Star Trek / Lower Decks

Mike McMahan bedauert: Patrick Stewart war nie als Picard in „Star Trek: Lower Decks“ zu hören

Nach dem Tod von Patrick Stewart erklärt Lower-Decks-Schöpfer Mike McMahan, warum Admiral Picard nie bei der Cerritos-Crew auftauchte: Ihm fehlte die passende Geschichte – und „Picard“ lief zur selben Zeit.

Oliver Trebes Von Oliver Trebes · ·3 Min. Lesezeit
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Mike McMahan bedauert: Patrick Stewart war nie als Picard in „Star Trek: Lower Decks“ zu hören
Skydance

Nach dem Tod von Patrick Stewart hat sich auch Mike McMahan zu Wort gemeldet, der Schöpfer und Showrunner der Animationsserie „Star Trek: Lower Decks”. Auf Bluesky beantwortete er am Donnerstagabend eine Frage, die Fans der Serie seit Jahren stellen: Warum ist Jean-Luc Picard nie an Bord der USS Cerritos aufgetaucht, obwohl so viele Figuren aus „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” dort vorbeischauten?

„Ich durfte bei Lower Decks nie mit Sir Patrick arbeiten”, schrieb McMahan. Stewart sei bei „American Dad” großartig gewesen, ein versierter Comedy-Sprecher. „Ich hatte einfach keine Geschichte, in der Admiral Picard der Cerritos-Crew begegnen konnte, vor allem nicht, während Picard zur selben Zeit lief. Ich wünschte, ich hätte eine gehabt.”

Zwei Serien, ein Zeitfenster

Der Hinweis auf die Überschneidung ist der Kern der Erklärung. Von 2020 bis 2023 liefen „Star Trek: Picard” und „Star Trek: Lower Decks” nebeneinander: Die eine erzählte in drei Staffeln vom späten Leben des Admirals, die andere in fünf Staffeln vom Alltag der Fähnriche auf einem der unscheinbarsten Schiffe der Sternenflotte. Einen Gastauftritt der wichtigsten Figur der Next-Generation-Ära in einer Comedy-Serie unterzubringen, während dieselbe Figur parallel ihre eigene Abschiedsgeschichte bekam, war offenbar mehr, als McMahan erzählerisch lösen wollte.

Möglich gewesen wäre es durchaus. Lower Decks setzt im Jahr 2380 ein, ein Jahr nach „Star Trek: Nemesis”, und endet 2383. Picard war in dieser Zeit noch in der Sternenflotte aktiv, zum Admiral befördert wurde er erst 2381. Wie ScreenRant vorrechnet, hätte ein Treffen mit der Crew um Beckett Mariner und Brad Boimler also problemlos in den Kanon gepasst. Es fehlte schlicht die Idee, die McMahan überzeugt hätte.

Riker, Troi und Q kamen trotzdem an Bord

An Prominenz aus der Next-Generation-Zeit hat es der Serie trotzdem nicht gemangelt. Jonathan Frakes sprach Captain William Riker, Marina Sirtis kehrte als Deanna Troi zurück, und Brent Spiner war als Data aus einer alternativen Realität zu hören. Dazu kamen John de Lancie als Q und Alice Krige als Borg-Königin. Im Serienfinale tauchte sogar die Enterprise-E auf, allerdings ohne dass Michael Dorn als Captain Worf zu Wort kam.

In seinem Thread erinnerte sich McMahan außerdem an Begegnungen mit Stewart in den Aufenthaltsräumen von Conventions. Er beschrieb ihn als freundlich, bescheiden, „inspirierend und menschlich”. Schon unmittelbar nach der Todesnachricht hatte McMahan geschrieben: „Mein erster Captain.” Für den Autor, der mit Lower Decks eine Liebeserklärung an genau diese Star-Trek-Ära geschrieben hat, ist das mehr als eine Floskel.

Ein Finale, zwei letzte Auftritte

Stewarts letzter Auftritt als Picard bleibt damit das Serienfinale von „Star Trek: Picard”, die Folge „The Last Generation” aus dem Jahr 2023. Wie ScreenRant festhält, war dieselbe Folge auch der letzte Star-Trek-Auftritt von Walter Koenig: Er sprach darin Föderationspräsident Anton Chekov, den Sohn seiner Figur Pavel Chekov, der zu Beginn der Episode vor der Assimilation durch die Borg warnt. Koenig ist am 25. Oktober im Alter von 90 Jahren gestorben, Stewart nur wenige Tage später.

Ganz abgeschlossen ist Stewarts Arbeit vor der Kamera aber nicht. In „Avengers: Doomsday” ist er ab dem 16. Dezember noch einmal als Professor X zu sehen. Wie Marvel, Ian McKellen und William Shatner sich von ihm verabschiedet haben, steht in unserem Artikel zum Tod von Patrick Stewart, alle Stationen seiner Figur auf unserer Seite zu Jean-Luc Picard.

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