Star Trek / Nachruf

Patrick Stewart ist tot: Der Captain Picard aus „Star Trek“ und Professor X starb mit 86 Jahren

Patrick Stewart ist tot. Der Brite prägte als Jean-Luc Picard „Star Trek“ und als Professor Charles Xavier die „X-Men“-Filme. Er starb am 28. Oktober mit 86 Jahren in Los Angeles.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
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Patrick Stewart ist tot: Der Captain Picard aus „Star Trek“ und Professor X starb mit 86 Jahren
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Patrick Stewart ist tot. Der britische Schauspieler, der als Captain Jean-Luc Picard in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” und als Professor Charles Xavier in den „X-Men”-Filmen zwei der prägendsten Figuren der Science-Fiction und des Superheldenkinos spielte, starb am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, in seinem Haus in Los Angeles. Er wurde 86 Jahre alt.

Bekannt gegeben hat seinen Tod am Donnerstag seine langjährige Sprecherin Kelly Bush Novak, wie The Hollywood Reporter berichtet. Stewart sei nach „einem kurzen und bewegenden Weg mit Alzheimer und Lewy-Körperchen-Demenz” im Kreis seiner Familie gestorben, an der Seite seiner Frau Sunny Ozell. „Wir werden den friedlichen Ausdruck auf seinem Gesicht für immer in Erinnerung behalten, eine bleibende Erinnerung an seine unerschütterliche Anmut.”

Vom Shakespeare-Darsteller zum Captain der Enterprise

Als Stewart 1987 das Kommando über die Enterprise-D übernahm, kannte ihn in den USA kaum jemand. Er kam von der Bühne: Mit 26 Jahren war er in die Royal Shakespeare Company eingetreten, auf der Leinwand hatte er unter anderem den Gurney Halleck in David Lynchs „Der Wüstenplanet” gespielt. Produzent Robert Justman entdeckte ihn bei einer Lesung an der UCLA und setzte ihn gegen den anfänglichen Widerstand von Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry durch, der sich einen kahlköpfigen Briten nicht als Gesicht der neuen Serie vorstellen konnte.

Stewart selbst rechnete nicht mit einem Erfolg. Alle hätten ihm gesagt, er solle sich wegen des Sechsjahresvertrags keine Sorgen machen, erinnerte er sich später: „Du kannst froh sein, wenn du das erste Jahr überstehst.” Es wurden sieben Staffeln. Folgen wie „In den Händen der Borg”, in der Picard von den Borg assimiliert wird, oder „Das zweite Leben” zählen bis heute zu den besten der Science-Fiction-Fernsehgeschichte. Auf die Serie folgten vier Kinofilme, darunter „Star Trek - Der erste Kontakt” von 1996.

Professor X in sieben Filmen

Noch während der Star-Trek-Kinoreihe nahm Stewart eine zweite Rolle an, die ihn über Jahrzehnte begleiten sollte. In „X-Men” spielte er im Jahr 2000 erstmals Professor Charles Xavier, an der Seite seines langjährigen Freundes Ian McKellen als Magneto. Bis 2017 kehrte er in insgesamt sieben Filmen zu der Figur zurück, darunter „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit” und zum Abschluss „Logan - The Wolverine”.

Über seine beiden großen Rollen sagte er 2017 dem Hollywood Reporter, er habe Picard und Xavier „für ihre Moral, ihre Güte, ihre Sensibilität, ihr Mitgefühl” bewundert. Zuletzt gehörte Stewart auch zur angekündigten Besetzung von „Avengers: Doomsday”, in dem die X-Men-Darsteller aus den Fox-Filmen ins MCU zurückkehren. Der Film startet am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos.

Die Rückkehr als Picard

Nach 17 Jahren Pause stand Stewart ab 2020 noch einmal als Jean-Luc Picard vor der Kamera. „Star Trek: Picard” lief drei Staffeln lang, die letzte endete im April 2023 mit einem Wiedersehen der alten Brückencrew. Für die Rolle wurde er mit einem Critics Choice Super Award ausgezeichnet.

Geboren wurde Stewart am 13. Juli 1940 im englischen Mirfield, 2010 schlug ihn Königin Elisabeth II. zum Ritter. Neben Film und Fernsehen blieb er der Bühne treu, er gewann drei Olivier Awards. Sein Tod trifft die Star-Trek-Gemeinde in einer ohnehin schweren Woche: Erst am Sonntag war Walter Koenig gestorben, der Chekov aus der Originalserie. Alle Filme und Serien des Franchise findest du in unserer Star-Trek-Reihenfolge.

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