Avengers: Doomsday: David Harbour zitiert eine Zeile – und verrät womöglich zu viel
Variety bat David Harbour um eine Zeile aus Avengers: Doomsday, ohne Zusammenhang. Er lieferte vier Worte im russischen Akzent seiner Figur – und verriet damit womöglich, wer Doctor Doom unter der Maske erkennt.
Marvel hält die Handlung von „Avengers: Doomsday” so dicht wie bei kaum einem Film zuvor – und dann stellt Variety David Harbour die eine Frage, die dieses Schweigen zuverlässig aushebelt: Sag uns eine Zeile aus dem Film, komplett ohne Zusammenhang. Harbour lieferte. Vier Worte, im russischen Akzent seiner Figur, mit ausgestrecktem Zeigefinger: „Du … bist Tony Stark.”
Das Interview erschien am Mittwochabend, eigentlich als Emmy-Gespräch über eine ganz andere Rolle. Hängen geblieben ist der Nebensatz. Denn wenn die Zeile so im Film steht, beantwortet sie eine der meistdiskutierten Fragen der Multiversums-Saga – zumindest zur Hälfte.
Vier Worte, ein Fingerzeig
Harbour spricht den Satz gegenüber Variety in seiner Rolle als Alexei Shostakov, dem Red Guardian. Akzent und Geste legen nahe, dass die Zeile auch im Film aus seinem Mund kommt. Wem er sie entgegenschleudert, sagt er nicht – aber die Kombination aus Anrede und Anklage lässt nicht viel Spielraum.
Marvel selbst beschreibt die Handlung bislang nur in den vagesten Begriffen: kollidierende Universen, Held:innen aus drei Parallelwelten, eine existenzielle Bedrohung. Wie genau Doctor Doom in dieses Gefüge passt, bleibt offen. Harbours Zeile ist damit das konkreteste Handlungsdetail, das seit dem Trailer von der D23 nach außen gedrungen ist.
Was der Satz über Doctor Doom verraten könnte
Dass Robert Downey Jr. den Bösewicht spielt, ist seit zwei Jahren bekannt und war zum Zeitpunkt der Ankündigung die eigentliche Sensation: Der Mann, der das MCU als Tony Stark begründet hat, kehrt als dessen Gegenspieler zurück. Ungeklärt blieb seither, ob der Film diese Doppelbesetzung erzählerisch aufgreift – oder sie schlicht als Casting-Coup stehen lässt.
Harbours Zeile deutet auf Ersteres. Wer „Du bist Tony Stark” sagt, hat ein Gesicht gesehen, das er kennt: Doom also ohne Maske, erkannt von jemandem, der Stark zumindest aus der Öffentlichkeit kennen dürfte. Ob Doom tatsächlich eine Variante des toten Avengers ist oder nur zufällig dessen Züge trägt, lässt der Satz bewusst offen. Downey Jr. selbst sagte auf der D23, er spiele Doom inzwischen lieber als Iron Man – gerade weil ihn die Maske zum Beobachter der anderen macht.
Alexei Shostakov im größten Aufgebot seit Endgame
Harbour spielt den Red Guardian seit „Black Widow” und hatte zuletzt in „Thunderbolts*” einen deutlich größeren Auftritt. Alexei ist der abgehalfterte Sowjet-Supersoldat, der seine besten Jahre lange hinter sich hat und trotzdem jede Gelegenheit nutzt, von ihnen zu erzählen – im Thunderbolts-Ensemble die komische Erdung.
In „Avengers: Doomsday” trifft er auf ein Aufgebot, das Marvel seit „Avengers: Endgame” nicht mehr versammelt hat: die Thunderbolts, die Fantastic Four und Rückkehrer aus dem X-Men-Kosmos. Regie führen die Russo-Brüder. Deutscher Kinostart ist der 16. Dezember 2026, ein Jahr später folgt „Avengers: Secret Wars”.
Harbour hat gerade ganz andere Baustellen
Der Anlass des Variety-Gesprächs war ein völlig anderer: Harbour ist für die Miniserie DTF St. Louis als Schauspieler für den Emmy nominiert – seine erste Nominierung in dieser Kategorie seit 2017 und die erste, bei der er zugleich als Produzent im Rennen ist. Für die Rolle des Floyd übte er vier Monate lang täglich amerikanische Gebärdensprache; die Serie geht mit 13 Nominierungen ins Rennen.
Nach dem Ende von „Stranger Things” baut er sein Standbein hinter der Kamera aus. Über seine Produktionsfirma Bravo Axolotl entwickelt er eigene Stoffe, im September läuft die von Courteney Cox inszenierte Krimikomödie Evil Genius beim Festival in Toronto. Ob er sich mit der Doomsday-Zeile also einen Scherz erlaubt hat oder tatsächlich zu viel gesagt hat, klärt sich spätestens im Dezember.
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