Zombiefilme: Die wichtigsten Filme vom Romero-Klassiker bis heute
Zombiefilme vom Romero-Klassiker bis „World War Z“: die wichtigsten Filme des Genres nach Epochen, mit Regie, Einordnung und dem Stand zu „World War Z 2“ und „Twilight of the Dead“.
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Zombiefilme gibt es seit fast hundert Jahren, doch das Bild vom hungrigen, schlurfenden Untoten ist jünger: Es stammt von George A. Romero und seinem Klassiker Die Nacht der lebenden Toten von 1968. Seitdem hat das Genre mehrere Wellen erlebt, von Romeros Gesellschaftssatiren über Splatter und Horrorkomödie bis zu Blockbustern wie „World War Z”.
Hier findest du die wichtigsten Zombiefilme nach Epochen geordnet, jeweils mit Jahr, Regie und Einordnung. Dazu kommt der Stand der neuen Projekte, denn das Genre ist gerade wieder in Bewegung: Paramount macht die Fortsetzung zu „World War Z”, und Romeros letzte Idee „Twilight of the Dead” ist abgedreht. Zombieserien wie „The Walking Dead” sind nicht Teil dieser Übersicht.
Auf einen Blick
Was war der erste Zombiefilm? Zu den frühesten zählt White Zombie von 1932, damals noch mit Voodoo-Zombies, die ein Zauberer steuert.
Wer hat den modernen Zombie erfunden? George A. Romero mit Die Nacht der lebenden Toten (1968): Seitdem sind Zombies menschenfressende Untote, die nur ein Treffer ins Gehirn stoppt.
Welche Zombiefilme sollte man kennen? Romeros Die Nacht der lebenden Toten und Zombie, „28 Days Later”, Shaun of the Dead, REC, „World War Z” und „Train to Busan”.
Was kommt als Nächstes? „Twilight of the Dead” nach einem Treatment von Romero ist in der Postproduktion, „World War Z 2” mit Brad Pitt in Entwicklung. Starttermine gibt es für beide noch nicht.
Wo laufen die Filme im Stream? Die aktuellen Anbieter zeigt die jeweils verlinkte Filmseite.
Die wichtigsten Zombiefilme im Überblick
| Jahr | Film | Regie |
|---|---|---|
| 1932 | White Zombie | – |
| 1968 | Die Nacht der lebenden Toten | George A. Romero |
| 1978 | Zombie (Dawn of the Dead) | George A. Romero |
| 1992 | Braindead | Peter Jackson |
| 2002 | 28 Days Later | Danny Boyle |
| 2004 | Dawn of the Dead | Zack Snyder |
| 2004 | Shaun of the Dead | Edgar Wright |
| 2007 | [REC] | Jaume Balagueró, Paco Plaza |
| 2009 | Zombieland | Ruben Fleischer |
| 2013 | World War Z | Marc Forster |
| 2016 | Train to Busan | – |
| 2021 | Army of the Dead | – |
| 2025 | 28 Years Later | Danny Boyle |
| 2026 | 28 Years Later: The Bone Temple | Nia DaCosta |
Die Anfänge: Voodoo-Zombies vor 1968
Die ersten Filmzombies hatten mit den heutigen wenig gemein. In Filmen wie White Zombie (1932) sind es Menschen oder Tote, die unter dem Einfluss eines Zauberers stehen. Sie bewegen sich schwerfällig, verrichten Arbeit für ihren Herrn und dienen oft als Werkzeug einer Rache. Das Grauen kommt hier vom Kontrollverlust, nicht vom Hunger.
Fressende Untote, die sich durch einen Biss vermehren, gibt es in dieser Phase noch nicht. Wer die Entwicklung des Genres verstehen will, sieht daran vor allem, wie radikal der Bruch von 1968 war.
George A. Romero und die Geburt des modernen Zombies
Mit Die Nacht der lebenden Toten erfand George A. Romero 1968 den Zombie neu: als hungrigen Untoten, der Menschen frisst und sich nur durch eine Zerstörung des Gehirns aufhalten lässt. Die Ursache ist nicht mehr Magie, sondern eher Strahlung oder menschliches Versagen. Der Film ist bis heute gemeinfrei, wegen eines Fehlers des ursprünglichen Verleihs, und deshalb in vielen Fassungen im Umlauf.
Zehn Jahre später folgte Zombie (im Original Dawn of the Dead, 1978), in dem sich Überlebende in einem Einkaufszentrum verschanzen. Romero machte die Untoten zum Spiegel der Konsumgesellschaft und zeigte, dass die größte Gefahr oft von den Überlebenden selbst ausgeht. Seine Reihe umfasst sechs Filme, von 1968 bis Survival of the Dead (2009). Ein siebter, den Romero vor seinem Tod 2017 als Abschluss angelegt hatte, ist inzwischen abgedreht: „Twilight of the Dead” unter der Regie von Doron und Yoav Paz, mit Kate Beckinsale und Betty Gabriel.
Splatter und Horrorkomödie: die 1980er und 1990er
Nach Romero wurde das Genre lauter und blutiger. Die Reihe The Return of the Living Dead (deutsch: Verdammt, die Zombies kommen) mischte Horror mit schwarzem Humor, und Peter Jackson trieb das Prinzip 1992 mit Braindead auf die Spitze. Lange bevor er mit Der Herr der Ringe zum Blockbuster-Regisseur wurde, drehte Jackson in Neuseeland eine der blutigsten Horrorkomödien überhaupt.
