen und Urängsten. | Feinde werden psychisch destabilisiert. Nutzer riskieren Wahnsinn. |
| Zeitlosigkeit | Zeit existiert nicht in konventioneller Form. | Ermöglicht Unsterblichkeit oder lebensverlängernde Zauber. |
Der Baum der Schatten und die Fraternity of Raptors
Ein wenig bekannter Aspekt der Darkforce-Kosmologie ist das Experiment des Gardeners, eines der Elders of the Universe. Fasziniert von der Frage, ob Leben in einer so öden Umgebung gedeihen könne, pflanzte er einen Samen in den Boden der Darkforce-Dimension. Daraus erwuchs über tausend Jahre der „Tree of Shadows” (Baum der Schatten). Dieses Gewächs wurde zum Streitpunkt zwischen frühen Shi'ar und Skrulls, die in ihm eine Quelle unvorstellbarer Macht sahen. Die Shi'ar erreichten den Baum zuerst, was zur Entstehung des Prime Raptor führte – einem Wesen, das durch die Verbindung mit dem Baum die Kunst der Gestaltwandlung erlernte. Aus diesem Baum ging schließlich die Fraternity of Raptors hervor, eine Rasse synthetischer Wesen, die die Darkforce als technologische und physische Waffe nutzt.
Eldritische Entitäten: Shuma-Gorath und die Vielen-Winkligen
Die Darkforce ist untrennbar mit den „Great Old Ones” oder „Many-Angled Ones” verbunden, uralten Chaos-Lords, die bereits vor der Entstehung der Erde existierten. Shuma-Gorath ist der prominenteste Vertreter dieser Gruppe und herrscht über Hunderte von Dimensionen.
Shuma-Gorath: Herr des Chaos
Shuma-Gorath manifestiert sich als gewaltiges, tentakliges Auge und gilt als multiversales Wesen. Seine Macht in seiner eigenen Dimension ist absolut. Auf der Erde agiert er meist durch sogenannte M-Bodies (Manifestationskörper), die nur einen winzigen Bruchteil seiner wahren Stärke repräsentieren – vergleichbar mit einem Fingernagel, der an der Realität kratzt.
Es besteht eine tiefgreifende Verbindung zwischen der Darkforce und diesen Entitäten. Die Darkforce-Dimension dient oft als Medium oder Barriere zwischen den Realitäten, die von den Vielen-Winkligen manipuliert wird. Shuma-Gorath nutzt diese Energien, um den Verstand anderer zu beeinflussen und ganze Galaxien zu vernichten. Im MCU wurde eine ähnliche Kreatur namens Gargantos eingeführt, wobei Fans debattieren, ob es sich dabei um denselben Charakter oder lediglich um ein niederes Wesen derselben Spezies handelt.
| Aspekt von Shuma-Gorath | Details |
|---|---|
| Ursprung | Eine Dimension, die der Erd-Dimension diametral gegenübersteht. |
| Fähigkeiten | Telepathie über Dimensionen hinweg. Realitätsmanipulation. Energieprojektion. |
| Erzfeind | Doctor Strange sowie historisch die Elders of the Universe. |
| Schwäche | Kosmische Energien, die seine eigene Zufuhr stören oder entziehen. |
Der König in Schwarz: Knull, der Lebende Abgrund und die Symbioten-Resonanz
Ein modernerer, aber ebenso bedeutender Teil der Darkforce-Mythologie ist die Verbindung zu Knull, der Gottheit des Voids. Knull existierte bereits in der endlosen Dunkelheit vor der Geburt des Universums. Als die Celestials das Licht der Schöpfung entzündeten, schuf Knull aus dem „Living Abyss” (Lebenden Abgrund) das erste Symbioten-Schwert, All-Black, um sie zu bekämpfen.
Die Synergie zwischen Darkforce und Abyss
Der Lebende Abgrund resoniert direkt mit Darkforce-Energie. Diese Resonanz ist so stark, dass sie die Eigenschaften der Darkforce-Dimension in Bezug auf unser Universum verändern kann, was oft zu einer Verstärkung der Kräfte von Darkforce-Nutzern führt. Interessanterweise kann Lightforce-Energie – die natürliche Antithese zur Darkforce – den Lebenden Abgrund und die Symbioten negativ beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist die Mutation der Symbioten-Überreste in Eddie Brocks Körper zu Anti-Venom durch die Berührung von Mister Negative.
Diese Verbindung legt nahe, dass die Darkforce nicht nur eine Energiequelle ist, sondern ein Teil einer weitaus größeren, bösartigen kosmischen Infrastruktur, die von Knull kontrolliert wird. Charaktere wie Cloak reagierten während der zweiten Symbioten-Invasion empfindlich auf diese energetische Verschiebung, was die tiefen narrativen Wurzeln dieser Kräfte verdeutlicht.
