Gamora: Adoptivtochter von Thanos & Guardians-Kämpferin
Gamora ist eine der gefährlichsten Kämpferinnen im Marvel-Universum: Waise, Attentäterin, Adoptivtochter von Thanos und Mitglied der Guardians of the Galaxy.
Die Comicfigur Gamora hatte ihren ersten Auftritt im MCU in Guardians of the Galaxy (2014). Ihr vollständiger Name lautet Gamora Zen Whoberi Ben Titan, und sie erschien erstmals in den Marvel-Comics Strange Tales #180 im Jahr 1975. Kreiert wurde Gamora vom Schriftsteller Jim Starlin. Ihre Geschichte ist eng mit Thanos und den Guardians of the Galaxy verknüpft.
Auf einen Blick
Wer ist Gamora? Die Adoptivtochter von Thanos, zur tödlichen Attentäterin ausgebildet – später Mitglied der Guardians of the Galaxy.
Wer spielt sie im MCU? Zoe Saldaña, seit Guardians of the Galaxy (2014).
Rasse: Zehoberei – Gamora gilt als letzte Überlebende ihres Volkes vom Planeten Zen-Whoberi.
Erster Comic-Auftritt: Strange Tales #180 (1975), erschaffen von Jim Starlin.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Name | Gamora |
| Voller Name | Gamora Zen Whoberi Ben Titan |
| Rasse | Zehoberei |
| Heimatplanet | Zen-Whoberi |
| Zugehörigkeit | Guardians of the Galaxy, Ravagers |
| Schauspielerin | Zoe Saldaña |
| Erster Auftritt | Strange Tales #180 (1975) |
| Schöpfer | Jim Starlin |
Wie ihre Adoptivschwester Nebula wurde Gamora von Thanos als Kind aufgenommen, als der auf ihrem Heimatplaneten Zen-Whoberi die Hälfte der Bevölkerung des Volkes der Zehoberei tötete. Damit das Kind das Massaker nicht mit ansehen musste, lehrte Thanos sie den Glauben ans Gleichgewicht und ließ sie einen Dolch auf ihrem Finger in Balance bringen. Als Waise und einzig bekannte Überlebende ihrer Rasse bildete er sie zu einer Kämpferin, Attentäterin und Auftragsmörderin aus.
Als Gamora die Machenschaften ihres Ziehvaters nicht länger mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, stellt sie sich gegen ihn und kehrt ihm den Rücken. Sie schließt sich den „Guardians of the Galaxy" an und versucht gemeinsam mit Outlaw Peter Quill / Star-Lord, Rocket Raccoon, Groot und Drax dem Zerstörer, ihren Vater aufzuhalten.
Durch die Ereignisse in den Avengers-Filmen, vor allem in „Avengers: Endgame", in dem Thanos durch Iron Man aus der Geschichte des Universums ausgelöscht wird, galt Gamora als verschollen. In der originalen Zeitlinie wurde Gamoras Leben bereits durch die Hand von Thanos beendet, als der auf Vormir ein Opfer bringen musste, um an den Seelenstein zu gelangen.
Die Gamora aus der Vergangenheit ist den Guardians of the Galaxy in ihrer Zeitlinie aber eigentlich noch gar nicht begegnet. Antworten über ihren Verbleib liefert der dritte Teil der Guardians-of-the-Galaxy-Filme. Schon am Ende von „Avengers: Endgame" deutete sich an, dass sich Peter Quill und die Guardians auf den Weg machen, um Gamora (Zoe Saldaña) zu suchen.
Gamora in den MCU-Filmen
In den Filmen des Marvel Cinematic Universe taucht Gamora nicht nur als Mitglied der Guardians of the Galaxy auf, sondern ist in ihrer Rolle als Adoptivtochter von Thanos auch in der Infinity-Saga verwurzelt. Wir verraten dir hier, in welchen MCU-Filmen die Figur Gamora (Zoe Saldaña) zu sehen ist.
| Jahr | Film |
|---|---|
| 2014 | Guardians of the Galaxy |
| 2017 | Guardians of the Galaxy Vol. 2 |
| 2018 | Avengers: Infinity War |
| 2019 | Avengers: Endgame |
| 2023 | Guardians of the Galaxy Vol. 3 |
Guardians of the Galaxy
Zu Beginn von „Guardians of the Galaxy" stiehlt Peter Quill, der sich selbst Star-Lord nennt, den Orb. Was er nicht weiß: Darin befindet sich der Machtstein, einer der Infinity-Steine, hinter dem auch Thanos her ist. Der hat Ronan und seine beiden Adoptivtöchter Gamora (Zoe Saldaña) und Nebula (Karen Gillan) losgeschickt, um genau diesen Stein zu besorgen. Gamora selbst hatte aber nicht die Absicht, den Orb an Ronan oder Thanos zu übergeben, sondern wollte sich mit dem Verkauf an den Collector und dem Erlös von 4 Milliarden Units von Thanos lossagen.
