Matthew Lillard über „Scream 7“: „Ich stehe auf der falschen Seite der Geschichte“
Matthew Lillard bereut seine Rückkehr als Stu Macher: Er schäme sich, die Rolle in „Scream 7“ angenommen zu haben, ohne an die Entlassung von Melissa Barrera zu denken. Die Aussagen im Wortlaut.
Matthew Lillard gehört seit 1996 zu den Gesichtern der Scream-Reihe, und im siebten Teil kehrte er als Stu Macher zurück. Inzwischen bereut er diese Entscheidung öffentlich. Bei einem Jubiläums-Screening des Originals sagte der Schauspieler, er schäme sich dafür, die Rolle angenommen zu haben — weil er damit über die Entlassung seiner Kollegin Melissa Barrera hinweggegangen sei.
Die Aussagen fielen auf eine Publikumsfrage danach, wie schwer es prominenten Personen falle, sich zu kontroversen Themen zu äußern. Entertainment Weekly hat den Wortlaut dokumentiert. Lillard beantwortete die Frage zunächst grundsätzlich und kam dann auf den eigenen Fall zu sprechen.
Was Lillard gesagt hat
„Ich weiß nicht, wie ich es sonst machen soll”, antwortete er auf die Ausgangsfrage. „Ich habe selbst queere Kinder. Wenn ich mich nicht für queere Kinder oder Kinder aus der Trans-Community einsetze, was zum Teufel mache ich dann überhaupt?”
Auf Barrera angesprochen, räumte er ein, dass die Branche sie damals allein gelassen habe: „Als das Melissa passiert ist, hat sich nicht die ganze Welt zu Wort gemeldet. Aber sie war ein Jahr früher dran, was das ganze Geschehen angeht. Die ganze Welt hätte sich zu Wort melden und sagen sollen: ‚Sie hat recht.‘ Aber das haben sie nicht getan. Und das ist brutal.”
Zu seiner eigenen Beteiligung wurde er dann ungewöhnlich deutlich: „Ich bin zurückgegangen, um bei Scream mitzuspielen. In diesem Moment war ich so begeistert, wieder dabei zu sein, dass ich nicht wirklich an Melissa und diesen Weg gedacht habe. Ich habe nicht ‚Nein‘ gesagt. Ich schäme mich. Ich habe es vermasselt. Damit stehe ich auf der falschen Seite der Geschichte. Ich bin immer noch gerne in dem Film dabei, aber es war vielleicht nicht die beste Idee.”
Worum es bei der Entlassung ging
Melissa Barrera spielte ab dem fünften Teil Sam Carpenter und war das Zentrum des neu aufgestellten Casts. Im Oktober 2023 trennte sich die Produktionsfirma Spyglass von ihr, nachdem sie sich in sozialen Netzwerken zum Krieg in Gaza geäußert hatte. Die Entlassung löste eine Debatte aus, die weit über die Filmreihe hinausging.
Die Folgen für das Projekt waren unmittelbar: Ihre Co-Darstellerin Jenna Ortega stieg ebenfalls aus, Regisseur Christopher Landon verließ den Film kurz darauf. „Scream 7” wurde daraufhin von Grund auf neu konzipiert — und holte stattdessen Figuren aus dem Original zurück, darunter Lillards Stu Macher, Neve Campbells Sidney Prescott und David Arquettes Dewey Riley.
Barrera selbst hat inzwischen erzählt, dass ihre Angebote in Hollywood nach dem Vorfall deutlich zurückgegangen sind. Zu Lillards jüngsten Aussagen hat sie sich bislang nicht geäußert.
Wie es mit der Reihe weitergeht
Am Erfolg des Films hat die Kontroverse nichts geändert. „Scream 7” startete Ende Februar 2026 mit einem Reihenrekord in den US-Kinos und liegt weltweit jenseits der 200 Millionen Dollar — zusammen mit „Scary Movie” ergibt das den stärksten Horror-Jahrgang seit Jahren. Seit dem 13. September 2026 steht der Film zusätzlich bei Paramount+ bereit.
Ein achter Teil ist bereits offiziell angekündigt. Ein Starttermin, eine Besetzung oder ein Regieteam stehen bislang nicht fest — und damit auch nicht, ob Lillard ein weiteres Mal zusagen würde. Wo die bisherigen Teile zeitlich und inhaltlich zueinander stehen, zeigt unsere Übersicht zur Scream-Reihe.
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