Die Darkforce im Marvel Cinematic Universe: Von Zero Matter zu transdimensionalen Portalen
Im MCU wurde die Darkforce zunächst als „Zero Matter” eingeführt, ein Begriff, der die wissenschaftliche Perspektive der 1940er Jahre widerspiegelt. Die Geschichte der Darkforce auf der Leinwand und im Fernsehen ist eng mit der Organisation Isodyne Energy und der Strategic Scientific Reserve (SSR) verknüpft.
Die Isodyne-Zwischenfälle
Im Mai 1945 entdeckten US-Soldaten in Europa eine Anomalie, die später als Zero Matter identifiziert wurde. Ein Atombombentest von Isodyne Energy riss ein Portal auf, das ein Team und dessen gesamte Ausrüstung absorbierte. Zurück blieb nur eine oszillierende Masse aus Darkforce. Die Erforschung dieser Substanz führte zu dramatischen Ergebnissen:
- Jane Scott: Eine Wissenschaftlerin, die die Substanz berührte und sofort schockgefroren wurde.
- Whitney Frost: Eine geniale Erfinderin, die versuchte, Zero Matter zu nutzen, um die Menschheit auf eine höhere Ebene zu heben, was jedoch zu ihrer eigenen Korruption führte.
- Jason Wilkes: Durch eine Explosion wurde er unsichtbar und immateriell, da er permanent zwischen den Dimensionen gefangen war.
Roxxon und die Entstehung von Cloak & Dagger
In der modernen Ära des MCU ist der Konzern Roxxon die treibende Kraft hinter der Darkforce-Forschung. Roxxon entdeckte eine Mischung aus Darkforce und Lightforce unter New Orleans. Eine Explosion auf einer Bohrinsel setzte eine Schockwelle frei, die Tyrone Johnson (Cloak) und Tandy Bowen (Dagger) ihre Kräfte verlieh. Während Tyrones Kräfte ihn direkt mit der Darkforce-Dimension verbinden, was ihm Teleportation und das Versenden von Opfern in die Dunkelheit ermöglicht, nutzt Tandy die komplementäre Lightforce.
Die Dark Dimension und Dormammu
Ein kritischer Punkt in der MCU-Lore ist die Gleichsetzung der Darkforce-Dimension mit der Dark Dimension von Dormammu. Die Dark Dimension wird als eine Ansammlung eroberter Welten beschrieben, in der die Zeit keine Rolle spielt. Sie ist die Quelle lebensverlängernder Zauber, wie sie von der Ancient One verwendet wurden. Diese Dimension wird im MCU auch als „Zero Matter World”, „Hell Dimension” oder schlicht „Hell” bezeichnet. In bestimmten Bereichen dieser Dimension residieren Wesen wie die Loa oder exilierte Magier wie Morgan le Fay.
| MCU Bezeichnung | Kontext | Primärer Nutzer oder Herrscher |
|---|---|---|
| Zero Matter | Wissenschaft der 40er Jahre | Whitney Frost. Isodyne |
| Dark Dimension | Mystische Künste | Dormammu. Ancient One |
| Hell Dimension | Spirit of Vengeance | Ghost Rider (Robbie Reyes) |
| Darkforce | Übermenschliche Fähigkeiten | Tyrone Johnson (Cloak) |
Die Darkhold-Verbindung: Mystische Artefakte und die Korruption der Realität
Das Darkhold, oft als das „Buch der Sünden” bezeichnet, gilt im MCU als ein Artefakt der Darkforce, das seinen Ursprung in der Dark Dimension hat. Es wurde vom Elder God Chthon verfasst und enthält alle bösen Zauber der Existenz.
Die Mechanik der Korruption
Die Nutzung des Darkhold hinterlässt deutliche Spuren bei seinen Anwendern. Ein markantes Merkmal sind geschwärzte Fingerspitzen, die wie verrottetes Fleisch aussehen, wie man es bei Agatha Harkness, Sinister Strange und Morgan le Fay beobachten konnte. Das Buch korrumpiert den Geist und die Seele des Lesers, indem es dessen tiefste Wünsche und Schwächen ausnutzt.
- Wanda Maximoff: Wurde durch das Darkhold davon überzeugt, dass sie ihre Söhne nur durch multiversale Gewalt zurückgewinnen könne.
- Doctor Strange: Entwickelte ein drittes Auge auf seiner Stirn, nachdem er das Buch für das sogenannte „Dreamwalking” genutzt hatte.
- Agatha Harkness: Nutzte das Buch als Verstärkungs-Totem, um die Ereignisse im Westview-Hex zu manipulieren.
