World War Z 2: Brad Pitt kehrt zurück, Edward Berger führt Regie

World War Z 2: Brad Pitt kehrt zurück, Edward Berger führt Regie Paramount
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Nach dreizehn Jahren voller Anläufe macht Paramount die Fortsetzung zu „World War Z“. Brad Pitt spielt erneut die Hauptrolle, Regie führt Edward Berger. Das Drehbuch schreibt Dennis Kelly, Plan B produziert.

Paramount bringt die Fortsetzung zu World War Z auf den Weg – nach dreizehn Jahren voller Anläufe. Brad Pitt kehrt als Hauptdarsteller zurück, Regie führt Edward Berger, der deutsche Filmemacher hinter „Im Westen nichts Neues” und „Konklave”. Deadline berichtete zuerst über den Abschluss beider Verträge.

Das Drehbuch stammt von Dennis Kelly, der für das Bühnenbuch zu „Matilda – Das Musical” einen Tony gewann und mehrere britische Thrillerserien geschrieben hat. Pitt produziert gemeinsam mit Dede Gardner und Jeremy Kleiner über seine Firma Plan B Entertainment, Berger steigt zusätzlich als ausführender Produzent ein. Zur Handlung schweigt das Studio bislang vollständig.

Berger und Pitt kennen sich vom Set von „The Riders”

Die Personalie ist kein Zufallsfund. Pitt und Berger haben in diesem Jahr gemeinsam den psychologischen Thriller „The Riders” für A24 und Scott Free abgedreht; der Film steckt gerade in der Postproduktion. Nach Informationen von Deadline hat Pitt seinen Regisseur bereits früh während dieses Drehs auf die Zombie-Fortsetzung angesprochen und ihm das Projekt regelrecht angetragen – zum Ende der Produktion war Berger an Bord.

Für Berger ist das ein deutlicher Genrewechsel. Der Regisseur hat zuletzt mit Stoffen Aufmerksamkeit erzeugt, die über Atmosphäre und Kammerspiel funktionieren – der Erste Weltkrieg in „Im Westen nichts Neues”, die Papstwahl in „Konklave”. Ein global angelegter Katastrophenfilm mit Menschenmassen und Effektschlachten ist eine andere Baustelle. Genau darin könnte der Reiz der Besetzung liegen: Dem ersten Teil kamen am Ende die Figuren abhanden, weil die Weltrettung alles überlagerte.

Dreizehn Jahre, zwei gescheiterte Regisseure und ein Verbot in China

Der Erstling von 2013 war ein Sanierungsfall, der zum Erfolg wurde. Regie führte Marc Forster, Pitt spielte den früheren UN-Mitarbeiter Gerry Lane, der um die halbe Welt reist, um die Ursache des Zombie-Ausbruchs zu finden. Der dritte Akt wurde komplett neu geschrieben und nachgedreht, die Autoren Damon Lindelof und Drew Goddard kamen dafür spät hinzu, das Budget kletterte über 200 Millionen Dollar. Am Ende standen weltweit mehr als 540 Millionen Dollar Einspielergebnis – bis heute der erfolgreichste Zombiefilm aller Zeiten.

Eine Fortsetzung war seither fast durchgehend in Arbeit und scheiterte reihenweise. J. A. Bayona, der später „Jurassic World: Das gefallene Königreich” inszenierte, war 2013 vorgesehen und stieg aus. Danach übernahm David Fincher, ein langjähriger Weggefährte Pitts – auch dieser Anlauf platzte, als die Budgetfragen nicht zu lösen waren. 2019 nannte eine Quelle gegenüber dem Hollywood Reporter einen zusätzlichen Grund: Chinas Verbot von Zombiefilmen, das dem auf 200 Millionen Dollar taxierten Projekt einen der wichtigsten Märkte verschloss.

Neues Leben bekam der Stoff erst mit dem Umbau des Studios. Nachdem Skydance 2025 Paramount übernommen hatte, rückte die Fortsetzung nach oben auf die Prioritätenliste; die Paramount-Co-Chefs Josh Greenstein und Dana Goldberg bekräftigten das Vorhaben zuletzt auf der CinemaCon in Las Vegas. Skydance-Gründer David Ellison war schon am ersten Teil beteiligt und teilte Pitts Wunsch, den Stoff weiterzuführen.

Ein Kinojahr mit Pitt und ein Genre im Aufwind

Für Pitt ist es die dritte Zusammenarbeit mit Paramount in kurzer Folge. Am 25. September startet in den USA das Survival-Drama „Heart of the Beast” von David Ayer, mit dem er schon „Herz aus Stahl” gedreht hat. Noch in diesem Jahr folgt bei Netflix „The Further Mis-Adventures of Cliff Booth”, die Verlängerung seiner Oscar-Rolle aus „Once Upon a Time in Hollywood”.

Der Zeitpunkt passt auch zur Lage des Genres. Zombies sind zurück im Gespräch: „Resident Evil” von Zach Cregger ist gerade in den Kinos angelaufen, das komplette Walking-Dead-Universum wandert ab 2027 zu Netflix, und „The Last of Us” steht weiter unter Beobachtung. Einen Starttermin für die Fortsetzung gibt es noch nicht – weder für Deutschland noch für die USA. Beides dürfte erst festgezurrt werden, wenn ein Drehbeginn steht.

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