Als Gamora auf Xandar versucht, den Orb von Peter Quill zu stehlen, und sich Groot und Rocket einmischen, weil sie es auf das Kopfgeld auf Star-Lord abgesehen haben, schlägt ihr Plan fehl. Die vier Helden werden vom Nova Corps auf Xandar gefangen genommen und landen gemeinsam im Hochsicherheitsgefängnis. Dort tun sie sich zusammen und können gemeinsam mit Drax fliehen.
Letztendlich können Gamora und ihre neuen Freunde auf Xandar verhindern, dass Ronan und damit auch Thanos den Infinity-Stein in die Hände bekommen. Der Orb mit dem Machtstein verbleibt vorerst beim Nova Corps auf Xandar.
Guardians of the Galaxy Vol. 2
Gamora und die Guardians helfen in „Guardians of the Galaxy Vol. 2" Peter Quill dabei, mehr über seine Herkunft herauszufinden. Als sein Vater Ego auftaucht, fangen die Probleme gerade erst an. Doch auch Gamora zieht ihre Familie wie einen Schatten hinter sich her: Ihre Adoptivschwester Nebula ist hinter ihr her und will sie töten. Eigentlich wollte Nebula nur eine Schwester, doch Thanos hat die beiden immer gegeneinander antreten lassen. Dass trotz der kybernetischen Veränderungen immer Gamora gewann, konnte sie ihr nie verzeihen. Am Ende des Films kommen sich Gamora und Peter Quill näher.
Avengers: Infinity War
Die Guardians finden am Anfang von „Avengers: Infinity War" Thor treibend im All. Er erzählt, dass Thanos bereits zwei Infinity-Steine hat: den Machtstein von Xandar und den Raumstein aus dem Tesserakt. Zudem sei Thanos auf dem Weg nach Knowhere, um dort vom Collector den Realitätsstein zu holen. Die Guardians teilen sich auf, und Gamora, Star-Lord, Drax und Mantis wollen das verhindern. Peter Quill muss Gamora versprechen, sie zu töten, sollte Thanos sie gefangen nehmen – denn sie ist die Einzige, die weiß, wo sich der Seelenstein befindet.
Doch Thanos kommt der Gruppe zuvor, und Peter Quill kann sein Versprechen nicht einlösen. Auch Gamora scheitert mit ihrem Versuch, Thanos mit ihrem Dolch zu töten. Auf Sanctuary II foltert Thanos Nebula im Beisein von Gamora. Sein Ziel: Gamora soll den Standort des Seelensteins preisgeben. Im Glauben, dass Thanos niemals alle Steine vereinen kann, nennt Gamora den Ort: Vormir. Dass sie selbst als Opfer für den Seelenstein herhalten muss, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Avengers: Endgame
Durch die Zeitreisen der Avengers in „Avengers: Endgame" wird auch Nebula in die Vergangenheit zurückgeschickt, um den Machtstein noch vor Peter Quill, Gamora und ihrem jüngeren Ich zu stehlen. Das gelingt zwar, aber Nebula wird von Thanos gefangen genommen und trifft auf die Vergangenheits-Gamora und ihr jüngeres Ich. Sie kann Gamora davon überzeugen, gegen ihren Ziehvater zu kämpfen, nicht aber ihr jüngeres Ich. Als Thanos die Zukunft angreift, nimmt er auch die junge Gamora mit ins Jahr 2023. Sie stellt sich erneut gegen ihren Vater und gemeinsam mit der älteren Nebula auch gegen die jüngere Nebula. So kann Gamora verhindern, dass Thanos erneut an alle Infinity-Steine gelangt.
Mitten im Kampf, als Peter Quill und Gamora aufeinandertreffen, gibt sie ihm einen Korb – schließlich ist sie ihm in ihrer Zeit noch nie begegnet. Im Endkampf schließt sich Gamora mit Nebula und anderen Heldinnen wie Captain Marvel, Pepper Potts, Valkyrie und den Dora Milaje zusammen, um gegen Thanos zu kämpfen.
