Historischer Tiefpunkt für Scream 7: Kritiker zerreißen das Horror-Sequel trotz Neve Campbells Rückkehr
Sidney Prescott ist zurück, doch die Freude währt kurz: Scream 7 stürzt bei Rotten Tomatoes ab und markiert den absoluten Tiefpunkt der legendären Horror-Reihe.
Die Scream-Reihe ist zurück, Ghostface ist zurück, Neve Campbell ist zurück, und Franchise-Schöpfer Kevin Williamson sitzt erstmals selbst auf dem Regiestuhl. Auf dem Papier klang „Scream 7” nach dem ultimativen Fest für Slasher-Fans und einer triumphalen Rückkehr zu den Wurzeln. Doch jetzt, wo das Embargo gefallen ist, sieht die Realität blutig aus – und zwar nicht auf die gute Art.
Ein freier Fall auf Rotten Tomatoes
Die ersten Kritiken aus den USA sind da, und sie zeichnen ein düsteres Bild. Aktuell hält der Film auf Rotten Tomatoes einen Score von nur 42 Prozent (basierend auf den ersten 50 Reviews). Damit unterbietet der siebte Teil sogar das bisherige schwarze Schaf der Familie, Scream 3 aus dem Jahr 2000, der bei 45 Prozent liegt. Zum Vergleich: Der erste Teil von Wes Craven thront bei 81 Prozent, und selbst Scream 2 gilt mit 83 Prozent als Meisterwerk des Meta-Horrors.
"Schockierend schrecklich" und "tot bei Ankunft"
Was läuft schief in Woodsboro (oder wo auch immer Ghostface diesmal zuschlägt)? Die Kritiker werfen dem Film vor allem Ideenlosigkeit vor. The Daily Beast nimmt kein Blatt vor den Mund und nennt den Film „den schlechtesten Scream-Film bisher” und „schockierend schrecklich”. Die Inszenierung sei träge, kaum gruselig und bediene sich plumper Plagiate.
Auch SlashFilm lässt kaum ein gutes Haar an Williamsons Regie-Debüt innerhalb der Reihe: „Scream 7 ist mehr oder weniger tot bei Ankunft.” Demnach fehle dem Film die Cleverness des Originals und der Flair der besten Craven-Sequels. Stattdessen wirke der Streifen wie einer der fiktiven „Stab”-Filme aus dem Scream-Universum selbst – eine Kopie einer Kopie.
Ein Liebesbrief an Neve Campbell?
Es gibt jedoch auch Nuancen im Verriss. The Wrap bezeichnet den Film zwar als „unbemerkenswertes Sequel”, sieht ihn aber als massive Entschuldigung an Neve Campbell. Fast jede Szene drehe sich darum, wie wichtig Sidney Prescott ist – ein direkter Meta-Kommentar darauf, dass sie im sechsten Teil aufgrund von Gehaltsstreitigkeiten fehlte. Ihre Film-Tochter Tatum (Isabel May) muss sich nun an diesem Vermächtnis messen.
Nicht alle hassen ihn: Hoffnung für Gore-Hounds
Bevor du dein Kinoticket stornierst: Die Meinungen sind gespalten. Es gibt Kritiker, die genau das bekommen haben, was sie wollten. Mashable nennt den Film eine „Rückkehr zur Form” und lobt die Dynamik zwischen den neuen Teenagern und dem Cast. Besonders die Kills sollen härter treffen als zuletzt. Auch UPI sieht in Scream 7 den besten Teil seit den 90ern und lobt, dass der Film auf die manchmal anstrengende Meta-Ebene der letzten zwei Teile verzichtet und sich wieder wie ein echter Scream-Film anfühlt.
Kritiker-Flop, Kassen-Hit?
Ob die schlechten Wertungen den Erfolg bremsen? Unwahrscheinlich. Prognosen gehen von einem weltweiten Startwochenende um die 60 Millionen Dollar aus. Das wäre der zweitbeste Start der gesamten Reihe. Die Marke Scream scheint „Review-proof” zu sein – die Fans wollen sehen, wie Sidney Prescott dem Killer (oder den Killern) erneut die Stirn bietet.