Obi-Wan: McGregor legte Filoni zwei Ideen für eine Rückkehr vor
Ewan McGregor hat seine Ideen für eine Obi-Wan-Rückkehr direkt bei Lucasfilm-Co-Präsident Dave Filoni platziert: eine Suche nach Yoda – und eine Liebesgeschichte, die an der Star-Wars-Zeitrechnung scheitert.
Ewan McGregor lässt keine Gelegenheit aus, seine Rückkehr als Obi-Wan Kenobi ins Gespräch zu bringen. Neu ist, dass er inzwischen nicht mehr nur den Wunsch äußert, sondern konkrete Geschichten im Kopf hat – und sie dem Mann bereits vorgetragen hat, der bei Lucasfilm darüber mitentscheidet.
In der Variety Lounge beim Edinburgh International Film Festival erzählte der schottische Schauspieler, dass er seine Ideen an Lucasfilm-Co-Präsident Dave Filoni herangetragen hat. Der Anlass war denkbar naheliegend: Filoni drehte damals gerade „Ahsoka” mit McGregors Ehefrau Mary Elizabeth Winstead. „Es war sehr beiläufig, aber ich sagte, da muss doch irgendwas gehen”, schilderte McGregor das Gespräch.
Zwei Ideen, die McGregor Filoni vorgetragen hat
Die erste dreht sich um eine Figur, die nach dem Ende der Prequel-Trilogie genauso verschwunden ist wie Kenobi selbst: Yoda. „Yoda ist irgendwo anders”, so McGregor. „Nach dem Ende von Episode III gehen wir alle in die vier oder fünf Ecken der Galaxis – oder wie viele Ecken sie auch hat. Ich werde keinen Kontakt zu ihm gehabt haben. Aber er ist da draußen. Ich glaube also, da könnte eine Geschichte drinstecken, in der ich versuche, ihn zu erreichen.”
Erzählerisch ist das der schlüssigere der beiden Vorschläge. Zwischen „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith” und „Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung” liegen fast zwanzig Jahre, in denen Kenobi und Yoda beide im Exil sitzen – der eine auf Tatooine, der andere auf Dagobah. Die erste Staffel der Serie „Obi-Wan Kenobi” hat 2022 bereits gezeigt, dass sich dieser Zeitraum bespielen lässt, ohne den Kanon zu beschädigen.
Die Hera-Idee scheitert an der Zeitrechnung
Der zweite Vorschlag ist deutlich romantischer gedacht – und deutlich problematischer. Als Winstead für „Ahsoka” als Generalin der Neuen Republik, Hera Syndulla, verpflichtet wurde, begann McGregor nach eigener Aussage zu träumen: „Ich wurde ganz aufgeregt, als Mary anfing, an ‚Ahsoka‘ zu arbeiten. Ich dachte, vielleicht ist das die große Liebesgeschichte – Obi-Wan und Hera.”
McGregor räumte im selben Atemzug ein, woran die Idee hängt: Beide Figuren leben schlicht nicht zur selben Zeit. Kenobi stirbt in „Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung” an Bord des Todessterns; „Ahsoka” spielt Jahre nach der Schlacht von Endor und damit lange nach seinem Tod. Sein Einwand, Zeit bedeute in den „Multiversen” von Star Wars ohnehin nicht viel, klingt eher nach einem Schauspieler, der seine eigene Idee nicht ganz aufgeben will, als nach einer belastbaren Erzählkonstruktion.
Was Lucasfilm stattdessen plant
Ob McGregor die Robe noch einmal anlegen darf, ist offen. Festlegen wollte er sich nur darauf, dass er es jederzeit täte – ob Film oder Serie: „Ich habe die Serie sehr gerne gedreht und würde es gern wieder tun. Ich spiele ihn gern, er ist eine wirklich gute Figur.” Schon 2024 hatte er Fans öffentlich dazu aufgerufen, Disney für eine zweite Staffel zu schreiben.
Aus Anaheim kamen zuletzt allerdings andere Signale. Filoni hat auf der D23 nicht nur dem Kylo-Ren-Film eine Absage erteilt, sondern gegenüber Variety auch bestätigt, dass „The Hunt for Ben Solo” derzeit nicht in Arbeit ist. Der Filmplan steht: „Star Wars: Starfighter” mit Ryan Gosling startet am 28. Mai 2027, „Ahsoka” Staffel 2 läuft ab dem 20. Januar 2027 auf Disney+. Ein zweites Kenobi-Kapitel taucht darin bislang nicht auf.
Damit bleibt McGregors Vorstoß genau das, was er selbst daraus macht: ein beiläufiges Gespräch am Set, nicht der Beginn einer Produktion. Bemerkenswert ist trotzdem, dass er den Weg direkt zur Studioleitung gefunden hat – und dass Filoni ihn offenbar nicht abgebügelt hat. Für ein Franchise, das nach dem schwächsten Live-Action-Kinostart seiner Geschichte nach verlässlichen Publikumsankern sucht, ist ein rückkehrbereiter Kenobi kein kleines Angebot.
Bei Google bevorzugen scifiscene.de bei Google bevorzugen Lege uns als bevorzugte Quelle fest – und sieh unsere Sci-Fi-News bei Google-Suchen ganz oben. Jetzt bevorzugen