The Boys Finale: Warum Billy Butcher doch nicht zum Schurken wurde

The Boys Finale: Warum Billy Butcher doch nicht zum Schurken wurde Amazon

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18.05.2026 17:30 Uhr

Der Trailer zu Staffel 5 hat uns getäuscht. Warum Billy Butcher kurz vor dem großen Finale von The Boys erstaunlich menschlich bleibt und ob die Comic-Wendung noch kommt, erfährst du hier.

Nach sieben intensiven Episoden der fünften Staffel von „The Boys” zeichnet sich ein klares Bild ab: Die ersten Trailer haben uns knallhart ins Gesicht gelogen. Erinnerst du dich an das blutige Ende der vierten Staffel? Butcher hatte Victoria Neuman ausgeschaltet und sich scheinbar als Antagonist gegen sein eigenes Team in Stellung gebracht. Alles roch nach einem erbitterten internen Krieg, in dem der einstige Held endgültig auf die dunkle Seite wechselt.

Die Teaser zementierten diesen Eindruck. Mit düsteren Blicken der restlichen Crew unterlegt, knurrte Butcher seine Drohung ins Mikrofon, die als dramatischer Schlusspunkt des Trailers diente:

Auch wenn ich eure gebrochenen verdammten Kadaver über die Ziellinie schleifen muss, wir ziehen das bis zum Ende durch, egal was es kostet. Bis der verdammte Job erledigt ist.

Kenner der Comicvorlage hielten den Atem an. Schließlich schlachtet Butcher am Ende der gedruckten Geschichte seine Gefährten MM, Frenchie und Kimiko kaltblütig ab, bevor Hughie ihn stoppt. Doch das Serien-Universum schlägt überraschend eine andere Richtung ein.

Erstaunlich menschlich: Butchers unerwartete Entwicklung

Statt zum skrupellosen Monster zu mutieren, zeigt sich Billy Butcher in der aktuellen Staffel geradezu verletzlich. Das aggressive Trailer-Zitat taucht in Episode 7 plötzlich in einem völlig neuen Kontext auf: Butcher spricht diese Worte zu Hughie, nachdem Homelanders psychische Verbündete sie eingesperrt haben. Hughie bemerkt sogar explizit, wie seltsam hoffnungsvoll Butchers Worte in dieser ausweglosen Situation klingen.

Schon in Episode 5 bewies Butcher sein Gewissen. Er überließ Hughie freiwillig das V-One für ein rettendes Gegenmittel für Kimiko und Starlight und kümmerte sich rührend um seinen Hund Terror. Selbst bei Ryan, den er eigentlich für den Supe-Virus opfern wollte, siegte der Beschützerinstinkt. Er folgte dem jungen Helden, rettete ihn vor Homelander und pflegte ihn im Versteck wieder gesund. Das ist kein Superschurke – das ist der gebrochene, aber moralisch ringende Butcher aus Staffel 1.

Warum die Serie den Schurken-Twist vermeidet

Warum rudern die Macher von „The Boys” kurz vor der Ziellinie zurück? Ein plötzlicher Wandel des Hauptcharakters zum Endgegner kann die Fanschaft spalten – ein Trauma, das viele noch vom Serienfinale von Game of Thrones kennen. Es ist narrativ eleganter, das Kernteam für einen letzten, epischen Ritt gegen den ultimativen Feind Homelander zu vereinen. So darfst du als Zuschauer weiterhin mit Butcher mitfiebern, wenn die beiden Giganten endgültig aufeinanderprallen.

Kommt der Comic-Schock doch noch?

Trotzdem solltest du dich nicht zu früh in Sicherheit wiegen. Der Teaser für das große Serienfinale in Episode 8 öffnet die Tür zur Comic-Eskalation wieder einen Spaltbreit. Butcher forderte bereits mehrfach den weltweiten Einsatz des Supe-Virus, was die Auslöschung aller Menschen mit Superkräften bedeuten würde. Bislang hielten ihn Hughie und der Rest des Teams vom Äußersten ab.

Doch Butchers finsteres Voiceover im neuesten Trailer lässt das Blut in den Adern gefrieren:

Wir müssen die ganze verdammte Vorstellung von Supes beenden. Verbrannte Erde, Schock und Ehrfurcht, Blut und Knochen. Superhelden... sind erledigt.

Setzt er seinen genozidalen Plan am Ende doch noch in die Tat um? Falls ja, würde er sich für Starlight, Kimiko, MM und Hughie endgültig in das Monster verwandeln, das er eigentlich bekämpfen wollte. Das epische Finale von „The Boys” wird in wenigen Tagen die endgültige Antwort auf Butchers Schicksal liefern.