Für diese Phase stehen Effekte und Übertreibung, weniger die Gesellschaftskritik. Die Zombies werden zur Bühne für Make-up-Effekte, und der Schrecken kippt immer wieder ins Absurde.
Die 2000er-Welle: Infizierte, Remakes und Komödien
Den Neustart brachte 2002 „28 Days Later” von Danny Boyle. Streng genommen sind die Infizierten keine Untoten, sondern Menschen, die ein Wut-Virus in rasende Bestien verwandelt hat, und sie rennen. Der Film öffnete das Genre für Endzeit- und Seuchenszenarien und begründete die 28-Days-Later-Reihe, die 2025 mit „28 Years Later” fortgesetzt wurde. Wer dieses Motiv mag, findet weitere Beispiele in unseren Filmen über Viren und Seuchen.
2004 folgten gleich zwei prägende Filme: Zack Snyder modernisierte Romeros Klassiker als Dawn of the Dead, und Edgar Wright drehte mit Simon Pegg und Nick Frost Shaun of the Dead, eine Liebeserklärung an Romero als britische Komödie. Aus Spanien kam 2007 REC von Jaume Balagueró und Paco Plaza, der den Ausbruch in einem Wohnhaus aus Sicht einer Fernsehkamera zeigt. 2009 machte „Zombieland” von Ruben Fleischer die Apokalypse zum Roadmovie, 2019 folgte „Zombieland 2: Doppelt hält besser”.
Parallel lief die Resident-Evil-Filmreihe nach der Videospielvorlage, die Zombies ins Actionkino brachte und 2026 mit Zach Creggers Neustart einen Franchise-Rekord aufgestellt hat.
Blockbuster und Weltkino: die 2010er und 2020er
„World War Z” (2013) machte den Zombiefilm endgültig zum Großprojekt. Marc Forster inszenierte Brad Pitt als ehemaligen UN-Mitarbeiter, der weltweit nach dem Ursprung der Seuche sucht. Trotz schwieriger Produktion mit neu gedrehtem Finale spielte der Film weltweit rund 540 Millionen US-Dollar ein. Nach mehreren gescheiterten Anläufen macht Paramount nun die Fortsetzung mit Brad Pitt, Regie führt Edward Berger.
Eine der stärksten Stimmen kam aus Südkorea: „Train to Busan” (2016) sperrt seine Figuren in einen Hochgeschwindigkeitszug und verbindet Horror mit einem Familiendrama. 2021 brachte Netflix mit „Army of the Dead” einen Zombie-Heist-Film heraus. Danny Boyle kehrte 2025 mit „28 Years Later” zu seiner Reihe zurück, im Januar 2026 folgte „28 Years Later: The Bone Temple” unter der Regie von Nia DaCosta. Der geplante Abschluss „28 Years Later: Part III” ist laut Boyle derzeit zurückgestellt, weil die Finanzierung fehlt.
Was macht einen guten Zombiefilm aus?
Die besten Zombiefilme erzählen selten nur von Untoten. Romero nutzte sie für Gesellschaftskritik, Boyle für Endzeit und Isolation, Wright für Komödie, „Train to Busan” für ein Familiendrama. Die Zombies sind der Druck von außen, das eigentliche Thema ist, wie Menschen darauf reagieren.
Wer einsteigen will, beginnt am besten mit einem Film je Epoche: Die Nacht der lebenden Toten für die Grundregeln, „28 Days Later” für den modernen Ansatz, Shaun of the Dead für den Humor und „Train to Busan” für das große Kino jenseits von Hollywood.
Als prägend gelten Die Nacht der lebenden Toten (1968) und Zombie (1978) von George A. Romero, „28 Days Later” (2002), Shaun of the Dead (2004), REC (2007), „World War Z” (2013) und „Train to Busan” (2016).
Romeros Dawn of the Dead von 1978 lief in Deutschland unter dem Titel Zombie. Das Remake von Zack Snyder aus dem Jahr 2004 behielt den Originaltitel.
Zu den frühesten Zombiefilmen zählt White Zombie von 1932. Die Zombies dort sind noch Voodoo-Opfer unter der Kontrolle eines Zauberers. Den modernen, menschenfressenden Zombie schuf George A. Romero 1968.
Streng genommen nicht. In „28 Days Later” verwandelt ein Wut-Virus lebende Menschen in rasende Infizierte. Weil der Film aber alle Muster des Genres nutzt, wird er fast immer zu den Zombiefilmen gezählt.
Ja. Paramount entwickelt die Fortsetzung mit Brad Pitt in der Hauptrolle, Regie führt Edward Berger, das Drehbuch schreibt Dennis Kelly. Einen Starttermin gibt es noch nicht.
„Twilight of the Dead” ist der Abschluss von George A. Romeros Zombie-Saga, basierend auf einem Treatment, das Romero vor seinem Tod geschrieben hat. Der Film mit Kate Beckinsale ist abgedreht und in der Postproduktion, ein Starttermin steht noch aus.
Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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