DC / Batman

Joe Manganiello bekam Ben Afflecks Deathstroke-Angebot kurz nach einer lebensrettenden Not-OP

In seinen Memoiren „Bloodlines“ beschreibt Joe Manganiello, wie ihn eine Autoimmunerkrankung 2016 fast das Leben kostete – und wie ihm Ben Affleck mitten in der Genesung die Rolle des Deathstroke anbot.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · 08.10.2026 ·3 Min. Lesezeit
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Joe Manganiello bekam Ben Afflecks Deathstroke-Angebot kurz nach einer lebensrettenden Not-OP
Skydance

Joe Manganiello hat ein Kapitel seiner Karriere aufgeschrieben, das bisher kaum jemand kannte. In seinen Memoiren „Bloodlines”, die am 13. Oktober in den USA bei Avid Reader Press erscheinen, beschreibt der Schauspieler, wie er 2016 schwer erkrankte – und wie ihm Ben Affleck ausgerechnet in dieser Zeit die Rolle des Deathstroke anbot. The Hollywood Reporter hat einen Auszug aus dem Buch veröffentlicht.

Für DC-Fans ist das ein Blick hinter ein Projekt, das nie entstanden ist: Afflecks eigener Batman-Film, in dem Manganiello den Hauptgegner spielen sollte.

Zusammenbruch am Set

Laut seinem Buch brach Manganiello 2016 bei Dreharbeiten zur Serie „Six” in Wilmington, North Carolina, zusammen. Eine Autoimmunerkrankung, die die Ärzte lange nicht erklären konnten, hatte seine Schilddrüse und seinen Darm angegriffen. Während des Krankenhausaufenthalts fiel sein Gewicht nach eigener Angabe von rund 107 auf etwa 80 Kilogramm.

In einer Notoperation wurde ihm der gesamte Dickdarm entfernt. Ohne den Eingriff wäre er nach seiner Darstellung an einer Sepsis gestorben. Die Entscheidung traf seine damalige Ehefrau Sofía Vergara als nächste Angehörige. Danach musste Manganiello für unbestimmte Zeit mit einem Stomabeutel leben.

Das Angebot von Ben Affleck

Noch während er sich erholte und mühsam von starken Schmerzmitteln loskam, rief sein Agent an: Ben Affleck wolle über eine Rolle in seinem Batman-Film sprechen. Manganiello verschwieg seinen Zustand, ging zum Treffen und bekam die Rolle des Deathstroke angeboten – des Hauptschurken in dem Film, den Affleck schreiben, inszenieren und mit sich selbst in der Titelrolle drehen wollte.

Die Rolle sei genau der Anreiz gewesen, den er gebraucht habe, schreibt Manganiello. Vergara habe entsetzt reagiert: „Bist du wahnsinnig? Du kannst diesen Film nicht machen!” Er dagegen habe daran glauben müssen, ein Jahr später einen sechsmonatigen Superheldendreh durchzustehen. Die Ehe habe in dieser Phase zu bröckeln begonnen.

Kostümprobe in London

Der Auszug endet in London bei der ersten Kostümanprobe. Manganiello beschreibt, dass er vorher rund 18 Stunden nichts aß, damit unter dem mehrlagigen DC-Anzug aus Spandex, Latex und Rüstungsteilen nichts schiefgehen konnte. Die Garderobe probierte verschiedene Knie- und Armteile aus, um den Look der Figur aus dem Videospiel nachzubilden; lackiert werden sollten sie später in Deathstrokes typischem Dunkelblau und Orange.

Zu sehen war das Ergebnis nur kurz. Manganiello trat 2017 in der Abspannszene von „Justice League” als Slade Wilson auf und 2021 noch einmal in „Zack Snyder's Justice League”. Afflecks Batman-Film wurde nie gedreht: Matt Reeves übernahm das Projekt und machte daraus „The Batman” mit Robert Pattinson.

Deathstroke im neuen DCU

Im DC-Universum von James Gunn und Peter Safran ist Slade Wilson bislang nicht aufgetaucht. DC Studios entwickelt seit 2024 einen Film, der Deathstroke und Bane zusammenbringt; das Drehbuch stammt von Matthew Orton. In einer Übersicht von Deadline über die Warner-Projekte, die der neue Skydance-Konzern nach der Fusion übernimmt, steht der Film unter dem Titel „Savage Hunters” in der frühen Entwicklung.

Grünes Licht, eine Besetzung und ein Kinotermin stehen damit weiter aus. Ob Manganiello in dem neuen Projekt eine Rolle spielt, ist nicht bekannt. Manganiellos „Bloodlines” erscheint am 13. Oktober zunächst auf Englisch.

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