Endgame Extended: Die Russos erklären die neuen Szenen – und versprechen einen neuen Loki
Die Zusatzszenen aus „Avengers: Endgame Extended“ kommen in „Avengers: Doomsday“ nicht vor, sagen die Russos. Im Interview erklären sie Loki, Banner, die TVA und Dooms Maske – und Doomsday spielt im Januar 2029.
Die neuen Szenen aus „Avengers: Endgame Extended” wird es in „Avengers: Doomsday” nicht zu sehen geben – sie wurden eigens als Brücke zwischen den beiden Filmen gedreht. Das bestätigt Joe Russo im Interview mit Empire, in dem er und sein Bruder Anthony erstmals selbst über die vier Zusatzszenen der Wiederaufführung sprechen. Anthony Russo kündigt dabei auch an, dass Doomsday eine neue Version von Loki zeigen wird.
Seit dem 24. September läuft die Fassung in den deutschen Kinos, und eine ihrer Abspannszenen liefert zugleich die erste handfeste Antwort auf die Frage, wann „Avengers: Doomsday” spielt: Bruce Banner nimmt ein Videotagebuch auf, und die Aufnahme trägt ein Datum – den 12. Januar 2029. Sekunden später steht Doctor Doom im Raum.
Auch sonst verknüpft die Fassung den Abschluss der Infinity Saga eng mit dem nächsten Avengers-Film: Im Abspann schmiedet Doom seine Maske zu demselben Hammerschlag, mit dem 2019 an Tony Starks ersten Helm erinnert wurde. Dazu kommen eine Szene aus der Time Variance Authority und ein Besuch von Loki bei Steve Rogers und Peggy Carter.
Marvel Studios bringt „Avengers: Endgame” damit nicht als reine Wiederaufführung zurück. Das neue Material ist in der Handlung von „Avengers: Doomsday” angesiedelt, der am 16. Dezember 2026 in Deutschland startet. Der Abschluss der Infinity Saga wird so zur direkten Brücke in den nächsten Avengers-Film.
Auf einen Blick
Titel: In Deutschland „Avengers: Endgame Extended”, international „Avengers: Endgame Encore” – derselbe Film.
Kinostart: 24. September 2026 in den deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start am 25. September.
Wann spielt Doomsday? Banners Video in der neuen Abspannszene ist auf den 12. Januar 2029 datiert – rund drei Monate nach „Spider-Man: Brand New Day”.
Was neu ist: ein eigens produziertes Intro, eine neue Szene aus der TVA, eine Abspannszene mit Bruce Banner und Doctor Doom, Doom beim Schmieden seiner Maske, ein Besuch Lokis bei Steve und Peggy sowie ein Endtag, der exklusiv in IMAX und Infinity Vision läuft.
Kommen die Szenen in Doomsday vor? Nein. Laut Joe Russo wurden sie eigens gedreht, um die Lücke zwischen beiden Filmen zu überbrücken.
Zweck: Das neue Material spielt in der Doomsday-Handlung und verbindet beide Filme.
Format: Die Fassung und Doomsday sind die ersten Filme, die in Kinos mit Disneys neuer Zertifizierung Infinity Vision laufen.
Nicht verändert: Die eigentliche Geschichte von Endgame bleibt, wie sie ist.
Die Russos erklären die neuen Szenen
Für Empire haben die Brüder die vier Zusatzszenen einzeln kommentiert. Die wichtigste Klarstellung betrifft ihren Zweck: Auf die Frage, ob das Material später auch in Doomsday auftaucht, antwortet Joe Russo, die Szenen seien eigens gedreht worden, um die Lücke zwischen den Filmen zu schließen. Wer sie im Kino verpasst, bekommt sie im Dezember also nicht nachgereicht.
