Channing Tatum kämpft weiter um seinen Gambit-Solofilm im MCU
Channing Tatum will Gambit einen eigenen Film geben und kämpft nach eigener Aussage dafür. Im Interview erzählt er, wie der Fox-Film an drei Regisseuren scheiterte, und deutet an, woher Gambit in „Avengers: Doomsday“ kommt.
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Channing Tatum gibt seinen Gambit-Solofilm nicht auf. Im Interview mit ScreenRant sagte der Schauspieler, er würde sich einen eigenen Film über den Kartenwerfer aus New Orleans „sehr wünschen“ – und er kämpfe dafür, die Figur weiterspielen zu dürfen. Seine einzige Bedingung: ein „sehr, sehr guter Regisseur“, der den Stoff umsetzt. Anlass des Gesprächs war eine US-Werbeaktion der Kette Dunkin’ zu „Avengers: Doomsday”, in dem Tatum ab dem 16. Dezember 2026 in den deutschen Kinos erneut als Gambit zu sehen ist.
Drei Regisseure, kein Film
Wie knapp der Solofilm bei Fox schon einmal vor dem Dreh stand, schildert Tatum ausführlich. Drei Regisseure seien nacheinander verpflichtet gewesen. Mit dem ersten habe sich das Studio überworfen, der zweite sei so lange in der Entwicklung hängen geblieben, dass Tatum selbst die Trennung wollte. Beim dritten, Gore Verbinski, sei man fast in die Produktion gegangen – dann hätten sich Studio, Regisseur und er kreativ auseinanderentwickelt, obwohl alle drei am selben Punkt gestartet seien.
Danach überzeugten Tatum und sein Produktionspartner Reid Carolin das Studio, zuerst das Drehbuch zu schreiben, das beide Seiten wollten, und erst dann einen Regisseur zu suchen, der genau diese Fassung umsetzt. Das Ergebnis gefiel ihnen so gut, dass sie den Film selbst inszenieren wollten. Rückblickend nennt Tatum das „Frustration und Hybris“. Bemerkenswert ist ein Detail am Rande: Auch Shawn Levy, der Tatum später in „Deadpool & Wolverine” als Gambit ins MCU holte, habe das Drehbuch damals inszenieren wollen.
„Das wäre eine Katastrophe geworden“
Dass es nicht dazu kam, sieht Tatum heute als Glück. Weder er noch Carolin seien bereit gewesen, einen Film dieser Größenordnung zu drehen; sie wären „kläglich gescheitert“. „Jetzt, wo ich genau weiß, was Regie bedeutet und wie kompliziert gerade diese Filme sind, muss man wirklich wissen, was man tut“, sagte er. „Das darf nicht dein erster Film sein.“ Ein Superheldenfilm sei „fast unmöglich“ zu machen, und ein Scheitern auf diesem Niveau hätte er nach eigener Einschätzung nie verkraftet.
Endgültig auf Eis lag das Projekt nach der Übernahme von 20th Century Fox durch Disney. Tatum hatte im Oktober 2025 erzählt, das Drehbuch sei als Romantikkomödie mit R-Rating angelegt gewesen – eine Richtung, für die Disney damals nach seiner Einschätzung noch nicht bereit war. Seitdem hat sich die Lage gedreht: „Deadpool & Wolverine” hat bis heute weltweit rund 1,34 Milliarden Dollar eingespielt, und Tatums Gambit kam dort so gut an, dass Marvel ihn für „Avengers: Doomsday” zurückholte.
Aus welchem Universum stammt Gambit?
In einem zweiten Teil des Gesprächs ging es um die Frage, aus welcher Wirklichkeit Gambit in „Avengers: Doomsday” stammt. Verraten wollte Tatum das ausdrücklich nicht, um die Spannung vor dem Start nicht zu nehmen. Laut ScreenRant bestätigte er aber, dass seine Figur zur Zeitlinie der Fox-X-Men gehört, aus der auch Ian McKellens Magneto, James Marsdens Cyclops und Rebecca Romijns Mystique kommen – allerdings mit Grauzonen.
„Selbst da, wo er in ‚Deadpool & Wolverine‘ herkam, war er im Grunde nirgends, er wurde gewissermaßen in der Leere geboren“, sagte Tatum. „Der Film geht darauf nicht ein. Wir steigen an einem Punkt ein, an dem wir nie wirklich klären, woher er kommt.“ Schon früher hatte er angekündigt, Gambit in „Avengers: Doomsday” ernster anzulegen und auf den übertriebenen Cajun-Akzent aus dem Deadpool-Film weitgehend zu verzichten.
Was einem Solofilm im Weg steht
Offiziell angekündigt ist ein Gambit-Film bei Marvel nicht. Das größte Hindernis ist der eigene Kalender des Studios: Der X-Men-Neustart unter Regie von Jake Schreier soll im Mai 2028 ins Kino kommen und besetzt die Mutanten neu. Rogue, in den Comics Gambits große Liebe, spielt dort Inde Navarrette; Gambit selbst ist für den Reboot noch nicht besetzt.
Ein Solofilm mit Tatum müsste deshalb neben dem Neustart existieren, etwa als Geschichte aus einem anderen Universum – genau die Art Spielraum, die Tatums vage Antwort zur Herkunft der Figur offenlässt. Wie es um Gambit in den Comics und im MCU steht, haben wir auf unserer Seite zu Gambit zusammengefasst.
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Chefredakteur und Gründer von scifiscene.
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