DC / Serien

Poster fertig, grünes Licht fehlt: Tom Welling zum Stand der „Smallville“-Fortsetzung

25 Jahre nach dem Start von „Smallville“ gibt es für die geplante Animations-Fortsetzung Entwürfe und sogar ein Poster – nur keine Freigabe. Tom Welling und die Serienschöpfer Gough und Millar erklären, woran es hängt.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·4 Min. Lesezeit
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Poster fertig, grünes Licht fehlt: Tom Welling zum Stand der „Smallville“-Fortsetzung
Skydance

Am 16. Oktober 2001 lief bei The WB die erste Folge von „Smallville”. Zum 25. Jubiläum hat Tom Welling, der zehn Staffeln lang Clark Kent spielte, verraten, wie weit die seit Jahren diskutierte Fortsetzung tatsächlich ist: weiter, als man denkt – und trotzdem noch vor der Startlinie. „Wir haben erste Entwürfe von einem Zeichner, wir haben sogar schon ein Poster, das wir natürlich nicht zeigen dürfen”, sagte Welling im Interview mit ScreenRant. „Aber die eigentliche Antwort ist: Warner Bros. muss uns grünes Licht geben.”

Animiert, mit dem Ensemble von damals

Die Idee, die Welling seit einigen Jahren gemeinsam mit Michael Rosenbaum verfolgt, ist eine animierte Fortsetzung, in der die Darstellerinnen und Darsteller der Serie ihre Figuren wieder selbst sprechen. Jeder aus dem Ensemble, mit dem man darüber gesprochen habe, sei sofort dabei gewesen, sagt Welling. Rosenbaum spielte in der Serie Lex Luthor; heute moderieren die beiden gemeinsam den Podcast TalkVille, in dem sie die Serie Folge für Folge noch einmal ansehen.

Inhaltlich hat Welling eine klare Vorstellung: Die Geschichte solle relativ kurz nach dem Serienfinale von 2011 einsetzen und eine eigene Version dessen erzählen, was danach geschah. Ob es bei dieser Idee bleibe, wisse er allerdings nicht. Das eigentliche Hindernis liegt ohnehin woanders. Ohne die Erlaubnis von Warner Bros., die Marke zu nutzen, geht nichts – „und das ist bislang einfach nicht passiert”.

Die Fusion macht es nicht leichter

Schon vor der Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount sei das Projekt „ein Kampf bergauf” gewesen, sagt Welling. Was die Fusion nun für die Fortsetzung bedeute, könne er nicht beurteilen. Aufgeben will er trotzdem nicht: „Wir kämpfen weiter. Wir sind optimistisch.” Wie es um die Übernahme steht, verfolgen wir in unserer Chronik zur Fusion von Paramount und Warner Bros.

Die Serienschöpfer Alfred Gough und Miles Millar klingen vorsichtiger. „Wir sagen niemals nie”, sagte Gough im Gespräch mit TheWrap zum Jubiläum. Mit den vielen Führungswechseln bei DC sei es aber „ein wenig knifflig”. Millar würde gern erzählen, wo die Figuren 25 Jahre später stehen, und ist überzeugt, dass das beim Publikum sehr gut ankäme. Nur ende jedes Gespräch darüber so wie immer bei dieser Serie: „Wir bekommen ein Nein.”

Ein Nein kennen die beiden aus der Entstehungszeit. Einen jungen Bruce Wayne und eine junge Wonder Woman hätten sie gern in die Serie geholt, beides sei jedes Mal verhindert worden. Selbst Lois Lane habe man ihnen zunächst nur für eine Handvoll Folgen zugestanden – Gough und Millar behielten sie trotzdem, ohne noch einmal zu fragen.

Welling hält sich das DCU offen

Eine Rückkehr in anderer Form schließt Welling ebenfalls nicht aus. Auf die Frage, ob er eine Rolle im DC-Universum von James Gunn annehmen würde, antwortete er im selben Interview, man tue sich keinen Gefallen, schon vorher Nein zu sagen. Ein gemeinsames Projekt mehrerer Superman-Darsteller nach dem Vorbild der Spider-Verse-Filme sei im vergangenen Jahr auf Conventions zwar Gesprächsthema gewesen, konkret geworden sei daraus aber nichts.

Dass ein Wiedersehen nicht abwegig ist, zeigt die jüngere Vergangenheit: 2019 schlüpfte Welling für das Arrowverse-Crossover Crisis on Infinite Earths noch einmal in die Rolle des Clark Kent. Den aktuellen Superman kennt er übrigens noch nicht. „Superman” steht auf seiner Liste, ansehen will er den Film aber erst, wenn seine beiden Söhne alt genug dafür sind.

Gough und Millar sind derweil mit anderem beschäftigt: Die dritte Staffel von „Wednesday” haben sie neun Monate lang in Irland gedreht. Für eine Rückkehr nach „Smallville” bräuchte es also nicht nur die Zusage von Warner Bros., sondern auch freie Kalender – bislang fehlt das Erste.

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