Zu Lokis Besuch bei Steve Rogers und Peggy Carter sagt Anthony Russo, der Gott des Unfugs erweise sich eben als Gott des Unfugs. Loki habe schon viele Inkarnationen gehabt, und eine der Freuden von Doomsday sei, dass man eine neue davon zu sehen bekomme. Wie das zu seinem Schicksal am Ende der zweiten Staffel von „Loki” passt, lässt Russo offen. Für die Szene haben die Regisseure nach eigenen Angaben dasselbe Set, dieselbe Beleuchtung und dieselben Objektive wie 2019 verwendet; Chris Evans und Hayley Atwell brachte die Maske auf den damaligen Stand.
Bei der Szene mit Bruce Banner weichen beide aus. Joe Russo bestätigt nur, dass Banner sich nach den Ereignissen von „Spider-Man: Brand New Day” an dem Ort versteckt, den er für den sichersten der Welt hält – und dass ihn dort jemand gefunden hat. Dooms Interesse reiche womöglich über Banner hinaus. Ob Mark Ruffalo in Doomsday mitspielt, wollen die Russos weder bestätigen noch dementieren; Banner sei aber sicher Teil der Geschichte rund um Doom. Anthony Russo wiederholt dazu, was er schon bei einem Publikumsgespräch angedeutet hatte: Zu Doomsday gehören Figuren und Darsteller, die noch nicht angekündigt sind.
Die TVA-Szene als Schlüssel zu Doomsday
Das größte Gewicht geben die Regisseure der Szene aus der Time Variance Authority, in der Ke Huy Quan als Ouroboros und Owen Wilson als Mobius den Zerfall des Multiversums verfolgen. Joe Russo nennt sie das Einschneidendste, was dem MCU je passiert sei – gefühlt das Ende aller Zeiten. Alles, wofür die TVA geschaffen wurde, sei der Schutz der Zeitlinien, und nun brächen sie katastrophal zusammen. Für die Geschichte von Doomsday sei die Szene entscheidend.
Anthony Russo liefert dazu den erzählerischen Schlüssel: Der Zusammenbruch sei das verbindende Prinzip, das die Welten der X-Men, der Avengers und der Fantastic Four zusammenführt, im Kern stehe die Kollision dieser Universen. Joe Russo legt nach, jeder Meter des neuen Materials enthalte Hinweise auf die größere Geschichte von Doomsday – und auch einzelne Dialogzeilen aus dem ursprünglichen Endgame würden sich im Dezember auszahlen.
Zur Schlussszene, in der Doom zu den Hammerschlägen aus dem ersten Iron-Man-Film seine Maske schmiedet, sagt Joe Russo nur, das sei von Anfang an so geplant gewesen. Die Szene sei bewusst nahezu identisch angelegt, weil der Film eine Dualität von Gut und Böse untersuche. Anthony Russo kommentierte die Parallele trocken: Es sei fast so, als spiele derselbe Darsteller beide Figuren.
Spoiler: Wann Avengers: Doomsday spielt
In der Szene sitzt Mark Ruffalos Bruce Banner in einer unterirdischen Einrichtung und zeichnet ein Video über seine Versuche mit einem Serum auf, das die Gammastrahlung in seinem Körper unterdrücken soll. Eingeblendet ist das Aufnahmedatum, der 12. Januar 2029. Dann flackern Licht und Bildschirme, das Bild beginnt zu stören, und eine Gestalt tritt heran, die nie ganz zu sehen ist. Auf Banners Frage, wer da sei, antwortet die Stimme von Robert Downey Jr.: Er sei gekommen, um Mr. Banner zu holen. Ein Brüllen des Hulk folgt, die Kamera fällt zu Boden, auf dem Boden sind latverische Schriftzeichen zu erkennen. So beschreibt The Direct die Szene nach den ersten Vorführungen.
