Project Hail Mary: Regisseure verteidigen frühen Alien-Reveal
Der Trailer zu Andy Weirs Sci-Fi-Adaption zeigt Alien Rocky extrem früh. Nun erklären die Regisseure ihren kontroversen Schritt.
Die Amazon MGM-Produktion „Der Astronaut – Project Hail Mary” wirft ihre Schatten voraus. Die Adaption von Andy Weirs gefeiertem Roman schickt Ryan Gosling als unwahrscheinlichen Astronauten Ryland Grace ins All, um die Erde vor dem Aussterben zu bewahren. An seiner Seite: Sandra Hüller als Eva Stratt. Doch unter Buchlesern brennt aktuell nur eine Frage: Hat das Marketing den wichtigsten Twist bereits ruiniert?
Der frühe Blick auf Rocky: Spoiler oder Strategie?
Im Roman bildet der außerirdische Ingenieur Rocky das emotionale Rückgrat der Geschichte. Während er in der Vorlage erst nach der Hälfte auftaucht, rücken ihn die ersten Trailer direkt ins Rampenlicht. Kurze Szenen zeigen Graces Entdeckung des Raumschiffs, das einzigartige, vielgliedrige Design des Aliens und die ersten Schritte ihrer Kommunikation. Für viele Fans wirkt das wie ein massiver Spoiler der intergalaktischen Freundschaft. Die Regisseure Phil Lord und Christopher Miller sehen das allerdings völlig anders.
Gegenüber ScreenRant stellten die Filmemacher klar, dass sich „Der Astronaut – Project Hail Mary” nicht um die bloße Entdeckung von Rocky dreht, sondern um die Entwicklung der Beziehung zwischen ihm und Grace.
Es ging nie darum, ob wir Rocky zeigen, sondern wann in der Kampagne. Wenn du den Film siehst, wird klar: Zwischen den drei Trailern hast du gerade einmal sieben Minuten eines zweieinhalb Stunden langen Films gesehen.
Miller verspricht, dass noch weitaus mehr auf dich wartet, das bisher im Verborgenen blieb. Die Begegnung mit Rocky findet bereits in der ersten Stunde des Films statt.
Die Idee, dass es ein Alien gibt, ist nicht der große Twist am Ende des Films. Es ist die Prämisse. Und Rocky ist der Co-Star. Also musst du eine Geschichte vermarkten, die zeigt, worum es wirklich geht – und das ist diese Beziehung.
Ein Alien mit Starallüren
Während Miller den Außerirdischen scherzhaft als Diva bezeichnete und Lord den Publizisten des Aliens einen echten Mistkerl nannte, steckt hinter den Kulissen echte Handwerkskunst. James Ortiz leiht Rocky nicht nur seine Stimme, sondern steuert ihn auch als Puppenspieler. Mit seiner Erfahrung aus Theaterstücken wie The Woodsman erweckt er den geliebten Alien zum Leben.
- Start
- 19.03.2026
- Regisseur/in
- Phil Lord