Michael J. Fox bei den Emmys geehrt: Stehende Ovationen für den Marty-McFly-Star

Michael J. Fox bei den Emmys geehrt: Stehende Ovationen für den Marty-McFly-Star Universal Pictures
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Michael J. Fox hat bei den Emmys den Bob Hope Humanitarian Award erhalten – erst die siebte Person überhaupt. Der Marty-McFly-Darsteller sprach über die Angst vor seiner Diagnose und bekam stehende Ovationen.

Bei der Emmy-Verleihung in der Nacht auf Montag hat Michael J. Fox den Bob Hope Humanitarian Award bekommen – und den Saal in Los Angeles für ein paar Minuten still werden lassen. Der Mann, der für Millionen Zuschauer für immer Marty McFly bleibt, wurde nicht für eine Rolle geehrt, sondern für zweieinhalb Jahrzehnte Arbeit gegen die Parkinson-Krankheit.

Der Preis wird seit 2002 vergeben und geht ausgesprochen selten an jemanden: Fox ist erst die siebte Person, die ihn erhält.

Eine Rede über die Angst vor der Diagnose

Auf der Bühne dankte Fox zunächst seiner Frau Tracy Pollan und den gemeinsamen Kindern – für ihre Geduld, ihre Opfer und ihre Liebe, wie er sagte. Danach sprach er über den Moment, in dem er seine Erkrankung noch für sich behalten wollte: Er habe befürchtet, die Diagnose werde seine Arbeit verändern und sein Verhältnis zum Publikum beschädigen.

Genau das Gegenteil sei eingetreten. Die Unterstützung, die er erfahren habe, habe ihm das Gefühl gegeben, weitermachen zu können – dass er es nicht verloren habe und dass niemand es ihm wegnehmen könne. Als er geendet hatte, erhob sich der Saal zu stehenden Ovationen.

Die Stiftung, die 2000 begann

Fox hatte seine Erkrankung 1998 öffentlich gemacht, zwei Jahre später gründete er die Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research. Sie gilt inzwischen als größte gemeinnützige Organisation auf diesem Feld; nach Angaben des US-Magazins People sind über drei Milliarden US-Dollar in die Forschung geflossen.

Neben der Ehrung stand Fox in diesem Jahr auch regulär auf der Nominiertenliste: als Gastdarsteller in einer Comedyserie für die dritte Staffel von Shrinking bei Apple TV. Der Preis ging posthum an Rob Reiner für seinen Auftritt in The Bear.

Was Marty McFly damit zu tun hat

Für ein Genre-Publikum ist der Name Michael J. Fox untrennbar mit „Zurück in die Zukunft” verbunden. Die Trilogie von Robert Zemeckis hat zwischen 1985 und 1990 den Zeitreisefilm für zwei Generationen definiert – DeLorean, Fluxkompensator und die Frage, was passiert, wenn man in der Vergangenheit der eigenen Mutter begegnet.

Dass ausgerechnet dieser Darsteller nun für etwas geehrt wird, das mit Filmen nichts zu tun hat, passt trotzdem zusammen: Fox hat den Umgang mit seiner Krankheit über Jahrzehnte öffentlich verhandelt, statt ihn zu verstecken. Der Bob Hope Humanitarian Award würdigt genau diesen Teil seiner Laufbahn.

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