Das Datum fügt sich in die Zeitlinie, die Marvel zuletzt aufgebaut hat. „Spider-Man: Brand New Day” spielt nach der Auswertung von The Direct zwischen September und Oktober 2028 – der Film, an dessen Ende Banner nach seinem Ausbruch als Hulk in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wird. Banners Aufnahme liegt damit rund drei Monate später. Bislang ließ sich Doomsday nur grob verorten: nach „Thunderbolts*”, dessen Abspannszene bereits aus Doomsday stammt und 14 Monate nach vorn springt.
Damit hat Doomsday erstmals einen Anker im Kalender: Zumindest ein Teil der Handlung spielt Anfang 2029. Ob die Szene aus dem Anfang oder aus dem Schluss des Films stammt, ist offen, und Marvel Studios hat den Zeitpunkt nicht kommentiert.
Spoiler: Die übrigen neuen Szenen
Ab hier geht es um den Inhalt der übrigen Zusatzszenen. Anders als das Original von 2019 hat die Fassung mehrere Szenen im und nach dem Abspann – neben Banners Videotagebuch auch diese, nach Beschreibungen aus den ersten Vorführungen.
Eine weitere neue Szene spielt bei der Time Variance Authority aus „Loki”. Mobius und O.B. stellen fest, dass sich im Multiversum Tausende Inkursionen ereignen, also Zusammenstöße ganzer Universen. Auf den Monitoren tauchen dabei bekannte Welten auf, als zerstört oder abgeschaltet markiert: die des „Hulk” von 2003 mit Eric Bana, die des „Fantastic Four”-Films von 2015 und die Captain-Carter-Welt aus „What If...?”. Die Welt der Fox-X-Men steht laut den Anzeigen kurz vor dem Zusammenstoß mit einem anderen Universum.
Im Endtag, der nur in IMAX und in Infinity-Vision-Sälen läuft, ist die TVA im Alltag zu sehen. An der Wand hängt eine Plakette, die Loki als „Employee of All Time” ehrt – ein Verweis auf sein Ende als Hüter der Zeitlinien in der zweiten Staffel seiner Serie.
Doom schmiedet seine Maske – und Loki klopft an
Das Original von 2019 endete nach dem Abspann nur mit einem Geräusch: Hammerschläge auf Metall, eine Erinnerung an den ersten Iron-Man-Film, in dem Tony Stark in einer Höhle seinen ersten Helm von Hand schmiedet. Die Extended-Fassung behält diese Hammerschläge bei – zeigt dazu aber jetzt Bilder von Doctor Doom, der seine stählerne Maske schmiedet. Es ist die erste Szene, in der Marvel Studios Robert Downey Jr.s zwei Figuren sichtbar aufeinander bezieht, wie The Direct nach den ersten Vorführungen beschreibt.
Ob Victor von Doom eine Variante von Tony Stark ist oder nur dasselbe Gesicht trägt, beantwortet die Szene nicht. Sie setzt aber eine Parallele: Beide bauen sich ihre Maske selbst. Downey hatte auf der Comic-Con im Juli genau diese Linie gezogen – beide seien brillante Köpfe, doch Tony habe ein Trauma zum Helden gemacht, Doom das genaue Gegenteil.
Eine weitere neue Szene setzt direkt nach dem Wiedersehen von Steve Rogers und Peggy Carter in den 1940er-Jahren ein: Es klopft an der Tür, und Loki steht davor, um seine Hilfe anzubieten. Auch die TVA tritt verändert auf – mit einem neuen, violetten Logo, das die Abkürzung TVA in den Vordergrund stellt, statt des orangefarbenen Schriftzugs aus der Serie. Die Inhalte der Szenen stammten zunächst aus Beschreibungen der ersten Vorführungen; inzwischen haben die Russos sie im Interview mit Empire selbst bestätigt.