Seit dem Fingerschnippen von Iron Man und der Auslöschung von Thanos und seinem Gefolge gilt Gamora im Marvel Cinematic Universe jedoch als verschollen.
Guardians of the Galaxy Vol. 3
„Guardians of the Galaxy Vol. 3" erzählt in weiten Teilen die Entstehungsgeschichte von Rocket Raccoon. Da er bei einem Angriff von Adam Warlock schwer verletzt wird, müssen sich die Guardians auf den Weg machen, um einen Schlüssel zu finden, mit dem sie die Technologie an seinem Herzen deaktivieren können. Nur so können sie sein Leben retten.
Auf der Suche nach dem Schlüssel ist Gamora die Kontaktperson von Nebula. Die hat den trauernden Peter Quill im Unwissen darüber gelassen, dass sie längst Kontakt zu ihrer Schwester hat. Doch die 2014er-Version von Gamora hat keine Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit den Guardians. Alles, was sie über das Team weiß, stammt lediglich von Nebula. Daher unterscheidet sich diese Gamora deutlich von der ursprünglichen.
Während die originale Gamora durch gemeinsame Erfahrungen wie den Einsatz des Machtsteins gegen Ronan und den Kampf gegen Ego enge Verbindungen zu den anderen Guardians aufbaute, fehlen der neuen Gamora diese Erlebnisse. Obwohl sie sich in „Avengers: Endgame" gegen ihren Vater Thanos stellt, hat sie noch keine Bindung zu den Guardians aufgebaut. Stattdessen sucht sie in „Guardians of the Galaxy Vol. 3" ihren eigenen Weg bei den Ravagers.
Zwar schließt sie sich widerwillig der Mission der Guardians an, entscheidet sich am Ende des Films jedoch dafür, zu ihrer neuen Ravager-Familie zurückzukehren.
Zoe Saldaña hat bereits bestätigt, dass „Guardians of the Galaxy Vol. 3" ihr letzter MCU-Film ist. Im Interview mit dem Hollywood Reporter sagte sie über die Guardians und ihre Rolle als Gamora:
Ich glaube nicht, dass dies das Ende für die Guardians ist. Es ist das Ende für mich, für Gamora.
Wie geht es mit Gamora weiter?
Am Ende von „Guardians of the Galaxy Vol. 3" bleibt die 2014er-Version von Gamora bei den Ravagers – sie schließt sich dem neuen Guardians-Team also nicht an. Zoe Saldaña hat mehrfach betont, dass der Film ihr Abschied von der Rolle war. Im bislang bestätigten Cast von „Avengers: Doomsday” (Kinostart: 16. Dezember 2026) taucht Gamora denn auch nicht auf; die Guardians of the Galaxy fehlten beim großen Cast-Reveal komplett.
Für Zoe Saldaña ging es abseits von Marvel steil bergauf: Anfang März 2025 gewann sie den Oscar als beste Nebendarstellerin für das Musical „Emilia Pérez" – als erste US-Amerikanerin dominikanischer Herkunft.
Zoe Saldaña spielt Gamora, seit Guardians of the Galaxy (2014). „Guardians of the Galaxy Vol. 3" (2023) war nach eigener Aussage ihr vorerst letzter Auftritt in der Rolle.
Gamora gehört dem Volk der Zehoberei vom Planeten Zen-Whoberi an und gilt als letzte bekannte Überlebende ihrer Rasse, nachdem Thanos die Hälfte der Bevölkerung getötet hatte.
Im MCU opfert Thanos die ursprüngliche Gamora in „Avengers: Infinity War" auf Vormir, um den Seelenstein zu erhalten. Eine Version von Gamora aus dem Jahr 2014 überlebt jedoch die Ereignisse von „Endgame" und taucht in „Guardians of the Galaxy Vol. 3" wieder auf – allerdings ohne Erinnerungen an die Guardians.
Gamoras Adoptivschwester ist Nebula, gespielt von Karen Gillan. Beide wurden von Thanos aufgezogen und immer wieder gegeneinander antreten gelassen.
Im bislang bestätigten Cast von Avengers: Doomsday (Kinostart: 18. Dezember 2026) ist Gamora nicht vertreten; die Guardians of the Galaxy fehlten beim Cast-Reveal komplett.