Überraschungspremiere auf der NYCC: Erste Reaktionen feiern „VisionQuest“ als würdiges Trilogie-Finale
Marvel hat die erste Folge von VisionQuest auf der New York Comic Con überraschend gezeigt. Die ersten Stimmen loben vor allem Paul Bettany und James Spader – und Ultron bekommt einen eigenen Trailer.
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Marvel hat die erste Folge von „VisionQuest” früher gezeigt als geplant: Zum Abschluss seines Fernsehpanels auf der New York Comic Con lief am Donnerstagabend überraschend die Auftaktepisode, wie Variety berichtet. Mit dem Ende des Panels um 17:45 Uhr Ortszeit – in Deutschland war es da 23:45 Uhr – fiel auch die Sperrfrist für Journalisten, die vorab mehrere oder sogar alle acht Folgen sehen durften. Seitdem laufen die ersten Reaktionen ein, und sie sind fast durchweg begeistert.
Wichtig zur Einordnung: Es sind kurze Eindrücke auf X, keine ausführlichen Kritiken. Sie zeigen aber eine klare Richtung, gut eine Woche bevor „VisionQuest” am 14. Oktober mit zwei Folgen bei Disney+ startet. Die Serie schließt die Trilogie ab, die 2021 mit „WandaVision” begann und 2024 mit „Agatha All Along” weiterging.
Was die ersten Stimmen sagen
Den Ton setzt Brandon Davis, der das Panel gemeinsam mit Marvels Fernsehchef Brad Winderbaum moderiert hat. Er nennt die Serie „eine fantastische Fortsetzung von WandaVision”: klug, schräg, ehrgeizig und kreativ, „mit einem schlagenden Vater-Sohn-Herzen”. Besonders gefällt ihm, wie selbstverständlich sich „VisionQuest” im MCU bewegt und möglichst viele Ecken des Universums mitnimmt.
Demet Koc vom Portal Nexus Point News sieht einen „würdigen Nachfolger” und stellenweise einen „Liebesbrief an Wanda Maximoff”. Die Serie verhandle Liebe, Trauer, Generationentrauma und Identität, und die Beziehung zwischen Tommy und Vision mache Lust auf mehr von dieser Familie. Nach allen acht Folgen schreibt das Fanportal Marvel Tesseract, wie TheWrap zusammengetragen hat, „VisionQuest” gehöre „zu den besten Marvel-Serien – auf einer Stufe mit Wonder Man und Loki”.
Ganz ohne Einwand bleibt es nicht. TJ Zwarych von Agents of Fandom lobt zwar die Chemie zwischen Paul Bettany und James Spader und nennt Emily Hampshire „heimlichen Star” der Serie, merkt aber an, dass sich die Staffel in der Mitte etwas ziehe. Anfang und Ende seien dafür umso stärker.
Spader und Bettany im Mittelpunkt
Fast jede Reaktion hebt das Duo an der Spitze hervor. Paul Bettany spielt Vision zum ersten Mal seit „WandaVision” wieder in einer Live-Action-Rolle, James Spader kehrt als Ultron zurück, den er zuletzt 2015 in „Avengers: Age of Ultron” gespielt hat. Dazu kommt eine ganze Familie künstlicher Intelligenzen aus dem MCU: Emily Hampshire als E.D.I.T.H., Orla Brady als F.R.I.D.A.Y., James D’Arcy als J.A.R.V.I.S. und T’Nia Miller als Jocasta.
Ruaridh Mollica spielt Tommy Maximoff, den erwachsenen Sohn von Wanda und Vision. Wer hinter der Figur steckt und warum sie für „Avengers: Doomsday” wichtig werden könnte, haben wir in unserem Porträt zu Tommy Maximoff alias Speed zusammengefasst. Viel Lob bekommt auch Showrunner Terry Matalas, der zuvor die dritte Staffel von „Star Trek: Picard” verantwortet hat: Mehrere Stimmen loben, wie viel Liebe zu den Vorgängern in der Serie stecke, ohne dass sie ihre eigene Handschrift verliere.
Neuer Trailer: Ultron hat „seinen Groove zurück”
Passend zur Premiere hat Marvel Ultron einen eigenen Trailer gewidmet. Der Clip mit dem Titel „Ultron’s Got His Groove Back” mischt Szenen aus der Serie mit Aufnahmen hinter den Kulissen. „Es fing eigentlich mit einer Sprachaufnahme an”, erinnert sich Spader darin an seinen ersten Auftritt, „zehn Jahre später bin ich wieder hier.” Sein Ultron sei inzwischen „älter und weiser”. Zu sehen ist er vor allem als menschlicher Avatar mit langem Haar und großem Bart, der in Visions Gedankenwelt lebt. Als E.D.I.T.H. ihn fragt, warum er ausgerechnet diese Gestalt gewählt habe, antwortet er knapp: „Steht mir.”
Dass Ultron geläutert wäre, sollte man trotzdem nicht erwarten. „Du wolltest Gott spielen? Jetzt wird es Zeit, dass du einen triffst”, sagt er im Trailer, und an anderer Stelle: „Ich werde zu Ende bringen, was ich vor all den Jahren begonnen habe.” Gemeint ist der Plan aus „Avengers: Age of Ultron”, die Menschheit auszulöschen. Auch Ultrons alter Metallkörper taucht kurz auf. Wie es zu der Rückkehr kommt und welche Rolle Visions Körper dabei spielen könnte, haben wir in unserem Artikel zum Age-of-Ultron-Retcon beschrieben.
Am Rande der Messe hat Spader in einem Interview erklärt, wie es zu dem neuen Look kam. Ihm sei wichtig gewesen, dass Ultrons erster Auftritt schon etwas über die Figur erzähle. Weil sie von einem acht oder neun Fuß großen Roboter komme, müsse sie auch als Mensch sofort körperliche Präsenz haben. Zugleich habe ihn der Gegensatz gereizt: Der Metallkörper sei glatt und sauber gewesen, der menschliche Avatar dagegen eher zerzaust.
Wann startet VisionQuest?
„VisionQuest” startet am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, mit den ersten beiden Folgen bei Disney+, in Deutschland am selben Tag wie in den USA. Die Staffel umfasst acht Folgen. Wer sich vorher auf den Stand bringen will, findet in unserem Überblick, welche vier MCU-Titel Marvel zur Vorbereitung empfiehlt.
Für das MCU ist die Serie die letzte Veröffentlichung vor „Avengers: Doomsday”, der am 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos startet. Ob „VisionQuest” direkt auf den Film zuläuft, hat Marvel nicht verraten. Den Weg dorthin hatte zuletzt der neue Trailer um Visions Sohn angedeutet.
VisionQuest startet am 14. Oktober 2026 mit zwei Folgen bei Disney+, in Deutschland am selben Tag wie in den USA.
Die erste Staffel von VisionQuest hat acht Folgen.
James Spader kehrt als Ultron zurück. Er hat die Figur zuvor 2015 in „Avengers: Age of Ultron” gespielt.
Überwiegend sehr positiv. Nach der Überraschungspremiere auf der New York Comic Con loben die ersten Stimmen vor allem Paul Bettany, James Spader und Emily Hampshire; ein Kritikpunkt ist ein etwas zäher Mittelteil.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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