Was die Szenen für Doomsday bedeuten
Die Szenen beantworten keine der großen Fragen zu „Avengers: Doomsday”, sie legen aber fest, worauf der Film aufbaut: Das Multiversum zerfällt bereits, und Doom holt sich, wen er braucht. Ob Banner freiwillig mitgeht oder gegen seinen Willen, lässt die Szene offen. Eine Rolle für Mark Ruffalo in Doomsday hat Marvel Studios bislang nicht bestätigt, und auch die Russos wollen sie weder bestätigen noch dementieren – der Auftritt ist der erste Hinweis darauf.
Die TVA-Szene wiederum holt Filmreihen ins Multiversum, die nie zum MCU gehörten: die Hulk-Verfilmung von Universal und die Fantastic-Four-Filme von Fox. Sie tut das allerdings vor allem, um diese Welten verschwinden zu lassen. Für Marvel ist das ein bequemer Weg, alte Kapitel anzuerkennen, ohne sie weiterzuerzählen.
Encore oder Extended? So heißt der Film bei uns
International vermarktet Disney die Wiederaufführung als „Avengers: Endgame Encore” – Encore ist das englische Wort für Zugabe. Für den deutschen Markt hat der Verleih den Zusatz getauscht: In den Dispositionsdaten der Kinos und auf den Programmseiten steht der Film als „Avengers: Endgame Extended”, und unter diesem Namen läuft auch der Vorverkauf.
Inhaltlich ist das derselbe Film: dieselbe Fassung, derselbe Termin, dieselben Zusatzszenen. Extended ist hierzulande die eingeführte Bezeichnung für eine verlängerte Schnittfassung, während Zugabe im Kinokontext niemand benutzt. Wenn Du nach Tickets suchst, nimm deshalb den Extended-Titel – unter Encore findest Du in deutschen Kinosystemen nichts.
Was an der Extended-Fassung neu ist
Disney nennt drei Bestandteile: ein individuell produziertes Intro, zusätzliches neues Filmmaterial und einen besonderen Endtag, der ausschließlich in IMAX-Sälen und in Kinos mit Infinity-Vision-Zertifizierung zu sehen ist. Das neue Material wird nicht bloß vorne oder hinten angehängt, sondern in den Film eingearbeitet.
Regisseur Joe Russo, der Endgame gemeinsam mit seinem Bruder Anthony inszeniert hat und auch bei Doomsday Regie führt, beschrieb die Neuauflage im Frühjahr als kritische Begleitgeschichte und als Vorbereitung auf das, was im Dezember im Kino zu sehen sein wird. Nach seiner Darstellung wird der Film mit Material neu veröffentlicht, das in der Doomsday-Handlung angesiedelt ist. Eine Wiederaufführung sei nur möglich, weil Endgame so erfolgreich war, denn ein solcher Schritt kostet Geld.
Im Hall-H-Panel der San Diego Comic-Con am 25. Juli 2026 zeigte Kevin Feige einen Trailer zu der Fassung und bestätigte, dass sie exklusives neues Doomsday-Material enthält.
Joe Russo nennt Endgame Pflichtprogramm
Vier Wochen vor dem Start wurde Joe Russo deutlicher als bisher. Gegenüber dem US-Ticketportal Fandango sagte der Regisseur, die Wiederaufführung werde die Geschichten beider Filme miteinander verbinden. Es gebe eine natürliche Entwicklung von Endgame hinüber zu „Avengers: Doomsday”, die auch all die anderen Handlungsstränge einschließe, die seither erzählt wurden. Aus zwei Gründen lohne sich der erneute Kinobesuch: Erstens mache er schlicht Spaß – und zweitens sei er aus seiner Sicht Pflichtprogramm, um der Handlung von Doomsday folgen zu können. Das berichtet der Hollywood Reporter.
Sein Bruder und Co-Regisseur Anthony Russo ergänzte, wer Endgame 2019 im Kino gesehen habe, hätte nicht ahnen können, worauf der Film am Ende hinausläuft. Formal bleibt es die Aussage der beiden Regisseure, nicht des Studios – Marvel Studios hat die Extended-Fassung nie zur Bedingung dafür erklärt, „Avengers: Doomsday” im Dezember zu verstehen. Wer die Zusatzszenen überspringt, wird den Film also sehen können – nur eben ohne die Brücke, die die Russos als Teil der Erzählung beschreiben.
