Andrew Garfield dementiert Doomsday-Auftritt – und lässt die Tür offen
Auf der Premiere von The Uprising bestreitet Andrew Garfield eine Beteiligung an Avengers: Doomsday. Auf den Hinweis, dass er genau das schon einmal getan hat, antwortet er mit einem Lächeln.
Es ist die Sorte Dementi, die ein Gerücht eher nährt als beendet. Andrew Garfield wurde am Mittwochabend auf der Premiere seines Historienfilms „The Uprising” in Los Angeles gefragt, ob er in „Avengers: Doomsday” zu sehen sein wird. Seine Antwort bestand aus zwei Wörtern: Er sei es nicht. Der Nachsatz, der darauf folgte, ist der eigentliche Grund, warum diese Meldung die Runde macht.
Was Garfield gesagt hat
Variety hielt ihm auf dem roten Teppich vor, er habe den Ruf, in solchen Fragen nicht die Wahrheit zu sagen – schließlich habe er seine Beteiligung an „Spider-Man: No Way Home” bis zuletzt bestritten. Garfields Reaktion darauf war kein zweites Dementi, sondern ein Satz, der genau in die andere Richtung zeigt: Man werde es so oder so herausfinden. Dazu ein Lächeln.
Im selben Gespräch ging es um seinen Nachfolger in der Rolle. Garfield erklärte, er habe Tom Holland zum Erfolg von „Spider-Man: Brand New Day” bislang nicht gratuliert – aus dem einfachen Grund, dass er den Film noch nicht gesehen hat. Er wolle sich nicht unaufrichtig äußern und melde sich, sobald er die Arbeit gesehen habe. Über die Figur selbst sprach er dagegen ausführlich: Jeder habe einen Anspruch auf Spider-Man, weil er gewöhnlich und außergewöhnlich zugleich sei – man könne gar nicht anders, als sich in ihm zu erkennen.
Warum das Dementi wenig beweist
Der Verweis auf „No Way Home” ist kein Fangeraune, sondern belegte Vorgeschichte: Garfield und Tobey Maguire haben ihre Auftritte damals monatelang und in mehreren Interviews bestritten, bis der Film im Kino lief. Genau deshalb taugt ein Nein aus dem Mund eines MCU-Darstellers seither nicht mehr als Beleg. Wir haben dieses Argument in den vergangenen Tagen bereits zweimal einordnen müssen – bei Scarlet Witch und bei Jeremy Renners Hawkeye-Post.
Nur funktioniert das Argument in beide Richtungen, und das wird in der Aufregung meist übersehen. Dass ein Dementi einmal falsch war, macht das nächste nicht automatisch zur Bestätigung. Es macht es wertlos – als Beleg für das eine wie für das andere. Wer aus Garfields Satz herausliest, dass er dabei ist, verwechselt eine offene Frage mit einer beantworteten. Belastbar wäre allein eine Bekanntgabe von Marvel, und die steht aus.
Was zur Besetzung tatsächlich belegt ist
Die bestätigte Riege ist groß genug, um auch ohne Gerüchte zu tragen: Robert Downey Jr. als Doctor Doom, Chris Evans, Chris Hemsworth, Vanessa Kirby, Anthony Mackie, Sebastian Stan, Letitia Wright, Paul Rudd, Florence Pugh, Simu Liu, Joseph Quinn und Ebon Moss-Bachrach, dazu die Fox-Ära mit Patrick Stewart, Ian McKellen, Kelsey Grammer, Alan Cumming, Rebecca Romijn, James Marsden und Channing Tatum. Ein Spider-Man steht auf keiner dieser Listen.
Dagegen spricht auch der Zeitpunkt: Die Hauptdreharbeiten sind seit September 2025 abgeschlossen. Ein Überraschungsauftritt müsste also längst im Kasten sein – was ihn nicht ausschließt, aber bedeutet, dass Marvel ihn seit einem Jahr erfolgreich geheim hält. Bei „No Way Home” ist genau das gelungen.
Wann die Frage beantwortet wird
„Avengers: Doomsday” startet am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos. Bis dahin wird es weitere Dementis geben, weitere angebliche Leaks und weitere Instagram-Posts, in die sich etwas hineinlesen lässt. Keiner davon wird die Frage klären.
Garfield selbst hat das treffender formuliert, als er vermutlich wollte: Man wird es so oder so herausfinden. Für alle, die sich die Überraschung bewahren wollen, ist das die bessere Nachricht – in einem Film, dessen Besetzungsliste ohnehin länger ist als die mancher Fernsehserie, ist eine offene Stelle kein Mangel.
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