Robert Downey Jr. spielt lieber Doctor Doom als Iron Man
Auf der D23 wurde Robert Downey Jr. gefragt, welche seiner beiden MCU-Rollen ihm mehr liegt. Seine Antwort: aktuell Doom. Der Grund liegt in der Maske – und darin, was er als Iron Man nie sehen konnte.
Robert Downey Jr. hat achtzehn Jahre lang das Gesicht des Marvel Cinematic Universe geliefert. Auf der D23 in Anaheim wurde er nun gefragt, welche seiner beiden MCU-Rollen ihm mehr liegt – Tony Stark oder Victor von Doom. Seine Antwort fällt eindeutiger aus, als viele erwartet haben dürften.
Downey Jr. entschied sich für den Schurken. Wie Moviepilot unter Berufung auf Cinema Blend berichtet, sagte er, er würde derzeit Doom sagen – weil er all das habe sehen können, was er bisher verpasst habe, einfach all die anderen. Der Satz klingt beiläufig, beschreibt aber einen handfesten Unterschied in der Arbeit am Set.
Unter der Maske wird aus dem Star ein Beobachter
Als Iron Man stand Downey Jr. im Zentrum jeder Szene, in der er auftauchte. Als Doom dreht er weitgehend isoliert und unter einer Maske, die sein Gesicht komplett verdeckt. Genau daraus zieht er offenbar seinen Gewinn: Wer nicht selbst gespielt werden muss, kann zusehen, wie die anderen spielen.
Das ist für einen Schauspieler eine ungewohnte Position – und für das Publikum ein Hinweis darauf, wie die Figur angelegt ist. Doom ist in dieser Konstruktion kein Ensemblemitglied, sondern eine Instanz, die dem Ensemble gegenübersteht. Downey Jr. hat das in Anaheim nicht ausbuchstabiert, aber die Beschreibung passt zu dem, was Marvel bislang von der Figur gezeigt hat.
Zehn Filme als Iron Man, drei Auftritte als Doom
Die Bilanz der einen Rolle ist erdrückend: Zwischen 2008 und 2019 spielte Downey Jr. Tony Stark in zehn Marvel-Filmen, von „Iron Man” über den Gastauftritt in „Der unglaubliche Hulk” bis zu „Avengers: Endgame”. Kaum eine Figur hat das moderne Comic-Kino stärker geprägt.
Die Doom-Bilanz ist dagegen noch überschaubar. Bislang gibt es die Abspannszene aus „The Fantastic 4: First Steps” von 2025, dazu kommen „Avengers: Doomsday” und im Anschluss „Avengers: Secret Wars”. Der deutsche Kinostart von „Avengers: Doomsday” ist der 16. Dezember 2026. Was Marvel auf der D23 sonst noch angekündigt hat, steht in unserer Übersicht zur Messe.
Die größte Frage ist weiter unbeantwortet
Ungeklärt bleibt der Punkt, an dem sich seit der Besetzung alles aufhängt: Warum sieht Victor von Doom aus wie Tony Stark? Marvel hält die Erklärung unter Verschluss, und auch Downey Jr. hat in Anaheim nichts dazu gesagt. Der auf der D23 gezeigte Special Look liefert ebenfalls keine Auflösung, sondern zeigt Doom vor allem als Machtfaktor – er pariert Thors Stormbreaker und weckt eine Sentinel-Flotte.
Einzuordnen ist die Äußerung mit dem nötigen Abstand: Sie stammt aus einem Messe-Auftritt, nicht aus einem Interview zur Figur, und ein „jetzt gerade” steht ausdrücklich davor. Downey Jr. hat Iron Man nicht abgeschworen. Er beschreibt eine Rolle, die ihm in diesem Moment mehr gibt – was bei zwei noch ausstehenden Avengers-Filmen ohnehin die naheliegende Haltung ist. Den Trailer und die übrigen Doomsday-News haben wir separat aufgeschrieben.
Auf der D23 2026 sagte er, aktuell würde er Doom nennen. Begründung: Unter der Maske und weitgehend isoliert am Set habe er all das sehen können, was er als Iron Man verpasst habe.
In zehn Marvel-Filmen zwischen 2008 und 2019, von „Iron Man” bis „Avengers: Endgame”, einschließlich des kurzen Gastauftritts in „Der unglaubliche Hulk”.
Am 16. Dezember 2026. Downey Jr. ist darin als Victor von Doom zu sehen, nachdem die Figur bereits in der Abspannszene von „The Fantastic Four: First Steps” auftauchte.