Trailer, Poster und Vorverkauf
Einen Monat vor dem Start hat Marvel am 25. August 2026 den ersten Trailer veröffentlicht, gut anderthalb Minuten lang. Der Clip setzt fast vollständig auf die Schlussschlacht von 2019 – die Portalszene, Steve Rogers mit Mjolnir, Tony Starks Opfer – und bewirbt darüber hinaus vor allem die Vorzüge von Infinity Vision mit den Schlagworten maximaler Maßstab, überlegene Schärfe und immersiver Ton. Neues Doomsday-Material zeigt er nicht.
Avengers Endgame: Encore – Official Trailer von Marvel
Zur Wiederaufführung gehören auch ein eigenes Logo und ein eigenes Poster: ein violettes Avengers-Logo, darunter schräg gesetzt der Zusatz Endgame Encore, bei dem das Avengers-A den Buchstaben A ersetzt. Trailer und Poster tragen also die internationale Schreibweise, das deutsche Kinoprogramm den Extended-Titel.
Wie stark der Clip einschlug, lässt sich beziffern: 77 Millionen Aufrufe in den ersten 24 Stunden meldete Deadline exklusiv – mehr als das Vierfache dessen, was ein Trailer zu einer Kino-Wiederaufführung bislang erreicht hat. Zum Vergleich nennt das Branchenblatt drei jüngere Fälle: Der Trailer zur „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel”-Rückkehr zum 40. Jubiläum im Mai 2026 kam auf 19 Millionen Aufrufe, der zur Wiederaufführung von „Avatar – Aufbruch nach Pandora” auf 14 Millionen, der zu „Titanic” auf 13 Millionen.
Den Ansturm führte Deadline weniger auf Nostalgie zurück als auf die Aussicht auf Doomsday-Material: Ein großer Teil der Reaktionen in den sozialen Netzwerken drehte sich um die Frage, was die neue Fassung von „Avengers: Doomsday” zeigt – obwohl der Trailer selbst keine einzige Szene daraus enthält. Der eigentliche Doomsday-Vorgeschmack steckt tatsächlich nicht im Trailer, sondern in der Kinofassung selbst.
Wie lang die Fassung ist
Zur Laufzeit stehen drei Angaben nebeneinander. Ein Scooper-Account brachte im Juli rund sieben Minuten zusätzliches Material in Umlauf, in den Programmdaten der deutschen Kinos ist „Avengers: Endgame Extended” mit 3 Stunden und 8 Minuten eingetragen. Die Kinofassung von 2019 lief 3 Stunden und 1 Minute.
Der Hollywood Reporter nennt dagegen 185 Minuten und damit rund vier Minuten zusätzliches Material. Offiziell bestätigt hat Disney keine dieser Zahlen.
Infinity Vision: Was hinter dem Format steckt
Infinity Vision ist kein neues Kinoformat im technischen Sinn und auch keine neue Kinokette, sondern eine Zertifizierung, die Disney an bestehende Säle vergibt. Sie gehört in die Kategorie Premium Large Format, also die Klasse oberhalb des normalen Saals.
Die Anforderungen sind konkret: eine Bildwand von mindestens 45 Fuß Breite, also rund 13,7 Meter, ein immersives oder 7.1-Tonsystem, etwa Dolby Atmos, und eine Helligkeit von 14 Footlamberts in 2D beziehungsweise 6 Footlamberts in 3D. Die Endgame-Wiederaufführung und Doomsday sind die beiden ersten Filme, die in zertifizierten Sälen laufen. Nach Angaben von Entertainment Weekly lagen bereits mehr als 7.500 Bewerbungen von Kinos vor.
