Jodie Foster: 50 Jahre nach der Leia-Absage zurück bei Disney

Jodie Foster: 50 Jahre nach der Leia-Absage zurück bei Disney Tristar Pictures
scifiscene.de bei Google bevorzugen

1976 lehnte Jodie Foster mit 14 die Rolle der Prinzessin Leia ab, weil ein Disney-Vertrag sie band. Auf der D23 sprach sie über die Rückkehr zum selben Studio: Sie ist die Hexenkönigin in Hexed, ihrem ersten Disney-Animationsfilm.

1976 bekam eine 14-Jährige das Angebot, Prinzessin Leia zu spielen. Sie sagte ab – weil ein Vertrag mit Disney sie band. Fünfzig Jahre später stand dieselbe Frau auf der Bühne der D23 und sagte: „Es macht so viel Spaß, zu Disney zurückzukehren. Denn dort hat meine Karriere angefangen.”

Jodie Foster spricht in „Hexed” die Hexenkönigin Celeste, den Gegenpart des nächsten Disney-Animationsfilms. Es ist ihre erste Rolle in einem Zeichentrickfilm des Studios – und der vorläufige Schlusspunkt einer Geschichte, die genau ein halbes Jahrhundert zurückreicht.

1976: das Angebot, das nie eingelöst wurde

Dass Foster für Leia im Gespräch war, gehörte jahrzehntelang zu den hartnäckigeren Gerüchten der Star-Wars-Geschichte. Carrie Fisher selbst brachte es 2015 wieder auf, als sie im Interviewzirkus zu „Das Erwachen der Macht” bestritt, dass Meryl Streep je eine Kandidatin gewesen sei: In der engeren Wahl standen Foster und Amy Irving.

Bestätigt hat es Foster dann 2024 bei Jimmy Fallon. Sie sei tatsächlich gefragt worden – und habe abgelehnt, weil sie bei Disney unter Vertrag stand und dort nicht aussteigen wollte. Es ging um „Freaky Friday”, der im Dezember 1976 in die Kinos kam. George Lucas nahm stattdessen die 19-jährige Carrie Fisher, und aus einer Nebenentscheidung des Jahres 1976 wurde eine der bekanntesten Figuren des Kinos.

Bemerkenswert ist daran weniger das Was als das Warum. Foster verlor Leia nicht an eine bessere Bewerberin, sondern an ihren eigenen Arbeitgeber. Disney war das Studio, das sie als Kind beschäftigte – „Napoleon und Samantha” 1972, „Freaky Friday” 1976, „Candleshoe” 1977 – und dieselbe Bindung, die ihr die Karriere ermöglichte, kostete sie die Rolle ihres Lebens. Beziehungsweise das, was von außen so aussieht.

Was aus der Absage wurde

Denn Foster brauchte kein Franchise. Im selben Jahr, in dem sie Leia ablehnte, spielte sie in Martin Scorseses „Taxi Driver” – die Rolle, die ihr mit 14 die erste Oscar-Nominierung einbrachte. Es folgten zwei Oscars als beste Hauptdarstellerin, für „Angeklagt” und für „Das Schweigen der Lämmer”.

Ins Genre kam sie trotzdem, nur auf eigenen Wegen: als Wissenschaftlerin Ellie Arroway in Robert Zemeckis’ „Contact”, als belagerte Mutter in David Finchers „Panic Room”, als eiskalte Verteidigungsministerin Delacourt in Neill Blomkamps „Elysium”. Zuletzt war sie als Polizeichefin in der vierten Staffel von True Detective zu sehen, die in der Dunkelheit Alaskas spielt.

Man kann das als die interessantere Laufbahn lesen. Carrie Fisher hat Leia bis zu ihrem Tod 2016 begleitet, mit allem, was eine solche Figur an Zuschreibung mit sich bringt. Foster ging den anderen Weg – zwei Oscars, ein Regiestuhl, und keine Rolle, die sie nicht mehr loswurde.

2026: Königin Celeste

Bei Hexed spricht Foster die Herrscherin der verborgenen Hexenwelt Hex, die es auf die Kräfte der jungen Billie abgesehen hat – gesprochen von Hailee Steinfeld. Der Film startet am 25. November 2026, dem Thanksgiving-Wochenende, und ist damit der nächste Kinostart aus dem gesamten D23-Programm. Mit im Ensemble: Rashida Jones, Walton Goggins, Stephen Fry und Tracey Ullman.

Auf der Bühne in Anaheim führte Foster die Verbindung selbst aus. Einige ihrer frühesten Erinnerungen, sagte sie, stammten von Disney-Sets – und nannte „Napoleon und Samantha”, „Candleshoe” und das Original von „Freaky Friday”. Es ist die Rückkehr an denselben Ort, nur diesmal ohne Vertrag, der etwas verhindert.

Eine Pointe hat die Geschichte noch: 2027 wird „Krieg der Sterne” fünfzig Jahre alt, und Lucasfilm bringt im Mai desselben Jahres mit „Star Wars: Starfighter” den nächsten Kinofilm. Leia gehört in dieser Rechnung längst Carrie Fisher. Foster ist derweil da angekommen, wo sie angefangen hat. Alle weiteren Ankündigungen des Wochenendes stehen in unserer D23-Übersicht.

Bei Google bevorzugen scifiscene.de bei Google bevorzugen Lege uns als bevorzugte Quelle fest – und sieh unsere Sci-Fi-News bei Google-Suchen ganz oben. Jetzt bevorzugen

Darum geht's