Provenienz und Designunterschiede
In der Fangemeinde wurde lange über das unterschiedliche Design des Darkhold in Agents of S.H.I.E.L.D. (AoS) und WandaVision debattiert. Eine plausible Theorie besagt, dass es sich bei dem Buch um eine Kopie der Inschriften am Mount Wundagore handelt. Da es sich um ein magisches Artefakt handelt, kann es sein Aussehen verändern oder es können mehrere Versionen existieren. Jüngste Entwicklungen in der Serie Agatha All Along bestätigten indirekt die Existenz mehrerer Kopien im Multiversum.
Manifestationen der Macht: Profile prominenter Darkforce-Nutzer
Die Darkforce wird von einer Vielzahl von Charakteren manipuliert, wobei jeder eine einzigartige Ausprägung der Kraft zeigt.
Tyrone Johnson (Cloak)
Seine Kräfte resultieren aus einem Unfall mit Roxxon-Technologie. Sein Körper fungiert als Portal zur Darkforce-Dimension. Er kann sich und andere teleportieren, indem er „Abkürzungen” durch die Dimension nutzt. Die Dunkelheit in seinem Umhang induziert bei Opfern extreme Kälte und Albtraumvisionen. Er leidet unter einem konstanten „Hunger”, der nur durch Licht (projiziert von Dagger) oder das Konsumieren der Lebenskraft von Opfern gestillt werden kann.
Marcus Daniels (Blackout)
Im Gegensatz zu Cloaks gasförmiger Dunkelheit besitzt die von Blackout manipulierte Darkforce Masse und Form. Er kann sie als physische Konstrukte oder als Schockwellen einsetzen. Er ist extrem lichtempfindlich; Sonnenlicht kann für ihn tödlich sein. In der MCU-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. wurde er als Opfer von Experimenten von Dr. Abner Croit dargestellt.
Maximilian Coleridge (The Shroud)
Er verlor sein Augenlicht, erhielt jedoch mystische Sinne, die ihm eine radarähnliche Wahrnehmung ermöglichen. Er lernte, Dunkelheit aus der Darkforce-Dimension zu beschwören, um gasförmige oder feste humanoidähnliche Konstrukte zu erschaffen. Er nutzt diese Kräfte primär für psychologische Kriegsführung.
Darkstar (Laynia Petrovna)
Als Mitglied der russischen Winter Guard besitzt sie die genetische Veranlagung, Darkforce zu manipulieren. Ihre Kräfte sind nahezu identisch mit denen von Blackout, umfassen jedoch auch die Fähigkeit zum Fliegen und die Erzeugung komplexer Licht-absorbierender Schilde.
Die Zukunft der Schatten: Aktuelle Entwicklungen und kommende Projekte
Die Darkforce spielt in der aktuellen Phase des MCU eine zunehmend wichtige Rolle, insbesondere durch die Einführung neuer Charaktere und die Verknüpfung bestehender Handlungsstränge.
Wonder Man und der Doorman
In der Serie Wonder Man feiert die Darkforce ihr offizielles Debüt im „Kern-MCU” durch den Charakter DeMarr Davis (Doorman). Davis kommt in einer Gasse mit einer zähflüssigen schwarzen Substanz (Roxxon-Abfall) in Kontakt und wird in die Darkforce-Dimension gesogen. Er kehrt mit der Fähigkeit zurück, seinen eigenen Körper als Portal zu nutzen, durch das Materie hindurchgleiten kann.
Dieses Ereignis führte zur sogenannten „Doorman-Klausel”. Nachdem ein bekannter Schauspieler (Josh Gad) in Davis' Portal verschwand, wurde eine Klausel eingeführt, die es superkraftbegabten Personen untersagt, an Hollywood-Produktionen teilzunehmen, um ihre Co-Stars nicht zu gefährden. Diese Verbindung zeigt, wie die Darkforce von einem mystischen Konzept zu einem bürokratischen und rechtlichen Problem innerhalb der MCU-Welt wird.
Agatha All Along und der Hexenweg
In Agatha All Along wird die Geschichte von Agatha Harkness nach den Ereignissen von Westview vertieft. Während die Serie primär Chaos-Magie und den „Witches' Road” (Hexenweg) thematisiert, bleibt die Darkhold-Thematik als Hintergrundrauschen präsent. Agatha wird letztlich zu einer geistigen Mentorin für Billy Maximoff (Wiccan), was die Brücke zu einer neuen Generation von Magienutzern schlägt, die potenziell mit den dunklen Kräften des Multiversums konfrontiert werden.
- Start
- 05.05.2022
- Regisseur/in
- Sam Raimi
- Drehbuch
- Michael Waldron
- Franchise / Filmreihe(n)