Einordnung
Endgame ist nach Einspielergebnis der bislang zweiterfolgreichste Film, entsprechend gering ist das Risiko einer Wiederaufführung. Im Marvel-Kalender 2026 sitzt die Fassung genau zwischen den beiden Kinofilmen des Jahres: „Spider-Man: Brand New Day” startete am 29. Juli in den deutschen Kinos, „Avengers: Doomsday” folgt am 16. Dezember. Die Neuauflage ist damit weniger Nostalgie-Aktion als Marketingbaustein und Erzählbrücke in einem.
Nein. Laut Joe Russo wurden die Zusatzszenen eigens gedreht, um die Lücke zwischen „Avengers: Endgame“ und „Avengers: Doomsday“ zu überbrücken. In Doomsday selbst kommen sie nicht vor.
Anthony Russo kündigt an, dass Doomsday eine neue Inkarnation von Loki zeigen wird. Welche Version gemeint ist und wie sie zu Lokis Ende in der zweiten Staffel der Serie passt, sagt er nicht.
Einen offiziellen Zeitpunkt nennt Marvel nicht. Die neue Abspannszene in „Avengers: Endgame Extended“, in der Doctor Doom Bruce Banner holt, ist aber auf den 12. Januar 2029 datiert – rund drei Monate nach den Ereignissen von „Spider-Man: Brand New Day“. Zumindest ein Teil der Handlung von Doomsday spielt damit Anfang 2029.
In Deutschland läuft die Wiederaufführung als „Avengers: Endgame Extended“ – so steht sie in den Programmdaten der Kinos und im Vorverkauf. „Avengers: Endgame Encore“ ist der internationale Titel, den auch Trailer und Poster tragen. Gemeint ist dieselbe Fassung mit demselben Start am 24. September 2026.
„Avengers: Endgame Extended“ startet am 24. September 2026 in den deutschen Kinos, einen Tag vor dem US-Start am 25. September. Zu sehen ist die Fassung nur in IMAX-Sälen und in Kinos mit Disneys Infinity-Vision-Zertifizierung.
Ein eigens produziertes Intro, eine neue Szene aus der Time Variance Authority, eine Abspannszene mit Bruce Banner und Doctor Doom, Bilder von Doom beim Schmieden seiner Maske, ein Besuch Lokis bei Steve Rogers und Peggy Carter sowie ein Endtag, der nur in IMAX und in Kinos mit Infinity-Vision-Zertifizierung läuft. Das neue Material spielt in der Handlung von Avengers: Doomsday.
Ja, mehrere. In einer taucht Doctor Doom bei Bruce Banner auf, der sich in einem unterirdischen Militärbunker versteckt hält. Die Hammerschläge nach dem Abspann, die 2019 an Tony Stark erinnerten, zeigen jetzt Doom beim Schmieden seiner Maske. Ein weiterer Endtag in der TVA läuft nur in IMAX und in Infinity-Vision-Sälen.
Nein. Die eigentliche Geschichte von Endgame bleibt unverändert. Ergänzt werden Szenen, die auf Doomsday hinführen, nicht bislang unveröffentlichtes Material aus der Produktion von 2019.
Eine Zertifizierung von Disney für Kinos der Klasse Premium Large Format. Vorausgesetzt werden eine Bildwand von mindestens rund 13,7 Metern Breite, immersiver oder 7.1-Ton und festgelegte Helligkeitswerte. Die Endgame-Wiederaufführung und Doomsday sind die ersten Filme, die in solchen Sälen laufen.
Regisseur Joe Russo sagt ja: Der erneute Kinobesuch sei aus seiner Sicht Pflichtprogramm, um der Handlung von „Avengers: Doomsday“ folgen zu können, weil das neue Material die Geschichten beider Filme verbindet. Eine offizielle Vorgabe von Marvel Studios ist das nicht – das Studio hat die Extended-Fassung nie zur Voraussetzung erklärt.